Emotional und auf den PunktEdeka begeistert mit Facebook-Posting über eine respektlose Mutter an der Fleischtheke

Nachdem eine Mutter sich respektlos gegenüber einer Verkäuferin verhalten hatte, nahm ein Edeka-Chef seine Mitarbeiter auf Facebook in Schutz. Was er zu sagen hatte, bewegt. 
 

Inhalt
  1. Wenn du weiterhin nicht lernst… 
  2. Emotionale Worte eines engagierten Chefs
  3. Das Internet feiert den Edeka-Chef
  4. Edeka und Facebook: Immer einen Blick wert

Es ist einer dieser Momente, in denen man sich fragt, was im Kopf mancher Menschen so vorgeht. Eine junge Mutter drohte ihrem Kind im Grundschulalter mit einem Job als Fleischthekenverkäuferin bei Edeka, sollte es nicht mehr für die Schule lernen. Traurig, aber wahr. 

 

Wenn du weiterhin nicht lernst… 

Der Geschäftsführer des Edeka-Marktes im oberfränkischen Lichtenfels, Christian Werner, machte die unglaubliche Geschichte auf Facebook öffentlich – um sich für seine gut ausgebildeten Mitarbeiter einzusetzen und die respektlose Mutter in ihre Schranken zu weisen.  
"Dieser Post geht an die junge Mutter, welche heute vor unserer Fleischtheke mit dem Finger auf die Verkäuferin gezeigt hat und zu ihrem Kind sagte: 'Wenn Du weiterhin nichts für die Schule lernst, dann stehst Du auch mal dort hinten!' Dem können wir nicht zustimmen! Wenn Ihr Kind weiterhin nichts lernt, dann steht es in der Schlange am Arbeitsamt!"

 

Emotionale Worte eines engagierten Chefs

Christian Werner beließ es nicht bei der Arbeitsamt-Bemerkung. Dem Geschäftsführer des Edeka-Marktes war online deutlich anzumerken, wie sehr ihn der Vorfall bewegte. Er machte sich für seine Mitarbeiter stark:
"In unseren Filialen arbeiten nur gut ausgebildete Fachkräfte, mit Schulabschluss, und abgeschlossener Berufsausbildung. Viele mit mittlerer Reife, einige sogar mit Abitur. Und solange Menschen wie Sie mit dem Finger auf Menschen wie uns zeigen, macht es auch keinen Sinn Ihnen zu erklären, dass ein Meistertitel soviel Wert ist wie ein Studium und eine duale Ausbildung weltweit mehr zählt als ein Abitur."
Für den Marktleiter geht es allerdings nicht nur um Schulabschlüsse und Intelligenzquotienten: Die abfällige Bemerkung der Mutter sage vor allem viel über deren emotionale Bildung aus. An die junge Frau gewandt betonte Werner: 
"Einen Abschluss in Empathie und Menschlichkeit, Respekt und Wertschätzung erhält Ihr Kind nicht in der Schule – aber das erledigen wir später gerne für Sie. Falls Ihr Kind doch den Abschluss schafft. Und mit etwas Glück vielleicht dann doch hinter unserer Fleischtheke steht und eine Ausbildung macht. Und Menschen wie Sie dann trotzdem mit einem Lächeln bedient. Da es gelernt hat, dass jeder Mensch Respekt verdient hat. Auch wenn es manchmal etwas schwerer fällt!"

 

Das Internet feiert den Edeka-Chef

Auf Facebook bekommt der Edeka-Marktleiter aktuell viel Rückenwind für sein emotionales Posting. Allein in den ersten 48 Stunden im Netz klickten 69.641 Menschen auf "Gefällt mir", "Love" oder "Wütend" – Zuspruch in unterschiedlichen Facetten. Über 33.000 Menschen teilten den Post und knapp 6.000 gaben ihre Meinung dazu in der Kommentarspalte preis [Stand 31. Mai 2019].
Dabei sind sich die Facebook-User in drei Punkten einig: Edeka-Marktleiter Christian Werner ist ein grandioser Chef, Verkäufer*Innen wird zu wenig Respekt entgegen gebracht und Kinder sollten so nicht erzogen werden. 

 

Edeka und Facebook: Immer einen Blick wert

Der Fall der respektlosen Mutter an der Fleischtheke erinnert an den Facebook-Post, mit dem die Edeka-Filiale Ankermann aus dem Landkreis Gifhorn erst vor wenigen Tagen für Aufsehen sorgte: 
In einem nicht weniger emotionalen öffentlichen Posting wandten sich die Mitarbeiter an jene Kunden, die ihnen mit Pöbeleien und Beleidigungen den Arbeitsalltag erschweren. 
Auch hier reagierte das Netz mit einem Candystorm und drückte Unterstützung durch Likes, Reposts und bestärkende Kommentare aus. 
Doch nicht jedes Facebook-Posting endet mit Applaus für Edeka. Im Februar diesen Jahres hagelte es Kritik, nachdem eine Edeka-Filiale Werbung für ihr neu eingeführtes Holzbesteck machte und es als nachhaltig anpries. Dumm nur, dass das Besteck in Plastik verpackt war…

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