Erotische Liebesgeschichte

Falsches Spiel und echte Nähe

Maria braucht eigentlich nur einen Fake-Freund. Aber Tobi entwickelt sich schnell zu einer echten Versuchung.

Porträt eines verliebten Paares, das sich umarmt und anlächelt.
Foto: golero/iStock
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Maria saß auf dem kleinen Sofa in der Wohnung ihrer Freundin Nina. Laute Musik wummerte aus den Bässen und Gelächter füllte den Raum. Gerade wollte sie aufstehen, um sich einen Weg durch die Leute zu bahnen und ein neues Getränk aus der Küche zu holen, da summte ihr Handy. Eine Nachricht von ihrer großen Schwester: „Wir freuen uns so auf deinen Freund! Mama plant schon das Menü. Sag ihm, Rindfleisch ist dabei, ok?“

Maria seufzte. Noch vor drei Wochen hatte sie – am Telefon leichtsinnig, weil sie dieses ewige Gedränge um ihr Single-Dasein nicht mehr ertragen konnte – ihrer Mutter vom „neuen Freund“ erzählt. Jetzt war sie eingeladen, ihn zum 60. mitzubringen. Das bereute sie nun zutiefst. Denn das Problem ist: Er existierte nicht.

Als sie das Handy gerade wieder in ihre Hosentasche stecken wollte, ließ Nina sich neben ihr auf das Sofa fallen. „Na, was machst du denn für ein Gesicht? Gefällt dir meine Party nicht?“, fragte sie belustigt. „Doch, aber ich habe was Dummes gemacht. Ich habe gelogen und das holt mich jetzt wohl ein. Ich war so genervt von meiner Familie, weil sie ständig damit ankamen, dass ich mir einen Mann zulegen soll, dass ich gesagt habe, ich hätte jetzt einen Freund. Der existiert, wie du weißt, nur nicht und jetzt soll ich ihn zum Geburtstag meiner Mutter mitbringen. Wie soll ich ihnen denn jetzt erklären, dass ich mir das nur ausgedacht hab?“ 

Als sie diese Worte aussprach, fiel ihr auf, wie lächerlich das klang. Verdammt, sie war 31 Jahre alt und hatte sogar eine Managerposition in ihrer Firma! Warum ließ sie sich von ihrer Familie so verunsichern? Nina reichte ihr ein Glas Aperol und antwortete nach einer kurzen Denkpause: „Und was ist, wenn du es ihnen einfach nicht sagst? Was du brauchst, ist ein Fake-Freund!“

Gerade in dem Moment gesellte sich Tobi zu ihnen, den Maria nur flüchtig aus Erzählungen kannte. Anna grinste: „Und ich weiß auch schon, wer sich dafür anbietet.“ Mit seinen braunen, freundlichen Augen, dem zurückhaltenden Lächeln und den braunen Locken wäre er zumindest optisch der perfekte Kandidat. Aber Maria hatte keine Lust, diesen Plan wirklich in die Tat umzusetzen. Das Ganze war ihr ja vor Nina schon peinlich genug. „Wofür würde ich mich anbieten?“, fragte Tobi genau in diesem Moment, und ehe Maria das Schlimmste noch verhindern konnte, sprudelte Nina los und tischte ihm die ganze Geschichte auf. Maria wäre am liebsten im Boden versunken.

Tobi hob die Augenbrauen, lachte überrascht und sah Maria an. „Du hast einen Fake-Date-Notstand?“ Maria zuckte verlegen mit den Schultern. „Eher ein Familien-Notstand.“

Tobi nahm einen Schluck von seinem Bier, musterte sie. „Weißt du was? Ich bin dabei. Solange es Kuchen gibt.“ „Wirklich?“ Marias Herz klopfte ein wenig schneller.

„Klar. Ich bin überzeugend freundlich, unverschämt charmant und kann sogar Smalltalk mit Omas. Außerdem habe ich ein Faible für Familienfeiern, seit meine eigenen ziemlich … sagen wir … überschaubar geworden sind.“ Nina lachte. „Besser geht's doch nicht, oder?“

Der Tag der Wahrheit

Die Tage vor dem Geburtstag war ein Wirbel aus nervösen Nachrichten, bei denen beide die Details ihrer willkürlich entworfenen Beziehung durchgingen („Nein, du bist mit mir nicht Cabrio nach Südtirol gefahren, das hätte ich meiner Familie doch erzählt!“). Maria bemerkte, dass sie sich auf die Treffen freute – zu sehr, wie sie innerlich einräumte. Vielleicht würde es ja ganz lustig werden.

