alangu nach „Die Höhle der Löwen“: So geht es weiter für das Gebärdensprachen-Team
Mit alangu wollten Alexander und Christina Barrieren für Gehörlose abbauen. Was plant das Team nach „Die Höhle der Löwen“?
Schon der Auftritt von alangu war etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit den Dolmetscherinnen Sophia und Sandra präsentierten Alexander und Christina ihre Vision von einer inklusiven, digitalen Welt. Denn für rund 70 Millionen Gehörlose weltweit ist Gebärdensprache die Muttersprache – Schriftsprache dagegen oft eine große Hürde.
Mit dem innovativen Gebärdensprach-Avatar-Baukasten von alangu können Kommunen ihre Online-Angebote jetzt ganz einfach barrierefrei machen: Informationen vom Personalausweis bis zum Freizeit-Tipp werden automatisch in Gebärdensprache übersetzt. Möglich macht das eine KI-gestützte Technologie, die auf Motion-Capture-Daten basiert und schon heute über 140 Themen abdeckt.
„Wir entwickeln von der Community – für die Community“, betont Christina Schäfer. Und Alexander ergänzt: „Unsere Vision ist eine digitale Welt, die wirklich für alle zugänglich ist.“
alangu bei „Die Höhle der Löwen“: Große Vision, großes Angebot
Mit viel Herz und Know-how stellten die Gründer ihr Angebot vor: 900.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile. Seit dem Start 2023 hat alangu bereits knapp eine Million Euro Umsatz gemacht – und die Pläne sind ehrgeizig: 4,5 Millionen Euro Umsatz für 2026, acht Millionen für 2027.
Die Löwinnen und Löwen hörten aufmerksam zu, doch es gab auch kritische Fragen: Carsten Maschmeyer störte sich an der Definition von KI, denn alangu setzt vor allem auf Algorithmen. Auch Janna Ensthaler sah hier ein Problem, denn die technische Entwicklung könnte bald dazu führen, dass KI Gebärdensprach-Avatare in Sekundenschnelle generiert – und alangu damit für viele Kommunen weniger attraktiv wird. Zudem fehlten weitere Teammitglieder auf der Bühne und die Rolle von Christina im Team blieb unklar. Die hohe geforderte Summe tat ihr Übriges: Am Ende entschied sich kein Löwe für einen Deal.
Wie geht es für alangu weiter?
Auch ohne Löwen-Deal gibt das Team von alangu nicht auf! Online sind die innovativen Übersetzungsleistungen weiterhin verfügbar und auf der Funding-Plattform Companisto nähert sich das Start-up mit großen Schritten dem neuen Investmentziel von 380.000 Euro. Die Vision bleibt: Eine digitale Welt, in der wirklich alle Menschen Zugang zu Informationen haben – und in der Gebärdensprache endlich selbstverständlich wird.









