Achtung, Kontrolle!

Blitzermarathon 2026: Hier kontrolliert die Polizei jetzt verstärkt

In vielen Bundesländern wird in dieser Woche wieder verstärkt geblitzt. Die Polizei kontrolliert im Rahmen des Blitzermarathons die Geschwindigkeit. Wo Autofahrer*innen jetzt besonders aufpassen sollten und was bei Blitzer-Apps gilt.

Mobiler Blitzer auf einer Landstraße an dem ein Auto vorbeifährt.Auf Pinterest merken
Vom 03. bis 09. August 2026 findet der Blitzermarathon statt. Foto: iStock/deepblue4you

Fuß vom Gas! In dieser Woche kontrolliert die Polizei in vielen Teilen Deutschlands verstärkt die Geschwindigkeit. Grund dafür ist die sogenannte Speedweek, auch Blitzermarathon genannt. Ziel der Aktion: Raser stoppen und schwere Unfälle verhindern.

In diesem Jahr läuft die Kontrollwoche von Montag, 3. August, bis Sonntag, 9. August 2026 – und damit genau in der Ferien- und Urlaubszeit, wenn besonders viele Menschen mit dem Auto unterwegs sind.

Hinter der Speedweek steckt eine europaweite Aktion des Polizeinetzwerks Roadpol. Jedes Jahr finden im April und August Schwerpunktkontrollen statt. Anders als im Frühjahr gibt es im August allerdings keinen einzelnen Hauptblitzertag. Stattdessen wird die ganze Woche über verstärkt kontrolliert.

In welchen Bundesländern wird geblitzt?

Nicht alle Bundesländer beteiligen sich an der Speedweek. Laut ADAC müssen Autofahrer*innen in diesen Bundesländern aber besonders mit Blitzern rechnen:

  • Baden-Württemberg

  • Berlin

  • Brandenburg

  • Bremen

  • Hamburg

  • Hessen

  • Mecklenburg-Vorpommern

  • Niedersachsen

  • Nordrhein-Westfalen

  • Rheinland-Pfalz

  • Sachsen-Anhalt

  • Schleswig-Holstein

  • Thüringen

Nicht dabei sind Bayern, Sachsen und das Saarland. Sachsen setzt stattdessen auf eine eigene Blitzer-Aktion unter dem Motto „Die Schule hat begonnen“, die vom 17. August bis 4. September läuft.

Wo genau kontrolliert wird, verraten die meisten Bundesländer vorab nicht. Es stehen vor allem Strecken im Fokus, auf denen es häufig zu Unfällen kommt oder an denen besondere Vorsicht gefragt ist, so der ADAC. Dazu gehören unter anderem:

  • Schulen

  • Kindergärten

  • Baustellen

  • Altenheime

  • Krankenhäuser

Der ADAC begrüßt die Aktion. Denn sie soll Autofahrer*innen daran erinnern, wie gefährlich überhöhte Geschwindigkeit sein kann und so für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Durch die Medienberichterstattung würden auch Menschen auf die Aktion aufmerksam, die nicht selbst geblitzt wurden.

Darf ich eine Blitzer-App benutzen?

Viele Navigations-Apps warnen vor Blitzern, doch Vorsicht: Während der Fahrt darf eine solche Warnfunktion nicht genutzt werden. Das gilt sowohl für Fahrer*innen als auch für andere Personen im Auto.

Wer trotzdem mit einer aktiven Blitzer-App erwischt wird, muss mit 75 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Erlaubt ist dagegen, eine Blitzer-App herunterzuladen oder sich vor Fahrtantritt über bekannte Blitzerstandorte zu informieren. Verboten ist ausschließlich die Nutzung während der Fahrt.

Welche Strafen drohen bei zu schnellem Fahren?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wie hoch die Strafe ausfällt, hängt unter anderem davon ab, wie schnell gefahren wurde und ob der Verstoß innerorts oder außerorts passiert ist. Je nach Schwere drohen ein Bußgeld, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot.

Wer wird häufiger beim Rasen erwischt?

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) werden deutlich häufiger Männer als Frauen wegen Geschwindigkeitsverstößen registriert. Rund drei Viertel aller Temposünder sind männlich. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen ist die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen am häufigsten vertreten.

Wer in dieser Woche mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich deshalb besonders an die Tempolimits halten – nicht nur, um ein Bußgeld zu vermeiden, sondern vor allem für mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Quellen

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