Wände Streichen: Praktische Tipps & Tricks

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Foto: Wohnidee
Inhalt
  1. Gut vorbereitet Wände streichen! Ein paar Vorarbeiten müssen sein...
  2. Das Einmaleins der Wandfarbe
  3. Die Wahl der Werkzeuge zum Wände streichen
  4. Aufs Etikett geschaut
  5. Extra-Tipp: Farb-Spielereien beim Wände streichen
  6. Wände streichen wie die Profis
  7. Putz von der Rolle
  8. Alles eine Frage der Optik...
  9. Schablonen-Künste

Frisch gestrichen

Sind Ihre Wände mal wieder fällig? Dann ran an Farbe, Pinsel und Rolle! Wir haben die besten Maler-Tipps für Sie

Gut vorbereitet Wände streichen! Ein paar Vorarbeiten müssen sein...

...dann geht das Streichen viel leichter, und das Ergebnis wird top!

Abdecken Damit Sie locker Ihre Wände streichen können, legen Sie zum Schutz eine Plastikplane aus, die Sie lückenlos an den Fußleisten befestigen.

Abkleben Um saubere Kanten und Ränder zu erhalten, kleben Sie angrenzende Flächen, Schalter und Leisten mit Kreppband ab. Es lässt sich rückstandsfrei abziehen.

Reinigen Oberflächliche Verschmutzungen mit einem leicht angefeuchteten Tuch abwischen, kleine schwarze Schimmel- und Stockflecken mit Essigwasser und Schwamm entfernen.

Ausgleichen Risse mit einem Spachtel aufkratzen, Stellen sauber ausbürsten. Dann anfeuchten und mit Spachtelmasse füllen.

Abwaschen Altanstriche, die nicht gut haften, vor dem Wände streichen mit Wasser abwaschen. Dicke Schichten Tapete besser ganz entfernen, damit die Wände atmungsaktiv bleiben.

Grundieren Eine optimale Vorbehandlung bietet sogenannter Tiefgrund. Er befestigt sandenden Putz und verleiht der Fläche eine gleichmäßige Saugfähigkeit.

Das Einmaleins der Wandfarbe

Dispersionsfarbe Oberbegriff für Wandfarben auf Wasserbasis. Sie lassen sich glatt und gleichmäßig auftragen, decken gut, riechen kaum und trocknen schnell

Abtönfarbe Damit lassen sich weiße Dispersionsfarben in den gewünschten Tönen einfärben

Feste Farbe Sie besitzt eine feste Konsistenz, spritzt und tropft daher kaum und deckt besonders gut. Ideal für die Zimmerdecke

Latexfarbe Eignet sich besonders für stark beanspruchte Flächen, ist wasserabweisend, scheuerfest und sehr strapazierfähig

NaturfarbenHierzu zählen:Kalkanstriche, ideal in Feuchträumen, da schimmelhemmend. Sie ergeben eine schön wolkig wirkende, matte Oberfläche.Kaseinfarben. Als Bindemittel dient Kasein. Sind als Pulver erhältlich und müssen noch angerührt werden.

Lehmfarbe enthält eingefärbte Tonmehle und oft auch pflanzliche Stoffe als Farbgeber. Typisch: ihre fein-raue Struktur.

Spezialfarben Beispielsweise Anti-Schimmelfarbe, vorbeugend in Feuchträumen einsetzbar, um Pilzbefall zu verhindern. Oder Abschirmfarbe, die aufgrund einer speziellen Zusammensetzung elektromagnetische Felder dämpfen kann.

Strukturfarben Sie sind mit Quarzsand oder kleinen Kügelchen angereichert, die beim Streichen Strukturen auf die Wand legen. Zu dieser Gruppe gehören auch fl üssige Raufaser und Fertigputz.

Wandlasuren Ein transparenter Anstrich mit dezenten Farbstoffen. Bildet eine dünne, kaum sichtbare Schicht auf der Wandfarbe.

Die Wahl der Werkzeuge zum Wände streichen

Rolle und Pinsel sind die Haupthelfer beim Wände streichen. Grundsätzlich gilt: Suchen Sie eine möglichst leichte Rolle aus, damit Ihnen beim Malen der Arm nicht zu schwer wird. Ein langer Stiel erleichtert die Arbeit an den oberen Partien. Je glatter die Oberfläche, desto kürzer sollte der Flor der Rolle sein. Langflorige Rollen sind optimal für raue, ungleichmäßige Oberflächen.

Bei Pinseln ist Qualität gefragt. Die erkennt man an dichten, langen und spitz zulaufenden Borsten, die die Farbe gut aufnehmen und verteilen. Ein Metallring, der die Borsten unten zusammenhält, verhindert lästigen „Haarausfall“. Wichtig: Vor dem ersten Gebrauch Rolle und Pinsel gut auswaschen.