Während sie gemeinsam zu Marias Elternhaus fuhren, fühlte Maria sich überraschend ruhig. Tobi war neben ihr und las nochmal die Vorbereitungsliste, die sie ihm aufs Handy geschickt hatte. Auf den Treppen vor der Haustür drehte er sich zu ihr, strich mit dem Daumen über ihren Handrücken. „Wir schaffen das. Vertrau mir.“

Das Haus war voller Stimmen, der Geruch von Braten und warmem Apfelkuchen lag in der Luft. Maria stellte Tobi vor – und er legte direkt los: charmant, höflich, herzlich. Ihre Nichten klebten an seinen Lippen, und ihre Tante lachte bei einem seiner Witze so sehr, dass sie fast vom Stuhl fiel.

Irgendwann, als sie in der Küche standen und die Gläser spülten, rempelte Tobi sie sacht an, ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen. „Du hast mir nicht erzählt, dass deine Familie so großartig ist. Oder dass deine Oma beim Bingo schummelt.“ Maria lachte auf. Sie bemerkte, dass Tobi sie immer öfter anblickte, länger als nötig, intensiver, als es die Rolle verlangte. Gegen Abend herrschte Trubel. An die 60 Gäste hatten sich in dem Haus eingefunden und langsam begannen sogar einige Leute, zu tanzen. „Tobi, wärst du so lieb und holst noch ein paar Flaschen Wein aus dem Keller? Maria, zeig ihm doch, wo sie sind“, bat Marias Mutter. Tobi zuckte mit den Schultern: „Klar, machen wir!“ „Wenn’s sein muss“, sagte Maria und folgte ihm die Stufen nach unten.

Sie tasteten sich durch den vertrauten Hausflur, am alten Handlauf über die knarrende Stufe, auf der Maria als Kind immer gesessen hatte. In dem Kellerraum beleuchtete ein schummriger Lichtschein den Perserteppich auf den Fliesen und die Marmeladengläser in den Holzregalen. Maria suchte nach einer Kiste Rotwein, während Tobi neugierig die alten Familienfotos betrachtete, die an einer Wand hingen. „Hier sieht deine Mutter fast genauso aus wie du“, bemerkte er mit einem Lächeln.

„Damals wollte ich immer so sein wie sie. Stark, charmant…“ Maria lachte leise. Tobi kam näher zu ihr an die Regalfront.

Für einen Moment hielten sie inne. Die Geräusche aus dem Haus waren kaum zu hören. Maria lehnte sich an das Regal, Tobi stand nur einen Schritt entfernt. „Weißt du, ich habe die ganze Zeit gedacht, das hier sei nur Spaß … aber irgendwie …“ Er ließ die Worte offen.

Sie spürte, wie ihr Herz raste. In dem diffusen Halbdunkel, neben den Vorratsgläsern, war plötzlich alles ganz nah – sein Blick und dann seine Hand, die zögernd ihre berührte. „Was, wenn wir einfach nicht mehr so tun, als ob?“, murmelte Maria, ihre Stimme war leise. Tobi trat den fehlenden Schritt näher. „Einverstanden.“ Tobi trat den fehlenden Schritt näher. „Einverstanden“, flüsterte er, seine Stimme kaum mehr als ein Hauch. Sanft nahm er Marias Hand, brachte sie an seine Lippen und küsste ihre Fingerspitzen, ganz behutsam. Einen Moment lang blieben sie beide in dieser zarten Berührung gefangen. Bis Maria sich an ihn schmiegte und den Kopf auf seine Brust senkte. Tobi spürte ihren warmen Atem, er spürte sie so nah, dass jede Unsicherheit zwischen ihnen verschmolz. Wie eine gefühlte Ewigkeit standen sie dort so. Marias Rücken an das Regal gedrückt und ineinander versunken.

Langsam hob er ihren Kopf, blickte tief in ihre Augen, suchte darin die Bestätigung, nach der er sich gesehnt hatte. Dann wagte er es, sich noch näher zu ihr zu beugen. Seine Lippen trafen auf ihre – fast fragend. Maria schloss die Augen und antwortete auf seinen Kuss, ließ sich ganz in seine Umarmung fallen. Als er ihre Zunge spürte, wurden seine Küsse mutiger, dringlicher.

Ihre Hände fanden den Weg unter sein Hemd, erkundeten neugierig die warme Haut darunter. Tobi spürte, wie sie in ihm jeden Nerv zu entfachen schien. Er zog sie noch näher an sich, sodass sie seinen Herzschlag spüren konnte. Ihre Lippen trafen sich immer wieder – mal sanft, mal mit drängenderer Leidenschaft, begleitet von leisen Lauten des Genießens.

Mit immer ungeduldigeren Bewegungen erforschten ihre Finger die Konturen des jeweils anderen, glitten über Rücken, Schultern, Taille. Jeder Hauch, jede Berührung entfachte ihre Lust immer weiter.

Im Zwielicht des Raums verloren sie sich in diesen hungrigen Berührungen, spürten das tiefe Verlangen, einander ganz neu zu entdecken.

