Raketen & Co. bleiben Zuhause

Böllerverbot an Silvester: In diesen deutschen Städten ist zum Jahreswechsel 2019 kein Feuerwerk erlaubt

Immer mehr deutsche Städte sprechen für den Jahreswechsel 2019 ein Böllerverbot aus. Wir haben den Überblick, wo Feuerwerk an Silvester verboten ist.  

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Wer das Jahr 2019 mit Böllern, Raketen, Knallern und Co. begrüßen will, muss informiert sein: Auch dieses Jahr gelten zu Silvester strenge Verbote in Deutschlands Städten, die über die üblichen Verbotsorte wie Kirchen, Krankenhäuser und Kinder- und Seniorenheimen hinausgehen.

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Das Böllerverbot: Keine neue Diskussion

In Deutschland wird schon seit Jahren um das Böllerverbot diskutiert. Bereits im vergangenen Jahr sprachen zahlreiche Städte ein Feuerwerksverbot aus. Zwei Hauptargumente liefern die Gegner von Raketen und Co. immer wieder: Zum einen ist die Knallerei besonders in den engen Straßen von Deutschlands Innenstädten gefährlich und zum anderen sind Feuerwerke eine regelrechte Umweltsünde. Beide Argumente haben Hand und Fuß. 
Tatsächlich ist vielen der Vorfall von Silvester 2017 noch im Kopf, bei dem ein Säugling in Salzgitter ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, nachdem Jugendliche einen Böller in Richtung des Kinderwagens geschmissen hatten. Die Belastung, die das jährliche Feuerwerk auf die Umwelt hat, ist auch längst kein Geheimnis mehr. Nach Aussagen des Bundesumweltamts verschießen die Deutschen zum Jahreswechsel Raketen, Böller und Co. im Wert zwischen 100 und 150 Millionen Euro. Das führt zu einem Feinstaubausstoß von rund 4.500 Tonnen, was etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Menge entspricht. Auf Grundlage dieser Messwerte stellte 2018 zum ersten Mal eine Privatperson einen Antrag bei der Stadt Köln, in dem der Mann ein komplettes Böllerverbot forderte. 

Böllerverbot in Deutschland: Städte-Übersicht

Ganz egal, ob du wissen möchtest, wo du knallern kannst, oder ob dich interessiert, wo du Silvester ohne Böller und Co. genießen kannst: Unsere Übersicht hilft dir weiter

Bamberg: Der Bamberger Domplatz ist für Feuerwerk & Co. tabu. 

Bremen: Um das historische Rathaus zu schützen, gilt ein  Verbot am Marktplatz. Zusätzlich wurde ein Gelände am Jonaplatz zur knallfreien Zone erklärt.

Celle, Goslar, Hameln, Hildesheim, Lüneburg, Quedlingburg, Straubing, Tübingen und Wolfenbüttel: Um ihre historischen Stadtkerne zu schützen, gelten hier überall Feuerwerksverbote für den Altstadtbereich. 

Dortmund: Erst vor wenigen Tagen brach in einem Einkaufszentrum in Dortmund eine Panik aus, nachdem Böller gezündet worden waren. Kein Wunder, dass die Stadt an ihrem Feuerwerksverbot festhält. Die genauen Regelungen dazu werden zwischen den Feiertagen bekannt gegeben. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass die Gegend um den Hauptbahnhof sowie belebte Plätze in der Innenstadt wie im Jahr zuvor feuerwerksfrei bleiben. 

Düsseldorf: In der Düsseldorfer Altstadt darf zwischen dem 31. Dezember um 20 Uhr und dem 1. Januar 2019 um 20 Uhr nicht geknallt werden.

Frankfurt am Main: Am Eisernen Steg herrscht in der Silvesternacht von 21 Uhr bis 3 Uhr ein Pyroverbot. 

Göttingen: Zum dritten Jahr infolge gilt ein Böllerverbot in der Innenstadt. 

Hannover: Die Hansestadt führt das Böllerverbot in diesem Jahr ein. Verboten sind Raketen und Böller in einem Teil der Innenstadt. "Wunderkerzen und Knallerbsen können mitgebracht werden, dann ist Schluss", sagte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe der Deutschen Presse-Agentur. 

Köln: Nach den dramatischen Ereignissen in der Silvesternacht 2015/2016 sprach die Stadt Köln eine Feuerwerk-Verbotszone im Umfeld des Doms aus. In diesem Jahr wird diese Zone zwischen 22 und 2 Uhr auch um Teile der Marzellenstraße und der Komödienstraße erweitert.

Landshut: Zur knallerfreier Zone wurde Burg Trausnitz erklärt. 

München: Ein striktes Böllerverbot gilt für das Schloss Nymphenburg, die Residenz wird ab 23 Uhr sogar gesperrt. Schutzabstände müssen im Englischen Garten eingehalten werden. 

Nürnberg: Böllerverbot rund um die Burg. 

Stuttgart: keine Böller zünden darf man beim Schloss Solitude und der Grabkapelle auf dem Württemberg.

Würzburg: Wer 2019 mit Rakete begrüßen will, darf nicht auf den Residenzplatz. 

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