Aufs Etikett geschaut

Wandfarben können viele bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Trägt ein Produkt den „Blauen Engel“, dann ist gewährleistet, dass die möglichen Gesundheitsrisiken auf ein Minimum reduziert sind. Achten Sie außerdem auf die Norm EN 13 300, aus der die Qualität eines Produktes ablesbar ist:

Klasse 5 steht für niedrigste und Klasse 1 für die höchste Qualität.

Extra-Tipp: Farb-Spielereien beim Wände streichen

Mit aufgemalten Rechtecken lassen sich Wände aufpeppen. Damit die Ränder sauber gelingen, zeichnen Sie die Umrisse erst mit Bleistift und Wasserwaage vor. Entlang der Linien mit Malerkrepp exakt abkleben, dann können Sie loslegen. Für solche abgezirkelten Flächen empfiehlt es sich, eine kleine Rolle zu verwenden. Nach dem Trocknen das Kreppband abziehen, fertig.

Wände streichen wie die Profis

Erst die Decke Damit nichts auf die fertigen Wände tropft, fangen Sie mit der Decke an, und zwar über dem Fenster. Streichen Sie mit einem kleinen Pinsel an den Deckenrändern entlang. Dann mit der großen Rolle vom Licht weg in breiten Bahnen arbeiten

Kniffelige Partien Ecken, Kanten und die kleineren Flächen um Schalter, Rahmen und Fußleisten nur so weit vorstreichen, dass die Farbe nicht trocknet, bevor Sie mit den großen Flächen beginnen. So vermeiden Sie sichtbare Ansätze. Streichen Sie mit einem flachen Pinsel oder einer kleinen Rolle von oben beginnend die Nahtstellen, z. B. von Wand zur Decke, an Zimmerecken, Tür- und Fensterrahmen.Tipp der Redaktion: Wenn Sie zwei Farben verwenden, halten Sie zum Abdecken beim Streichen einen Karton an die Nahtstelle

Und nun die Wände streichen Bearbeiten Sie die großen Flächen partienweise in breiten Streifen, die Sie nach und nach mit Farbe ausfüllen. So arbeiten Sie nass in nass und vermeiden Ansätze. Streichen Sie die Farbe zunächst unregelmäßig kreuz und quer auf die Wand. Für ein gleichmäßiges Erscheinungsbild ziehen Sie den Roller zum Schluss in geraden, sich überlappenden Bahnen senkrecht über die Fläche.

Putz von der Rolle

Bringen Sie lebendige Strukturen auf Ihre vier Wände – und das ganz leicht im Do-it-yourself-Verfahren: Ein gebrauchsfertiger Dekoputz macht’s möglich. Er kommt fertig angerührt im Eimer daher. Und wer es farbig mag, mischt noch Pigmente unter, um den gewünschten Farbton zu erhalten

Extra-Tipp: Weg mit den alten Tapeten ! Ein paar Mal mit der Rolle hin und her, und das Muster ist verschwunden: Erst rollern Sie einen Sperrgrund auf, dann kommt Fertigputz darüber – das war‘s schon.

Alles eine Frage der Optik...

...gezielt eingesetzt, macht Farbe erstaunliche Täuschungsmanöver möglich

Niedrige Räume Wenn Sie die Decke heller gestalten als die Wände, erscheint der Raum höher. Dieselbe Wirkung erzielen Sie durch vertikale Streifen an einer Wand.

Hohe Räume Wird die Decke (und eventuell zusätzlich der obere Bereich der Wände bis maximal 10 cm) in einem dunkleren Farbton gestrichen, senkt sich die Decke optisch ab.

Kurze Dachschrägen Streicht man sie in der Farbe der Decke, integrieren sie sich harmonischer in den Raum und erscheinen nicht mehr als Störfaktor fürs Auge.

Große Schrägflächen Streichen Sie die Schrägen im selben Ton wie die Wände, und sie wirken nicht mehr so erdrückend. Die Räume gewinnen optisch an Höhe.

Schablonen-Künste

Muster auf der Wand sind topaktuell. Großes Maltalent ist dafür nicht nötig, mit Hilfe einer Schablone geht’s ganz einfach. Die können Sie sich leicht selbst zuschneiden: Mit Bleistift eine Papiervorlage anfertigen, auf feste Folie oder Karton übertragen und das Muster mit einem Cutter ausschneiden. Die Schablone auf der Wand fixieren und mit einer kleinen Rolle und – ganz wichtig – wenig Farbe darüber streichen.

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