Chrishell Stause verlässt „Selling Sunset“: Der wahre Grund hinter ihrem Abschied

Nach neun Staffeln zieht Chrishell Stause bei „Selling Sunset“ einen klaren Schlussstrich. Warum sie die Netflix-Serie verlässt, was hinter den Kulissen wirklich passiert ist und wie es für sie weitergeht.

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Chrishell Stause verlässt „Selling Sunset“. Foto: IMAGO / Avalon.red

Nach Jahren zwischen Luxusvillen, Kamera-Drama und Cast-Konflikten ist Schluss: Chrishell Stause steigt aus „Selling Sunset“ aus. In einem ehrlichen Gespräch erklärte die 44-Jährige, warum sie endgültig genug hat und machte klar, dass sie die Reality-Welt zwar dankbar, aber ohne Reue hinter sich lässt.

Ein Schlussstrich aus Selbstschutz

„Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich die Show finanziell nicht mehr brauche“, sagt Stause. Sie sei dankbar für die Möglichkeiten, die ihr das Format eröffnet habe, doch inzwischen stehe ihre psychische Gesundheit im Vordergrund. „Ich habe das Glück, andere Beschäftigungen zu haben, denn es ist nicht mehr gut für meine mentale Balance.“

Damit beendet sie endgültig alle Spekulationen um eine mögliche zehnte Staffel. Selbst „Jesus Christus persönlich“ könne sie laut eigener Aussage nicht mehr zur Rückkehr bewegen – und auch nicht Adam DiVello, der Schöpfer von „Selling Sunset“, der sie angeblich täglich mit Anrufen und Nachrichten überhäuft habe.

Die Entscheidung kam nicht von heute auf morgen

Stause gibt zu, dass sie mit sich gerungen habe: „Da ich aus dem Nichts gekommen bin, war es wirklich schwer, so etwas abzulehnen.“ Trotzdem wuchs in ihr der Wunsch, sich zu distanzieren. Denn was Zuschauerinnen auf Netflix sehen, sei oft nur ein Ausschnitt der Realität.

„Ich verstehe, dass sie eine leichte Show machen wollen“, erklärt sie. „Aber manchmal wurden Dinge weggelassen, die mich gerechtfertigt hätten.“ Besonders die Konflikte der letzten Staffel – etwa mit Kollegin Emma Hernan und deren Freund Blake Davis – hätten sie stark belastet. Stause warf Davis unter anderem vor, transfeindliche Inhalte zu teilen und verletzende Aussagen über nicht-binäre Menschen gemacht zu haben. Ihr Partner, der Musiker G Flip, ist non-binär – und genau dieser Punkt machte die Situation für Stause umso emotionaler.

Die Schattenseiten des Rampenlichts

Wer die Serie verfolgt hat, weiß: Stause war nicht nur das Gesicht, sondern auch das emotionale Herz von „Selling Sunset“. Sie kämpfte für Offenheit, für Authentizität – und für ein faires Miteinander. Doch je mehr Ruhm kam, desto größer wurde der Druck.

Inzwischen spüre sie deutlich, dass die Reality-Welt ihr mehr schade als nutze. „Wenn sie weitermachen, wünsche ich ihnen alles Gute. Aber ich hege keinen Groll“, sagt sie. „Die Serie hat mir so viele Türen geöffnet, aber ich möchte sie nicht verbittert verlassen – auch wenn es nicht so endet, wie ich es mir gewünscht hätte.“

Ein neues Kapitel beginnt

Privat blickt Chrishell Stause nach vorn: Gemeinsam mit G Flip arbeitet sie an einem neuen Lebenskapitel – inklusive Kinderwunsch. Nach mehreren erfolglosen IVF-Versuchen hofft sie nun, durch eine Leihmutterschaft Mutter zu werden. „Es war wirklich schwer, während der Dreharbeiten eine IVF zu machen“, gesteht sie. „Aber jetzt, wo sich die Aufregung gelegt hat, werde ich es vielleicht noch einmal versuchen.“

Auch beruflich möchte sie neue Wege gehen. Sie träumt davon, eine queere Dating-Show zu moderieren oder wieder zu schauspielern – diesmal in Rollen, die zu ihrem heutigen Ich passen. „Seit meinem Coming-out habe ich viele queere Rollen gespielt. Erst wollte ich beweisen, dass ich auch hetero spielen kann – aber jetzt denke ich: Warum nicht voll und ganz dazu stehen?“

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