„Das ist ihr Martyrium“: Stephan Hensel bezieht nach Urteil gegen Christina Block Stellung
Nach dem endgültigen Sorgerechtsurteil für Ex-Mann Stephan Hensel spricht der Vater über mögliche Treffen zwischen Christina Block und ihren Kindern und wählt deutliche Worte.
Seit Jahren tobt zwischen Unternehmerin Christina Block und ihrem Ex-Mann Stephan Hensel ein erbitterter Streit um das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder. Nach dem jüngsten Urteil in Dänemark scheint Hensel nun endgültig das alleinige Sorgerecht zu behalten und Block darf Klara (15) und Theodor (12) vorerst nicht sehen.
Gericht bestätigt: Kein Kontakt zwischen Christina Block und ihren Kindern
Das dänische Familiengericht urteilte Anfang November, dass die Kinder weiterhin bei ihrem Vater leben sollen. Christina Block wurde jeglicher Kontakt untersagt, da laut Gericht beide Kinder traumatisiert seien und derzeit keinen Umgang mit ihrer Mutter wünschen.
Die 52-Jährige, Tochter des bekannten Steakhaus-Unternehmers Eugen Block, hatte sich gegen diese Entscheidung gewehrt und ein neues psychologisches Gutachten gefordert – erfolglos. Für sie ist das Urteil ein weiterer Tiefschlag in einem Fall, der längst auch juristisch international Wellen schlägt.
Spektakuläre Entführung an Silvester
Im Zentrum des Skandals steht eine aufsehenerregende Kindesentführung in der Silvesternacht 2023/24. Christina Block steht in Hamburg vor Gericht, weil sie laut Anklage an der Aktion beteiligt gewesen sein soll. Mehrere angeblich israelische Sicherheitskräfte sollen ihre Kinder aus Dänemark nach Deutschland gebracht haben. Block bestreitet die Vorwürfe vehement – sie habe zwar Detekteien beauftragt, um Informationen über Hensel zu sammeln, sei aber an der Entführung nicht beteiligt gewesen.
Stephan Hensel: Treffen nur, wenn die Kinder es wollen
Gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärte Stephan Hensel, er halte sich an die Empfehlungen von Experten und an die Wünsche seiner Kinder. Sollten Klara und Theodor ihre Mutter irgendwann wiedersehen wollen, wolle er gemeinsam mit ihnen überlegen, wie das möglich sei.
Nach eigenen Angaben habe Hensel bereits 2021/22 vorgeschlagen, dass Block ihre Kinder in Dänemark besuchen könne – sie habe das jedoch abgelehnt. Auch ein Treffen im Frühjahr 2023 sei vorbereitet gewesen, bis ein Mann auftauchte, der sich später als ehemaliger Mossad-Agent entpuppte. Aus Sicherheitsgründen sei der Termin daraufhin abgesagt worden.
Anwalt von Block: „Er verhindert den Kontakt“
Christina Blocks Anwalt Dr. Ingo Bott weist Hensels Darstellung entschieden zurück. Seine Mandantin versuche seit Jahren, wieder Kontakt zu ihren Kindern aufzubauen – der Vater verhindere jedoch jede Kommunikation. Ein Wiedersehen wäre „das größte Glück“ für Block, so Bott.
Block selbst hatte in Hamburg eingeräumt, Sicherheitsfirmen beauftragt zu haben, um Hensel zu observieren. Mit der Entführung habe sie aber nichts zu tun, betonte sie erneut.
„Das ist ihr Martyrium“
Für Hensel ist die Entscheidung des Gerichts eindeutig. Er folge dem, was die Kinder und Psychologen für richtig hielten. Das Verhalten seiner Ex-Frau halte er dagegen für schädlich. Aus seiner Sicht liege das eigentliche Leid darin, dass sie die Entscheidungen der Gerichte bis heute nicht akzeptiere – „das ist ihr Martyrium“, sagte er wörtlich.
Prozess in Hamburg geht weiter
Der Strafprozess gegen Christina Block läuft unterdessen weiter. In den kommenden Tagen sollen zwei leitende Manager der Block-Gruppe aussagen – darunter der ehemalige Geschäftsführer und der Finanzchef des Unternehmens. Für Block könnte die Verhandlung entscheidend werden: Sollte sie schuldig gesprochen werden, droht ihr eine Haftstrafe.







