Was und vor allem wo?

Supermarktpreise explodieren - Lebensmittel nochmal bis zu 50% teurer

Ein Preisschock jagt den nächsten. Ab Montag müssen Kundinnen und Kunden auch beim Discounter deutlich tiefer in die Tasche greifen. Welche Produkte jetzt wo richtig teuer werden.

Milchprodukte bei Aldi werden teurer
Foto: artas/iStock

Alles wird teurer und das bereits seit Wochen, doch ein Ende der Preiserhöhungen ist leider nicht in Sicht. Auch wer regelmäßig beim Discounter einkauft, muss sich ab Montag auf einen saftigen Preisanstieg gefasst machen und das vor allem bei Produkten, die wir täglich verzehren.

Es gibt acht Dinge, die dir die Kassiererin im Supermarkt gerne sagen würde, sich aber nicht traut. Schau dir das Video an:

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Preishammer bei Aldi: Diese Produkte werden 30% teurer

Discount-Riese Aldi kündigt eine massive Preiserhöhung an. Ab Montag müssen Kunden vor allem für Fleisch, Wurst und Milcherzeugnisse deutlich tiefer in die Tasche greifen. Allein die Butter der Eigenmarke von Aldi soll rund 30 Prozent teurer werden. Der Konzern begründet die Preiserhöhung vor allem mit den stark ansteigenden Kosten für Weizen, Energie und Futtermittel im Zuge des Krieges in der Ukraine.

"Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten werden wir Sprünge in den Verkaufspreisen erleben, die es so noch nie gegeben hat", erklärt Florian Scholbeck, Geschäftsführer von Aldi Nord gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Deutschlands größter Discounter gilt in der Branche als Preisbarometer, es ist also zu erwarten, dass der gesamte Lebensmitteleinzelhandel nachziehen und ebenfalls seine Preise erhöhen wird.

Einzelhandel warnt vor Hamsterkäufen

Den wachsenden Kostendruck spüren viele Haushalte, weshalb es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Panik- und Hamsterkäufen kam. Zuletzt waren vor allem Mehl und Speiseöl knapp, doch Aldi-Chef Scholbeck beruhigt: "Es wird keine leeren Regale geben!" Zwar könne es durch die nach wie vor gestörte Lieferkette zu Engpässen kommen, aber nur für kurze Zeit. "Wenn Klopapier heute fehlen sollte, wird es morgen wieder da sein."

Rationierung bei Butter, Fleisch und Wurstwaren plant Aldi zum aktuellen Zeitpunkt nicht. "Wir bleiben bei unserem Prinzip, Artikel in haushaltsüblichen Mengen abzugeben", erklärt der Chefeinkäufer von Aldi. Auch Discount-Konkurrent Lidl setzt auf dieses Prinzip. Obwohl man die Beschränkung mittlerweile auf Konserven ausgeweitet hat. "Die Warenversorgung in den Filialen bei Lidl ist grundsätzlich sichergestellt. Lediglich bei einzelnen Produkten kann es zu Lieferverzögerungen kommen", erklärt das Unternehmen gegenüber der WAZ. Zu Preiserhöhungen wollte sich das Unternehmen jedoch nicht äußern.

Preiserhöhung bei Aldi gilt als historisch

Bereits vor zwei Wochen hat Aldi die Preise von mehr als 160 Artikeln erhört, eine Woche später folgten 20 weitere Produkte aus dem Sortiment. Die Wettbewerber zogen schnell nach. Doch die Preissteigerung gilt selbst für Aldi-Verhältnisse als historisch. In der Regel hebt und senkt Deutschlands größter Discounter die Preise in kleinen Dosen. Aber sowohl die Corona-Pandemie als auch der Ukraine-Krieg stellen die Branche vor eine großer Herausforderung. Angesichts der explodierenden Energie- und Weizenpreise können Landwirte Fleisch- und Molkereiprodukte nicht mehr zu den Konditionen produzieren, die sie einst mit Aldi verhandelt haben.

"Erzeuger zahlen in dieser Situation drauf. Deshalb muss der Handel reagieren", rechtfertigt sich Chefeinkäufer Erik Döbele. Die mittelständischen und regionalen Firmen, die Aldi nach eigenen Angaben zu seinen Lieferanten zählt, "können sich angesichts massiv steigender Kosten nicht mehr an die Verträge mit uns halten", so Döbele weiter. Um Erzeuger und Lieferanten bei der Stange zu halten, gibt Aldi die steigenden Kosten an seine Kundinnen und Kunden weiter - und das wird ab Montag richtig teuer.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Artikelbild und Social Media: artas/iStock (Symbolbild)