Narkose-TodWürzburg: Mops versehentlich beim Tierarzt eingeschläfert

In Würzburg wurde ein Mops beim Tierarzt eingeschläfert. Die Hündin sollte eigentlich nur eine Narkose bekommen, bevor er wegen eines beschädigten Zahns operiert wurde.

Mops Coco sollte eigentlich wegen einer Routine-Impfung in eine Würzburger Klinik. Doch dann entdeckte der Tierarzt etwas: „Der Tierarzt sagte, Coco habe etwas am Zahn, müsse sofort operiert werden. Er spritzte ihr Propofol, doch das Narkosemittel, an dem auch Michael Jackson starb, ging nicht in die Vene, sondern ins umliegende Gewebe", so die Hundebesitzerin Heike zur Bild. Als Heike merkte, dass es Coco schlecht ging, bat sie den Arzt den Hund zu intubieren, damit er nicht erstickt. Doch der Mediziner ging nicht auf den Wunsch ein, soll sogar noch eine weitere Dosis des Narkosemittels gespritzt haben. Daraufhin starb der Mops. 

Würzburg: Mops versehentlich beim Tierarzt eingeschläfertiStock

 

So reagierte die Tierarzt-Klinik

Die Besitzerin sieht darin ganz klar die Schuld auf Seiten der Klinik: "Coco starb durch einen eindeutigen Ärztefehler!" Heike forderte eine Stellungnahme der Klinik. „Die sagten nur, man könne den Fall jetzt nicht mehr rekonstruieren. Und der behandelnde Arzt meinte, wir sollen uns doch ein neues Tier kaufen. Niemand entschuldigte sich.” Erst als Cocos Frauchen einen Anwalt einschaltete, bewegte sich etwas: Die Klinik zahlte 750 Euro Schadensersatz. Doch Geld bringt die Mops-Hündin auch nicht zurück.

Der Geschäftsführer der Klinik gab der Bild schließlich ein kurzes Statement: „Es handelte sich nicht um einen ärztlichen Fehler, sondern um einen Zwischenfall bei der Narkose, der bei dieser Rasse nicht ungewöhnlich ist. Wir haben uns trotzdem auf einen Vergleich eingelassen. Damit ist die Sache für uns erledigt.”

Der Tiermediziner Dr. Ralf Unna aus Köln hält die Kombination aus Propofol und der Hunderasse für fatal: „Möpse haben enge Nasenlöcher, eine enge Nasenhöhle und ein überlanges Gaumensegel. Kehlkopf und Luftröhre sind oft sehr eng, die Rachenschleimhaut geschwollen", sagte er der Hamburger Morgenpost. „Es kommt häufiger zu Atemstillständen, wenn es eingesetzt wird. Die sind im OP aber keine Seltenheit. Sie führen nicht sofort zum Tod, wenn man in solchen Situationen angemessen reagiert.”

Coco wurde das Narkosemittel zum Verhängnis.

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