Labello: Macht der Lippenbalsam wirklich abhängig?

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Aufgepasst: Viel hilft nicht immer viel.
Foto: Getty Images

Die Sucht nach gepflegten Lippen

Gehört haben wir das Gerücht sicher alle schon mal, aber was ist wirklich dran an der Behauptung, dass Labello abhängig macht? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Besonders an kalten Tagen trocknen unsere Lippen schnell aus. Klar, denn der Wechsel zwischen eisigen Temperaturen draußen und warmer Heizungsluft drinnen, strapaziert die sensible Lippenhaut ganz schön. Da ist der Griff zum pflegenden Lippenbalsam die schnellste Lösung. Aber auch die richtige?

Von Herstellern wie Labello wird angegeben, dass der Lippenbalsam keinesfalls zu einer Abhängigkeit führen kann. Doch trotzdem tauschen sich vermeintliche "Lipbalm Addicts" in Selbsthilfeforen wie Lipbalm Anonymous über ihre negativen Erfahrungen aus. Ohne Labello & Co. gehen sie nicht mehr aus dem Haus und kämpfen mit trockenen oder selbst blutig aufgerissenen Lippen, wenn sie versuchen, ohne das zarter machende Balsam zu leben.

Fakt ist: Von einer richtigen Abhängigkeit kann man bei Lippenbalsam nicht sprechen, es gibt aber eine Art Gewöhnungseffekt. Die Haut stellt die eigene Talgproduktion ein, da von außen genug Fett kommt. Wenn das plötzlich ausbleibt, versorgen sich die Lippen nicht mehr selbst - besonders, wenn man oft und viel schmiert.

Auch Inhaltsstoffe wie synthetische Wachse, Alkohol, Mentol und Farbstoffe können problematisch sein, da sie die natürliche Schutzschicht der Haut angreifen. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt auf einen kompletten Lippenbalsam-Entzug, der einige Wochen dauern kann. Danach die Lippen nur noch ab und zu mit Vaseline pflegen.

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