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Corona-Karaoke: Wie das Hobby zum Trend wurde

Was macht man, wenn die ganze Welt zu Hause sitzt und man eigentlich mal wieder richtig Lust auf Party hat? Man holt sein Lieblingshobby einfach in die Online-Welt.

Corona-Karaoke: Wie das Hobby zum Trend wurde
Foto: iStock/Bohdana Smiian

Was wir für uns aus der Corona-Zeit mitgenommen haben? Dass wir aus jeder Situation das Beste machen können und sollten. Zugegeben, es gibt während einer weltweiten Pandemie Wichtigeres als den Wunsch, endlich wieder feiern zu gehen. Und doch haben wir während des Social Distancings Möglichkeiten gefunden, mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben und Hobbys, die vorher ganz selbstverständlich waren, digital umzusetzen. So entstand auch ein neuer Trend: Corona-Karaoke.

Karaoke-Feeling nach Hause holen

Wenn wir nicht in die Karaoke-Bar können, holen wir sie eben in unser Wohnzimmer. Snacks und Getränke bereitgestellt, schnell per Video Chat mit den besten Freunden oder Kolleginnen verbunden und eine Karaoke-Version bei YouTube rausgesucht – schon kann es losgehen.

Bei uns laufen Karaoke-Klassiker wie „I will survive“ von Gloria Gaynor, „I want to break free“ von Queen oder „I will always love you” in der Whitney Houston und Dolly Parton Version. Zwischen 80s Rock, 90s Boyband-Schnulzen und Lieblingssongs, die niemals in einer Karaoke-Bar gespielt werden würden, entdecken wir so manche Hits wieder.

Singing around the world

Wir können uns mit diesem neuen Hobby viel öfter mit unseren Freunden „treffen“, die nicht in der gleichen Stadt oder sogar im Ausland wohnen. Und wir sind nicht allein. Auf der ganzen Welt schließen sich Karaoke-Fans beispielsweise in Facebook-Gruppen zusammen oder organisieren Online-Chöre wie den Computer Choir zum gemeinsamen Singen.  

Alle waren (fast) immer dabei

Das Besondere: Wir müssen keine großen Vorbereitungen treffen und alle haben Zeit. Schließlich gibt es aktuell, wenn überhaupt, nur wenige Verabredungen außerhalb der eigenen vier Wände. Wer also mal nicht dabei sein kann, muss schon einen richtig guten Grund haben. Dazu gehören bei uns in der Karaoke-Gruppe zum Beispiel Erkältungen (zum Glück bis jetzt kein Corona). Mit Hustenreiz und Halsschmerzen singt es sich natürlich nur halb so gut.

Unsere besten Tipps gegen Halsschmerzen haben wir während der Zeit schon einmal gesammelt: Thymian- und Salbeitee, warme Halswickel und Lutschtabletten mit einem speziellen Hydro-Depot, das sich über die trockene Schleimhaut legt. Die sind übrigens auch super, wenn man die Stimme beim Karaoke-Singen zu stark beansprucht hat. Mit diesen Tricks rocken wir uns mit einer Menge Spaß durch die aktuelle Zeit.
 

Foto: iStock/martin-dm

Warum Corona-Karaoke?

Natürlich könnten wir in der Zeit auch ein gutes Buch lesen, zum 100. Mal Friends schauen oder uns für lange Gespräche mit Freunden per Video-Chat treffen. Nicht, dass wir das nicht tun würden. Aber beim Karaoke passiert einfach noch so viel mehr. Das Singen an sich wirkt schon positiv auf unseren Körper und unsere Stimmung. Durch die schnellere Atmung unterstützen wir unser Immunsystem und entfliehen mal kurz dem Stress des Alltags, von dem wir momentan oft mehr als genug haben.

Und bis irgendwann wieder alle Karaoke-Bars der Welt geöffnet sein werden, singen wir einfach online weiter.