Es ist Vorsicht geboten

Blitz-Eis und Schnee-Regen: Hier kannst du dich heute kaum bewegen

Glatteis, gefrierender Sprühregen und teils unwetterartiger Schneefall sorgen heute (Montag) vielerorts für Stillstand – vor allem auf Straßen, aber auch in Parks und im Bahnverkehr.

Verkehrschaos Schnee, Auto fährt im Schnee
Schneefall und Glatteis beeinträchtigen den Verkehr. Foto: IMAGO / Ardan Fuessmann
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Der Deutsche Wetterdienst warnt zum Wochenstart vor einer gefährlichen Mischung: In der Mitte und im Nordosten zieht gefrierender Sprühregen mit markanter Glätte auf, während vom Süden bis in die Mitte kräftiger Schneefall durchzieht.

Besonders betroffen von Glatteisregen sind demnach Teile von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt – vereiste Straßen, Bäume und Leitungen können den Straßen- und Schienenverkehr massiv stören.

Lkw stecken fest, THW im Einsatz

Wie heikel die Lage ist, zeigt ein Beispiel aus Baden-Württemberg: In der Nacht blieben 15 bis 20 Fahrzeuge auf einer Autobahnüberleitung nahe Weinsberg (Landkreis Heilbronn) im Schnee stecken – vor allem Lastwagen. Die Überleitung von der A6 auf die A81 Richtung Stuttgart ist für Autos wieder freigegeben, für Lkw blieb sie zeitweise gesperrt; Winterdienst und THW waren im Einsatz.

Unwetter-Schnee im Süden: Bis zu 20 cm Neuschnee in wenigen Stunden

Im Süden kann es richtig heftig werden: Laut DWD sind die Schneemengen teils unwetterartig – innerhalb von sechs Stunden könnten auf der östlichen Schwäbischen Alb und der Fränkischen Alb örtlich bis zu 20 Zentimeter Neuschnee fallen. Dazu kommt die Gefahr von Schneebruch (Äste/Bäume) und Problemen an Oberleitungen durch nassen Schnee und Wind.

Auch abseits der Straßen gibt’s Einschränkungen: Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg kündigte an, ihre Parkanlagen am Montag wegen Glatteisgefahr zu schließen – betroffen sind unter anderem Schloss Charlottenburg in Berlin sowie Schloss Sanssouci und der Park in Potsdam.

Aussicht für den Tag: Glätte bleibt zäh – Westen eher verschont

Der DWD rechnet tagsüber weiter mit leichtem bis mäßigem Schneefall, teils auch kräftiger im Norden. Im Nordosten kann gefrierender Regen im Verlauf in Schnee übergehen, die Glatteis-Situation entspannt sich aber nur langsam. Der Westen bleibt dagegen weitgehend verschont: westlich des Rheins werden kaum Niederschläge erwartet, dazu ist es mit 2 bis 5 Grad am mildesten – am Oberrhein sind sogar bis zu 7 Grad möglich.

Es gilt also: Heute besser extra Zeit einplanen, Wege wenn möglich verschieben – und bei Glätte wirklich nur raus, wenn’s sein muss.

Quellen