Perseiden 2026: Alles zum Sternschnuppenregen im Juli und August
Die Perseiden zählen jedes Jahr zu den Highlights des Sommers. Wann, wo und wie du den größten Sternschnuppenschauer 2026 beobachten kannst, erfährst du hier.

Ein Blick in den Nachthimmel lohnt sich in den kommenden Wochen besonders: Die Perseiden sorgen jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte beziehungsweise Ende August für zahlreiche Sternschnuppen. 2026 dauert das Himmelsspektakel vom 17. Juli bis zum 24. August.
Perseiden 2026: An diesem Tag erreichen sie ihr Maximum
2026 ist mit den meisten Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August zu rechnen. Das Besondere in diesem Jahr: Es herrschen perfekte Bedingungen, denn am 12. August ist Neumond. Das bedeutet, dass kein Mondlicht dich bei der Sternschnuppenbeobachtung stört – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Eine verlässliche Wettervorhersage lässt sich aber erst einige Tage im Voraus treffen. Behalte also den Wetterbericht im Auge.
Alle zwölf Jahre spielt Jupiter den Perseiden in die Karten. Durch seine Schwerkraft können besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen sein. 1992, 2004 und 2016 wurden bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet. Auch 2028 stehen die Chancen auf ein besonders spektakuläres Himmelsschauspiel wieder gut.
Der Ursprung der Perseiden
Die Perseiden, auch Laurentiustränen genannt, zählen zu den bekanntesten Sternschnuppenregen des Jahres. Ihren Namen verdanken sie dem Sternbild Perseus, denn von der Erde aus scheinen die Sternschnuppen aus dessen Mitte zu kommen. Diesen scheinbaren Ursprung bezeichnen Astronom*innen als Radianten. Tatsächlich entstehen die Perseiden durch Staub- und Gesteinsteilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn hinterlassen hat.
Tipps, um die Perseiden 2026 zu sehen
Es mag naheliegend erscheinen, den Blick auf den Radianten der Perseiden im Sternbild Perseus zu richten. Tatsächlich ist das aber gar nicht die beste Wahl.
Dr. Björn Voss, Astrophysiker und Direktor des Planetariums Hamburg, erklärt: „In anderen Himmelsregionen sind sie sogar besser zu beobachten. Denn der Radiant ist nicht die Stelle, an dem die Sternschnuppen tatsächlich anfangen, sondern der Punkt, an dem sich die Leuchtspuren treffen würden, wenn man sie in Gedanken rückwärts verlängert. Die Perseiden zeigen sich gleichmäßig über den Himmel verteilt und können überall am Firmament beginnen. Es ist sogar so, dass die Sternschnuppen länger und besser sichtbar sind, wenn sie weiter weg vom Radianten auftreten. Die Meteore in seiner Nähe sind am wenigsten spektakulär. Interessierte suchen am besten einen dunklen Ort auf dem Land auf und lassen ihren Augen eine halbe Stunde Zeit, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen.“
Was sind Sternschnuppen überhaupt?
Sternschnuppen sind Mini-Meteore aus Eisen oder Gestein von oft nur einem bis maximal zehn Millimeter Durchmesser, die mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 70 Kilometer pro Sekunde durchs All reisen - das entspricht einem Tempo von bis zu 252.000 Stundenkilometern! Gewaltige Ströme von ihnen ziehen, wie auch die Planeten unseres Sonnensystems, ihre festen Bahnen um die Sonne. Treffen sie dabei auf die Erdatmosphäre, verglühen sie in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden.
Woher kommt der Schweif der Sternschnuppen?
Anders, als viele denken, nicht durch das Verglühen der eigentlichen Sternschnuppe. Vielmehr bildet sich durch ihre hohe Geschwindigkeit und die enorme Reibungshitze eine sogenannte Plasmaspur aus Ionen und Elektronen, deren Energie ausreicht, nahegelegene Luftatome zum Leuchten zu bringen. Dieser Effekt wirkt so stark nach, dass man den Schweif oft noch sehen kann, wenn die Sternschnuppe selbst schon längst verglüht ist.
Warum heißt es eigentlich Stern-"Schnuppe"?
Als Schnuppe bezeichnete man einst das glühende Dochtende einer Kerze. Es wurde abgeschnitten, damit sie nicht rußte. Daraus leitete sich schließlich im Volksmund der Begriff Sternschnuppe ab, weil sie wie ein "Sternendocht" glühend vom Nachthimmel fällt. Und auch der Spruch "Das ist mir schnuppe" leitet sich daraus ab.
Warum soll man sich etwas wünschen, wenn man eine Sternschnuppe sieht?
Bis heute ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, wo dieser Volksglaube seinen Ursprung hat. Eine von mehreren Theorien führt ins antike Griechenland. Dort glaubte man, dass die Sternschnuppen von den Göttern selbst stammten und deshalb heilig waren. Wer das Glück hatte, ein solches Zeichen zu sichten, war deshalb begünstigt und durfte sich etwas wünschen.






