Nicht anfassen! Warum diese Pflanze so gefährlich ist

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Finger weg! Bärenklau kann zu fiesen Verletzungen führen!
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Finger weg von Bärenklau!

Mit ihren schönen Blüten tarnt sie ihre gefährliche Wirkung: Bärenklau wirkt auf den ersten Blick ganz harmlos, doch wer die Pflanze berührt, ist ernsthaft in Gefahr!

Brennnesseln hinterlassen fiese Pusteln auf der Haut, Disteln piecksen und auch an Dornen kann man sich böse verletzten, doch alle diese Pflanzen sind nichts im Vergleich zum hochgiftigen Bärenklau! Eine Berührung mit der eigentlich sehr hübschen Pflanze kann sogar im Krankenhaus enden.

Von Juni bis August lauert in der Flora und Fauna eine echte Gefahr, denn in dieser Zeit blüht Riesenbärenklau. Die Pflanze wird bis zu 5 Meter hoch, hat einen dicken, oft rot gesprenkelten, hohlen Stamm, der am Boden bis zu 10 cm dick sein kann. Die untere Seite der Blätter ist behaart. Die Blüten sind jeweils weiß oder gelbgrün. Mit Stil können die Blätter bis zu 3 Meter lang werden.

Nicht anfassen!

Doch so schön die Pflanze auf den ersten Blick auch ist, ihre solltet lieber die Finger davon lassen, denn der Saft der Riesenbärenklau enthält phototoxische Furancumarine. Kommt die Haut mit der Pflanze in Kontakt und trifft dazu noch Sonnenlicht darauf, bilden sich leichte bis teilweise schwere Verbrennungen. Auch noch drei Tage später kann der Kontakt der Stelle bei Sonnenstrahlung noch Rötungen, Entzündungen und Blasen verursachen. Die Heilung dauert oft Wochen.

Betroffene spürten zuerst ein Brennen auf der Haut und dann ein Anschwellen, das bis zur Bildung und Ablösung von Blasen gehen könne. Nach etwa zwei Tagen ist je nach Lichteinwirkung die schwerste Ausprägung erreicht. Auch nach dem Abklingen solltet ihr direktes Sonnenlicht meiden. Die Symptome können ambulant mit Schmerzmitteln, Kortisoncreme und durch Kühlen behandel werden.

Wo wächst Riesenbärenklau?

Riesenbärenklau wächst vor allem an Flüssen und kleinen Bächen, am Wegesrand und auf Brachländern, kann seinen Weg aber auch in den heimischen Garten finden. Solltet ihr das giftige Gewächs in eurem Garten finden, solltet ihr es am besten sofort direkt an der Wurzel ausgraben und entsorgen. Experten raten, mindestens zehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche die Wurzel durchzustechen und zu entfernen. Der Wurzelrest wird im Müll am besten mit der Schnittstelle nach oben gelegt. So wird verhindert, dass die Wurzel erneut durchtreibt.

Schmerzhafte Lektion

Ein kleines Mädchen aus Großbritannien hat auf die harte Tour lernen müssen, wie gefährlich Riesenbärenklau ist. Sie wollte ihrer Mutter eigentlich nur ein paar frische Blumen pflücken, als sie zufällig auch nach der giftigen Pflanze griff. Wenig später musste sie mit schweren Verbrennungen und Blasenbildung an den Händen ins Krankenhaus.

Das Video zeigt, wie gefährlich Riesenbärenklau sein kann. Also Finger weg und weitersagen!

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(ww2)

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