Die Anti-Grippe Diät

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Ernährungs-Tipps

Spritze? Nein danke! Sie können den typischen Winter-Infektionen auch mit einem sanften Immun-Power-Programm entkommen. Wenn Sie die richtigen Dinge oft genug essen, bleiben Sie gesund – und knacken ganz nebenbei Kilo für Kilo.

Schnupfen, Husten, Heiserkeit: Die meisten von uns erwischt es zwischen Dezember und Februar. Grippe-Infektionen grassieren, sobald es kalt und feucht wird, denn dann können sich die Viren in den überhitzten Räumen rasant verbreiten.

Regelmäßig die Hände waschen, überfüllte U-Bahnen meiden – kann man denn nicht mehr tun, damit es einen in diesem Winter nicht so heftig erwischt? Natürlich! Stärken Sie Ihr Immunsystem und senken Sie so Ihre Infektanfälligkeit, raten Experten – ganz einfach mit einer gezielten Anti-Grippe-Diät.

Die Lebensmittel des Programms enthalten alle wichtigen Schutzstoffe, die nötig sind, um Grippeviren wirksam zu bekämpfen oder auftretende Beschwerden zu lindern. Einige davon sollten Sie täglich essen, bei anderen genügt es, wenn Sie gelegentlich zugreifen.

Die Rezepte dazu werden Ihren Speiseplan bereichern und sind so leicht, dass Sie nebenbei noch ein paar Pfunde abnehmen .

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Täglich essen und die Viren haben keine Chance

Mit einfachen Rezepten lassen sich diese sechs „Schutzengel“ perfekt in den Speiseplan integrieren.

Leinsamen Der Darm ist ein wichtiger Mitstreiter in Sachen Immunsystem. In der gesunden Darmschleimhaut sitzen die Lymphfollikel, die vor unliebsamen Erregern schützen. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Leinsamen oder Haferflocken erleichtern dem Darm die Arbeit und pushen so die Abwehrkräfte.

Rezept: BirchermüsliVier Esslöffel Birchermüsli (aus dem Reformhaus) und zwei Esslöffel Rosinen zwei Stunden in 150 Milliliter Wasser einweichen. Einen Apfel klein schneiden und mit 150 Gramm Quark unter das Müsli rühren. Mit einem Esslöffel Leinsamen bestreuen.

Sanddorn Mit rund 450 Milligramm pro 100 Gramm Frucht gehören Sanddornbeeren zu den hochwertigsten Vitamin-C-Lieferanten überhaupt. Zudem enthalten sie jede Menge Betacarotin und bringen vor allem in Form von Saft oder Konzentrat unser Immunsystem auf Trab.

Rezept: Sanddornmilch250 Milliliter Milch mit sechs Esslöffeln Sanddornmark (aus dem Reformhaus) in einen Topf geben und langsam erhitzen. Mit dem Pürierstab kräftig durchmixen und mit zwei Esslöffeln Honig und einem Spritzer Zitronensaft abschmecken.Zitrusfrüchte Zitronen, Orangen und Mandarinen sind prall gefüllt mit Vitamin C. Das bekannteste Erkältungsvitamin wappnet den Körper für die alljährliche Grippewelle , indem es die Produktion der weißen Blutkörperchen stimuliert. Diese wiederum sind als Körperpolizei dafür verantwortlich, schädliche Bakterien und Viren zu zerstören. Der Tagesbedarf von 100 Milligramm Vitamin C steckt in einem Glas frischem Orangensaft. Den also gleich morgens zum Frühstück genießen.Rezept: VitaminbombeZwei Orangen auspressen und den Saft mit 100 Milliliter Tomatensaft verrühren. Zwei Möhren und eine Paprika waschen, putzen und klein schneiden. Mit dem Saft im Mixer kräftig pürieren.

Weitere „Immunschutzengel"

VollkornbrotHaben Sie häufig Probleme mit eingerissenen Mundwinkeln? Dann mangelt es Ihnen wahrscheinlich an Vitamin B2. Reichlich davon steckt in Vollkornbrot. Außerdem enthalten die Scheiben viel wertvolles Eiweiß, Magnesium, Kupfer, Kalium, Zink und Vitamin E. Gegen diese hochwirksame Vitalstoffkombi haben Erkältungserreger keine Chance.

