Kinderbuchautor Janosch ist der Vater der Nation – aber hat er eigentlich eigene Kinder?
Mit Figuren wie Tiger, Bär und der Tigerente hat Janosch Generationen von Kindern begleitet. Der Autor, der mit bürgerlichem Namen Horst Eckert heißt, feierte gestern seinen 95. Geburtstag. Doch während viele ihn als „Vater der Nation“ sehen, stellt sich eine persönliche Frage: Hat er eigentlich selbst Kinder?
Kaum jemand hat die Kindheit so vieler Menschen geprägt wie Janosch. Seine Geschichten über Freundschaft, Fernweh und die kleinen Freuden des Lebens gehören seit Jahrzehnten zu den Klassikern der Kinderliteratur. Am 11. März wurde der Autor und Illustrator, der eigentlich Horst Eckert heißt, 95 Jahre alt – und blickt auf ein außergewöhnliches Leben zurück. Gerade weil seine Figuren Millionen Kindern ein Gefühl von Zuhause und Freude gegeben haben, fragen sich viele: Hat Janosch eigene Kinder?
Janosch: Der Mann hinter Tigerente, Tiger und Bär
Janosch wurde 1931 als Horst Eckert im oberschlesischen Hindenburg geboren, heute Zabrze in Polen. Seine Kindheit war alles andere als idyllisch: er selbst beschrieb sie als geprägt von Angst, Gewalt und einem schwierigen Elternhaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam er nach Deutschland und versuchte zunächst, seinen Weg als Künstler zu finden.
Der Durchbruch gelang ihm schließlich mit Kinderbüchern, die heute zu den schönsten Klassikern gehören – darunter „Oh, wie schön ist Panama“. Darin treten auch die Figuren auf, die bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden sind: der kleine Tiger, der kleine Bär und natürlich die Tigerente.
Insgesamt veröffentlichte Janosch im Laufe seiner Karriere Hunderte Bücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Seine Geschichten sind oft einfach erzählt und gerade deshalb so beliebt und zeitlos.
Hat Janosch eigene Kinder?
So sehr Janosch auch als „Vater“ vieler Kinderbuchfiguren gilt: Eigene Kinder hat er nicht. Stattdessen hat er sein Leben lange mit seiner Partnerin Ines geteilt, die er erst viele Jahre nach Beginn ihrer Beziehung heiratete. Gemeinsam leben sie seit Jahrzehnten auf Teneriffa. Dort genießen sie ein eher ruhiges Leben abseits des großen Medienrummels.
Warum Janosch trotzdem für viele ein „Vater“ ist
Auch ohne eigene Kinder hat Janosch Generationen geprägt. Seine Bücher erzählen von Freundschaft, Mut und davon, dass das Glück manchmal näher ist, als man denkt.
Vielleicht liegt genau darin sein besonderes Talent: Obwohl er keine eigenen Kinder hat, hat er eine ganze Welt erschaffen, in der sich Kinder – und später auch Erwachsene – verstanden fühlen. Und so bleibt Janosch für viele bis heute genau das: eine Art Vater der Kindheit.








