Schlagerstar

Beatrice Egli: Glückstränen! Jetzt kann sie es nicht mehr geheim halten

Beatrice Egli wirkt oft wie ein offenes Buch - dabei behält sie gewisse Dinge lieber für sich...

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Diese Frau will stets nach oben – sei es im Job oder im wahren Leben! Am 19. August erklomm die Sängerin den Gipfel des Matterhorns, ihr neues Album „Alles was du brauchst“ landete sofort auf Platz 1 der deutschen Charts. DAS NEUE BLATT traf die Schweizerin im Hotel „Indigo Berlin – East Side Gallery“ und sprach mit ihr über ihre Bergbesteigung, ungeplante Momente der Ruhe und darüber, ob Männer und Frauen wirklich Freunde sein können.

Beatrice Egli: "Ich habe geweint vor Freude!"

Beatrice Egli wirkt oft wie ein offenes Buch - dabei behält sie gewisse Dinge lieber für sich...
Foto: IMAGO / HOFER

Gratulation zur Matterhorn-Besteigung, Beatrice! Wie lange haben Sie den Muskelkater danach noch gespürt?

Zwei Tage nach dem Aufstieg war er am schlimmsten. Danach waren die Schmerzen vorbei. Was noch immer nachklingt, ist das Gefühl, es geschafft zu haben. Dieser Moment, in dem ich oben in 4 478 Metern auf der Spitze stand, war unfassbar schön und erleichternd. Ich habe geweint vor Freude!

Ziehen Sie Ihr Sportprogramm der vergangenen Monate nun auch nach der Besteigung weiter durch?

Das war in den vergangenen Monaten hart: Koordination, Kraft- und Intervalltraining mit meiner Personal Trainerin, Ausdauertraining. Jeden Tag! Es war extrem! Gegen Ende wurde es immer härter für mich, das Level zu halten, weil ich inzwischen wieder viele andere Termine im Kalender hatte. Ich bin direkt von der Live-Show mit Florian Silbereisen nach Zermatt gereist. Ich hatte keine Zeit, mich in der Höhe zu akklimatisieren und habe im Sauerstoffzelt geschlafen. Das war so eigentlich nicht geplant. Eine Pause vom Sport mache ich nicht – aber das Pensum ist deutlich reduziert im Vergleich zu vorher.

Es ist einiges passiert bei Beatrice Egli

Ihr aktuelles Album „Alles was du brauchst“ haben Sie in Spanien aufgenommen. Wie konnten Sie das trotz täglicher Präsenz auf Instagram vor Ihren Fans verheimlichen?

Ich habe insgesamt zwei Monate in Spanien, genauer in Granada, verbracht. Wer ganz genau hingesehen hat, konnte erkennen, dass die Berge, in denen ich morgens gewandert bin, nicht aussahen wie die in der Schweiz (lacht). Gewisse Dinge verheimliche ich ganz gerne.

Nach Ihrer Australienreise 2019 wussten Sie nicht so recht, wo Sie hingehören, hatten nicht einmal mehr eine eigene Wohnung. An welchem Punkt Ihrer Lebensreise stehen Sie aktuell?

Zur Zeit fühle ich mich sehr angekommen, was mein Bewusstsein als Frau und was meinen Charakter angeht. Es ist einiges passiert bei mir. Ich bin reifer geworden.

Beatrice Egli: "Für mich ist es normal, männliche Freunde zu haben"

Was tun Sie, um mehr Ruhe in Ihr Leben zu bringen? Meditieren, Yoga?

Ich denke, die Ruhe fängt langsam an zu begreifen, dass sie bei mir an der falschen Adresse ist (lacht). Allerdings hat die Pandemie eine ungewohnte Ruhe in mein Leben gebracht. Gleichzeitig hat diese Ruhe mich aber auch nervös und hibbelig gemacht. Doch auch das war letztlich gut, weil es viel Energie in mir freigesetzt hat, um neue Projekte anzugehen.

Es „rattert“ also immer bei Ihnen im Kopf?

Ja. Nur beim Klettern nicht. Da kann ich mich voll auf den Berg konzentrieren und alles andere ausblenden.

Immer wieder werden Ihnen Beziehungen zu männlichen Kollegen nachgesagt. Hand aufs Herz: Können Männer und Frauen befreundet sein ganz ohne Sex oder zärtliche Gefühle?

Klar! Eine Freundschaft zwischen Mann und Frau kann auf jeden Fall funktionieren! Für mich ist es normal, männliche Freunde zu haben. Ich bin ja mit drei Brüdern aufgewachsen, die männliche Sicht der Dinge hat deshalb schon immer zu mir gehört. Gleichberechtigung beginnt doch dort, wo wir aufhören, in Geschlechter-Kategorien zu denken. Viele Dinge bespreche ich genauso gerne mit einem Mann wie mit meinen Freundinnen. Ich mache da keinen Unterschied.

Autorin: Christine Staab

Artikelbild & Social Media: IMAGO / HOFER