Rezept: Vollkorn-SandwichZwei Tomaten waschen und klein würfeln. Vier Salatblätter und eine Handvoll Sprossen abbrausen und trocken schütteln. Zwei Scheiben Vollkornbrot zuerst mit zwei Scheiben Käse, dann mit Salat, Tomaten und Sprossen belegen. Nach Belieben würzen, zusammenklappen und halbieren.

Joghurt Die wenigsten von uns verfügen über unverwüstliche Abwehrkräfte und sollten das Immunsystem deshalb regelmäßig durch den Konsum von Milchprodukten wie z. B. Joghurt oder Quark unterstützen. Vor allem in den probiotischen Produkten tummeln sich jede Menge Milchsäurebakterien, die magensaftresistent sind, lebend zur Darmflora gelangen und diese stabilisieren. Experten empfehlen, täglich etwa 200 Gramm Naturjoghurt oder andere ungesüßte Milchprodukte zu essen.

Rezept: Mango-LassiEine halbe Mango schälen und das Fruchtfleisch vom Kern lösen. Mit 200 Gramm Naturjoghurt in einen Becher geben und mit dem Pürierstab kräftig durchmixen. Mit Mineralwasser aufgießen.

Grüner TeeMit einer Tasse Grüntee können Sie Ihr Gripperisiko deutlich senken. Vorausgesetzt, Sie trinken den heißen Aufguss künftig täglich. Das versichern japanische Forscher und die Ergebnisse zahlreicher Studien geben ihnen Recht. Woran das liegt? An den Flavonoiden, den sekundären Pflanzenstoffen, die in den Blättern der Teepflanze stecken. Sie besitzen eine antioxidative, entzündungshemmende Wirkung und stärken das Immunsystem.

Rezept: Matcha latteZwei Teelöffel Matchapulver (pulverisierter Grüntee, Reformhaus) in eine Tasse geben. Mit 60 Milliliter heißem Wasser aufgießen und mit dem Schneebesen schaumig schlagen. 200 Milliliter warme Milch zugeben.

Gelegentlich essen genügt, um die Abwehr zu stärken

Bei diesen Powerfoods zweimal pro Woche zugreifen, gerade wenn Sie sich schon etwas schlapp fühlen.

Garnelen Die vorbeugende Wirkung des Spurenelements Zink gilt gerade bei Erkältungskrankheiten als sicher. Forscher fanden heraus, dass das Spurenelement das körpereigene Schutzsystem stimuliert und auch im Falle einer Erkältung die Dauer um etwa die Hälfte verkürzen kann. Wahrscheinlich erschwert es den Viren das Eindringen in die Schleimhäute und behindert ihre Vermehrung. Meeresfrüchte wie Garnelen gehören zu den hochkarätigsten Zink-Lieferanten, sodass es genügt, wenn sie zweimal pro Woche auf den Tisch kommen.

Rezept: Chili-GarnelenEine halbe gehackte Knoblauchzehe mit 1/4 Esslöffel Chilisauce, Saft von einer Limette, einen halben Esslöffel gehacktem Ingwer, einem Teelöffel Sojasauce und einem Teelöffel Honig verrühren. Acht Garnelen etwa eine Stunde darin marinieren, auf Holzspieße stecken und von jeder Seite etwa drei Minuten braten, bis die Schale rosa und das Fleisch schön fest ist.

MöhrenIn der U-Bahn niest jemand und schon haben Sie am nächsten Tag einen Schnupfen? Dann kann Ihr anfälliges Immunsystem einen Push vertragen. In Möhren steckt jede Menge Betacarotin, ein sehr starkes Antioxidantium, das die Widerstandsfähigkeit gegen Infektionen erhöht, indem esdie Schleimhäute schützt.

Rezept: Cremige Orangen-Möhren-SuppeZwei Möhren und eine kleine Schalotte klein würfeln. Mit einem Esslöffel Olivenöl in einem Topf andünsten. Kurz anbraten, mit 150 Milliliter Gemüsebrühe aufgießen und fünf Minuten köcheln lassen. Mit dem Saft von ein bis zwei Orangen aufgießen. Erhitzen und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Etwas Crème fraîche unterrühren.

NüsseSind die Selenspeicher im Körper leer, können aus vergleichsweise harmlosen Grippeviren aggressive Erreger entstehen. Um die Reserven aufzufüllen, reicht es, wenn Sie drei Mal pro Woche je 100 g Nüsse essen oder in Gerichte integrieren. Mehr lieber nicht, schließlich enthalten die knackigen Beschützer viel (gutes!) Fett und würden in größeren Mengen das Kalorienkonto zu sehr belasten.

