Zeitumstellung 2026: Wann wird die Uhr umgestellt?
Zweimal im Jahr drehen wir an der Uhr: Im Frühjahr wird sie vorgestellt, im Herbst zurück. Doch wann genau ist es 2026 wieder soweit? Wir verraten dir, wann die Uhren zurückgestellt werden und was du zur Zeitumstellung wissen musst.
In Kürze drehen wir wieder an der Uhr, denn Ende Oktober steht die Umstellung auf die Winterzeit an. Die einen freuen sich über die Rückkehr zur sogenannten Normalzeit – die laut Expert*innen näher an unserer inneren Uhr liegt. Die anderen wünschen sich die Sommerzeit mit ihren längeren Abenden zurück.
Winterzeit 2026: Wann genau wird die Uhr umgestellt?
Die Zeitumstellung erfolgt in der Nacht von Samstag, 24. Oktober, auf Sonntag, 25. Oktober. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt.
Das bedeutet: Du bekommst eine Stunde mehr Schlaf. Zumindest, wenn du nicht gerade im Schichtdienst arbeitest. Denn für Schichtarbeiter*innen kann die zusätzliche Stunde natürlich auch eine Stunde mehr Arbeitszeit bedeuten.
Merkhilfen für die Zeitumstellung
Vor oder zurück? Das ist bei der Zeitumstellung jedes Jahr aufs Neue die große Frage. Mit ein paar einfachen Eselsbrücken kannst du dir aber leichter merken, in welche Richtung die Uhr gedreht wird.
Gartenmöbel-Regel: Im Frühjahr werden die Gartenmöbel vors Haus gestellt, im Herbst wieder reingeholt.
Die 2-3-2-Regel: Im Frühjahr wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt, im Herbst wieder auf 2 Uhr zurückgestellt.
Thermometer-Regel: Im Frühjahr gibt es Plus (vorstellen), im Winter Minus (zurückstellen).
Kurzform: „Im Winter hinter“ – die Uhr wird im Winter eine Stunde zurückgestellt.
Frühaufsteher-Spruch: „Im Frühjahr muss man früher aufstehen“ – die Uhren werden eine Stunde vorgedreht.
Englischer Klassiker: „Spring forward, fall back“ – im Frühling vorwärts, im Herbst zurück.

Diese Länder stellen die Uhr nicht um
Nicht überall auf der Welt werden die Uhren zweimal im Jahr umgestellt. In Deutschland gibt es die Zeitumstellung in ihrer heutigen Form seit 1980. Andere Länder verzichten dagegen auf die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit.
Dazu gehören unter anderem:
Argentinien (seit 2009)
Brasilien
China
Georgien
Grönland (seit 2022)
Indien
Indonesien
Iran
Island (seit 1968)
Japan
Marokko (seit 2018)
Mexiko (seit 2022)
Russland
Saudi-Arabien
Südafrika
Türkei
Welche Auswirkungen hat die Zeitumstellung?
Eine Stunde mehr oder weniger Schlaf klingt zunächst nicht nach einem großen Unterschied. Trotzdem kann die Zeitumstellung bei vielen Menschen für einen kleinen Rhythmuswechsel sorgen. Gerade bei der Umstellung auf die Sommerzeit, wenn die Uhr eine Stunde vorgestellt wird, berichten viele Menschen von Beschwerden.
Dazu gehören unter anderem Müdigkeit und Schlappheit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Gereiztheit und Stimmungsschwankungen. Dadurch erhöht sich die Unfallgefahr, gerade im Frühjahr.
Auch Tiere müssen sich an die veränderten Zeiten gewöhnen. Haus- und Nutztiere müssen sich beispielsweise auf andere Fütterungszeiten einstellen. Das kann zu Magen-Darm-Problemen, Blähungen oder Stress führen. Auch das Risiko für Wildunfälle kann steigen, da sich der Berufsverkehr durch die Zeitumstellung in die Dämmerungsphase verschiebt.
Abschaffung der Zeitumstellung
Viele Menschen in der Europäischen Union wünschen sich, dass die Zeitumstellung endlich abgeschafft wird. In einer nicht repräsentativen Online-Umfrage der EU-Kommission im Jahr 2018 mit 4,6 Millionen Teilnehmer*innen stimmten 84 Prozent für die Abschaffung. 2019 stimmte auch das EU-Parlament für die Abschaffung der Zeitumstellung.
Doch warum gibt es die Zeitumstellung dann immer noch?
Das EU-Parlament machte für die Abschaffung eine Einigung der Mitgliedstaaten zur Bedingung. Schließlich sollte innerhalb der EU kein zeitlicher Flickenteppich entstehen. Bisher konnten sich die Mitgliedstaaten allerdings nicht darauf einigen, ob dauerhaft Sommerzeit oder Winterzeit (Normalzeit) gelten soll.
Bis es so weit ist, müssen wir also weiterhin zweimal im Jahr an der Uhr drehen und mit dem kleinen Mini-Jetlag leben.