Als oben jemand rief, lösten sie sich abrupt voneinander. Maria musste lachen, Tränen glitzerten in ihren Augen. „Wollen wir abhauen? Woanders weiterfeiern – nur du und ich, irgendwo ohne neugierige Tanten?“ Tobi grinste. „Nichts lieber als das.“

Noch nie hatte Maria es so eilig gehabt, von ihrer Familie loszukommen. Schnell verabschiedeten sie sich von ihrer Familie und stiegen ins Auto. Auf der Rückfahrt ließ Maria Tobi nicht aus den Augen und er nahm seine Hand nicht von ihrem Oberschenkel.

„Tja, die Grenzen zwischen ‚Fake‘ und Realität können manchmal anscheinend schneller verschwimmen, als man denkt“

Marias Hände zitterten fast vor Aufregung, als sie die Tür zu ihrer Wohnung aufschloss. Als die Tür hinter ihnen zufiel, konnte sie nichts mehr aufhalten. Erst fanden ihre Hände ineinander, dann presste Tobi seine Lippen auf ihre. Viel sicherer als bei ihrem ersten Kuss vergrub Maria ihre Hände in seinen Locken. Seine eine Hand wanderte in ihren Nacken, während die andere ihren Weg unter Marias Mantel fand und sich auf ihre Taille legte. Immer aufgeladener wurden ihre Berührungen, immer intensiver ihre Küsse.

Atemlos löste Maria sich von ihm, aber nur, um ihn hinter sich her ins Schlafzimmer zu ziehen. Keine zehn Sekunden später fand Maria sich auf ihrem Bett liegend. Tobi lag über ihr und strich ihr einige lose Haarsträhnen aus dem Gesicht, seine Zunge strich sanft über ihre Unterlippe, ehe er seine Lippen wieder mit ihren zu einem hungrigen Kuss verband. Marias Herz klopfte so sehr, dass sie Angst hatte, es könnte aus ihrer Brust springen, als seine Lippen ihren Nacken hinunterwanderten. Finger fanden langsam den Weg unter ihr Oberteil, ganz behutsam, als wollte er jede Stelle ihrer Haut entdecken. Sie genoss das Prickeln, das seine Berührungen dort hinterließen, und schloss die Augen.

Maria konnte es nicht länger aushalten und half ihm dabei, das Hemd über seinen Kopf zu ziehen. Ihre Hände fuhren über seine Brust und über seine Bauchmuskeln weiter nach unten. Zufrieden bemerkte Maria, wie Tobi unter ihrer Berührung innehielt und ihm ein Zischen entwich. Maria lächelte und küsste seine Schulter. Sanft fassten seine Hände den Saum ihres Oberteils, zogen es jetzt komplett hoch und ließen es neben das Bett fallen. Seine Küsse wurden noch fordernder. Nach und nach verschwanden, immer unterbrochen von langen Küssen, auch der Rest ihrer Kleidungsstücke.

Die Hitze zwischen ihnen wuchs und ihre Hände und Lippen fanden neue, verborgene Stellen. Seine Lippen glitten zu ihrem Bauch und wieder vergrub Maria ihre Hände in seinen Haaren. Ein leises Seufzen entglitt ihr, als er unterhalb ihres Bauchnabels angekommen war. Er setzte seine Reise fort. Spielerisch verteilte er Küsse auf der Innenseite ihrer Oberschenkel, ihrer Mitte und beschleunigte ihren Atem. Als er wieder mit seinem Kopf über ihrem war, küsste Maria ihn nochmal, lehnte sich dann über die Bettkante und zog ein Kondom unter ihrem Bett hervor, ehe sie ihre Beine um seine Hüften schlang und er seinen Körper mit ihrem verband.

Tobi spürte, wie Marias Fingernägel sanft seinen Rücken entlangfuhren, ihn noch näher zu sich zogen, während ihre Körper langsam einen Rhythmus fanden. Sie lachten leise, erstickten Kichern und heiße Worte in innigen Bewegungen, bis sich ihre Lust in Wellen steigerte.

Jetzt füllten nur noch lustvolle Seufzer und Stöhnen den Raum, bis sie beide erschöpft und glücklich nebeneinander lagen. Tobi strich über Marias Kopf und langsam fanden sie ihre Sprache wieder.

„Das hatte ich irgendwie nicht erwartet.“ Sagte Tobi. „Tja, die Grenzen zwischen ‚Fake‘ und Realität können manchmal anscheinend schneller verschwimmen, als man denkt“, sagte Maria, und zum ersten Mal seit langem hatte Maria das Gefühl, angekommen zu sein.

Hinweis

Diese Geschichte wurde von einer Wunderweib-Redakteurin mit Unterstützung von KI geschrieben.