Rezept: Walnusspesto (Super zu Nudeln)Ein Bund Basilikum waschen und die Blättchen abzupfen. 40 Gramm Walnusskerne (oder Pistazien) und eine Knoblauchzehe grob hacken. Im Mixer nicht zu fein pürieren. Drei Esslöffel Olivenöl und 30 Gramm frisch geriebenen Parmesan nach und nach unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Noch mehr Powerfoods

Kohl Auch wenn man es nicht vermutet, Kohl bringt die Immunabwehr richtig auf Trab. Das gilt für sämtliche Sorten: Vor allem Brokkoli, Rosenkohl, Wirsing und Weißkohl enthalten viel Ascorbigen, das beim Erhitzen in Vitamin C umgewandelt wird. Reichlich Betacarotin und andere schützende Inhaltsstoffe werden gleich mitgeliefert.

Rezept: Kohlsuppe Zwei Frühlingszwiebeln, eine grüne Paprika, einen halben Weißkohl, zwei Möhren, einen Staudensellerie putzen und klein schneiden. Mit einer kleinen Dose gestückelter Tomaten, einem Esslöffel gehackter Petersilie und je einer Messerspitze Salz, Pfeffer, Curry und Chili in einen Topf geben und mit einem Liter Wasser zehn Minuten kochen. Weitere 30 Minuten sanft garen.

EierIhr Gehalt an den Vitaminen B2, B12 und Folsäure ist ungewöhnlich hoch. Gemeinsam mit Vitamin A, das sonst nur in Fleisch vorkommt, bringen sie die Abwehrkräfte in Bestform. Die ebenfalls enthaltene Aminosäure Tryptophan ist unmittelbar am Aufbau des Gute-Laune-Hormons Serotonin beteiligt und hebt in den grauen Wintermonaten die Stimmung.

Rezept: Ricotta-OmelettZwei Eier in eine Schüssel schlagen und mit der Gabel verquirlen. Salzen, pfeffern und mit einem Schuss Mineralwasser verrühren. Ein Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen, Eimasse hineingießen und bei schwacher Hitze langsam stocken lassen. 50 Gramm Ricotta in kleine Stücke teilen. Vier Basilikumblätter in feine Streifen schneiden und mit Pfeffer, der abgeriebenen Schale von einer Zitrone und den Ricottastücken auf das Omelett geben. Mit dem Pfannenwender zusammenklappen, wenden und fertig backen.

LachsNur durch den Einfluss von Sonnenlicht kann unser Körper das abwehrstärkende Vitamin D selbst herstellen. Deshalb kommt es in den dunklen Wintermonaten oft zum Mangel. Greifen Sie zum Ausgleich mehrmals pro Woche zu Seefisch, der ausreichende Mengen Vitamin D enthält. Gemeinsam mit Eiweiß, Vitamin B6 und B12 sowie Jod kurbelt dies den Stoffwechsel an und bringt Ihr Immunsystem in Topform. Tipp: Frischer Lachs ist besser als Räucherlachs, da er rund sechs Prozent weniger Fett enthält.

Rezept: Lachs mit OrangenEin Lachsfilet mit einem Teelöffel Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Von jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten in Olivenöl anbraten. Zwei Esslöffel Butter in einem separaten Topf schmelzen und zusammen mit 50 ml Orangensaft eine Minute sanft köcheln. Mit Salz abschmecken und 1/2 TL rosa Pfefferkörner zugeben. Den Lachs mit der Sauce übergießen und mit einer filetierten Orange garnieren.

Was hilft, wenn es sie doch mal richtig erwischt hat?

Bei Halsweh und Husten bringen diese alten Hausmittel laut neuesten Studien die besten Effekte.

HühnersuppeJa, die gute alte Hühnersuppe wirkt tatsächlich. Das wurde sogar von einer Studie der Universität Nebraska, USA, bestätigt. Die Inhaltsstoffe des Suppenklassikers schwächen Entzündungen in Nase, Hals und Lunge ab. Dabei wirken sowohl das gekochte Gemüse als auch das Hühnerfleisch . Zusätzlich hilft der wärmende Effekt der Suppe. Allerdings sollte der natürliche Gesundmacher selbst gekocht werden – Tütensuppen haben nicht den vergleichbaren Effekt.

