Royals

Erneut KI-Fakes von Kronprinzessin Elizabeth – wie greift das Königshaus ein?

Die Debatte rund um Deepfakes verschärft sich weltweit zunehmend – nun ist auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth von Belgien betroffen!

Kronprinzessin Elizabeth steht hinter einem Bouquet mit gelben Blumen. Sie lächelt.
Wie kann sowas nur passieren? Kronprinzessin Elizabeth wird bereits zum zweiten Mal Opfer von Deepfakes. Foto: IMAGO / Belga
Auf Pinterest merken

Die öffentliche Debatte über Deepfakes hat zuletzt international deutlich an Brisanz gewonnen – auch in Deutschland. Nachdem Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorgeworfen hatte, KI-generierte Bilder und Videos von ihr verbreitet zu haben, rückt nun ein weiterer Fall in den Fokus der Öffentlichkeit: Die belgische Kronprinzessin Elisabeth (24) ist erneut Opfer von manipulierten Inhalten geworden.

Fake-Profil erreicht zehntausende Nutzer

Über ein gefälschtes Profil auf Facebook wurden über mehrere Wochen hinweg zahlreiche Bilder und Videos verbreitet, die die Kronprinzessin zeigen sollten. Das Konto, das sich als Elisabeth von Belgien ausgab, konnte rund 28.000 Follower sammeln. Trotz eines falsch geschriebenen Namens glaubten viele Nutzer zunächst an die Echtheit der Inhalte – die Beiträge erhielten zahlreiche Likes und Kommentare.

Erst später wurde deutlich, dass es sich überwiegend um KI-generierte Montagen handelte. Diese zeigten unter anderem inszenierte Szenen mit ihrer jüngeren Schwester Eléonore von Belgien sowie mit Leonor von Spanien an vermeintlichen Urlaubsorten.

Besonders problematisch waren zudem sexualisierte Deepfake-Darstellungen, darunter ein Video, das die Prinzessin scheinbar tanzend in aufreizender Kleidung vor einem Gefängnis zeigt. Schon im vergangenen Jahr war ein manipuliertes Bild im Umlauf, das Elisabeth angeblich im Urlaub mit Georg von Liechtenstein zeigen sollte. Die daraufhin entstandenen Spekulationen über eine mögliche Beziehung wurden jedoch schnell beendet, nachdem das Fürstenhaus Liechtenstein klarstellte, dass auch dieses Bild vollständig KI-generiert war.

Königshaus reagiert auf die Fälschungen

Mittlerweile hat auch das belgische Königshaus von den aktuellen Fälschungen erfahren. Ein Sprecher bestätigte gegenüber der Zeitung „Het Laatste Nieuws“, dass bereits Maßnahmen eingeleitet wurden, um die Inhalte schnellstmöglich entfernen zu lassen. Das entsprechende Social-Media-Profil ist inzwischen nicht mehr erreichbar.

Nach Einschätzung des Brüsseler Anwalts Etienne Wery, der gegenüber BILD Stellung nahm, dürfte das Königshaus Facebook direkt informiert haben. In Belgien existiert derzeit kein spezifischer Straftatbestand für Deepfakes. Dennoch könnten laut ihm bestehende Gesetze greifen – etwa im Bereich Persönlichkeitsrechte, Belästigung oder unerlaubter Bildveröffentlichung.