Rezept: Hühnersuppe Eine Zwiebel schälen und fein hacken. Zwei Möhren, eine Kartoffel und etwas Suppengemüse schälen, putzen und in Stücke schneiden. Ein bis zwei Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen. Erst Zwiebel, dann das Gemüse andünsten. Einen Hähnchenschenkel zugeben. Mit 1/2 Liter Hühnerbrühe ablöschen und 30 Minuten kochen lassen.HolunderbeerenEine ganze Palette an Vitaminen macht die roten Beeren so gesund. Die größte Heilwirkung geht dabei von den Anthocyanen, sekundären Pflanzenstoffen, aus. Als Antioxidantien schützen sie den Körper vor stressbedingten freien Radikalen und wirken so Erkältungskrankheiten entgegen.

Auch viel Eisen steckt in den Powerfrüchten, was als Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin für den Aufbau des Immunsystems nach einer Grippe eine zentrale Rolle spielt. Weil Eisen zudem die Blutzirkulation anregt, nimmt fahle Winterhaut schnell wieder gesunde Farbe an.

Rezept: HolunderpunschFüllen Sie 200 Milliliter Hagebuttentee mit 200 Milliliter Holundersaft (aus dem Reformhaus) in einen Topf. Eine Messerspitze frisch gemahlenen Pfeffer zugeben und erhitzen. Mit einem Esslöffel Honig abschmecken und heiß genießen.

SalbeiDer Name (salvare = heilen) ist Programm. Die ätherischen Öle und Gerbstoffe hemmen Entzündungen und verhinderndas Wachstum von Viren, Pilzen und Bakterien. Genial gegen Halsweh wirkt auch das Trinken oder Gurgeln von Salbeitee.

Rezept: SaltimboccaZwei dünne Kalbsschnitzel trocken tupfen und flach drücken. Danach jedes Schnitzel mit einer Scheibe Parmaschinken umwickeln. Je ein Salbeiblatt darauflegen und mit einem Zahnstocher feststecken. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Schnitzel von jeder Seite etwa drei Minuten anbraten. Leicht salzen und pfeffern.

Weitere Hausmittel gegen eine Erkältung

Rote BeteSchnupfen, Fieber, Erkältung : Die Symptome eines grippalen Infektes sind vielfältig. Egal, was Sie plagt: Rote Bete bringt Sie, dank abwehrstärkender Anthocyane, der roten Pflanzenfarbstoffe, schnell wieder auf die Beine. Deshalb gleich bei ersten Anzeichen als SOS-Maßnahme Rote-Bete-Saft trinken (im Reformhaus) oder das süßlich schmeckende Wintergemüse zu einer Suppe verarbeiten.

Rezept: Scharfe Rote-Bete-Suppe125 Gramm rote Bete abwaschen und in einem Topf mit Salzwasser 25 Minuten garen. Abkühlen lassen, schälen und klein schneiden. Mit einer gekochten Kartoffel, 1/4 Liter Gemüsebrühe und einer Messerspitze Meerrettich in einem großen Topf pürieren. Mit etwas Tabasco, Paprika, Salz und Pfeffer abschmecken. Nochmals erhitzen.

IngwerErste Hilfe bei grippalen Infekten leistet auch Ingwer. Die Wunderwurzel reizt die Wärmenerven im Magen und sorgt dort für ein intensives Brennen, das sich als wohliger Hitzeschub im ganzen Körper ausbreitet. Zudem enthält Ingwer ätherische Öle, die Bakterien und Viren zerstören.

Wärmender Ingwer-Drink 200 Milliliter Wasser mit zwei Esslöffeln Honig, zwei Esslöffeln Limettensaft, je zwei Messerspitzen Kurkuma, Anis und Cayennepfeffer und dem Mark von 1/2 Vanilleschote verrühren. Den Drink sanft erhitzen, in eine Thermoskanne füllen und über den Tag verteilt trinken.

Anti-Grippe-Drinks für zwischendurch

AbwehrheldEine rosa Grapefruit auspressen, mit einem Liter Rote-Bete-Saft vermischen.

Scharfer Viren-KillerEine halbe Mango mit einer halben Chilischote pürieren, mit 1/8 Liter Möhrensaft aufgießen. Nach Geschmack mit Honig süßen.

Immun-PusherZwei Orangen mit einem Esslöffel Sanddorn vermischen und möglichst frisch trinken.

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