Gerd Leienbach ist tot: Schlagerstar wurde 79 Jahre alt
Er prägte den deutschen Schlager, machte Radio-Comedy populär und erfand Kultfiguren für Generationen von Hörern. Nun ist Gerd Leienbach im Alter von 79 Jahren gestorben.
Die deutsche Unterhaltungsbranche trauert um Gerd Leienbach. Der Schlagerstar, Radiomoderator und TV-Darsteller ist im Alter von 79 Jahren verstorben. Wie das Fachmagazin Radioszene berichtet, starb Leienbach am Montag. Zur Todesursache wurden bislang keine Angaben gemacht. Mit ihm verliert die Branche einen Künstler, der Musik, Humor und Medien auf ganz eigene Weise verband.
Karrierestart als Schlagersänger
Seine Laufbahn begann Leienbach in den 1970er-Jahren als Schlagersänger. Unter dem Künstlernamen Iljan Darc veröffentlichte er ab 1972 mehrere Titel. Seine erste Single „Mädchen komm“ war eine deutschsprachige Coverversion des britischen Hits „Mouldy Old Dough“ von Lieutenant Pigeon.
Später zeigte Leienbach verstärkt seine humorvolle Seite: 1988 gründete er gemeinsam mit Axel Breitung das Duo „Fix & Fertig“, das sich auf Parodien bekannter deutschsprachiger Songs spezialisierte. Bis zur Auflösung im Jahr 1990 erschienen ein Studioalbum sowie mehrere Singles. Besonders in Erinnerung blieben „Der blonde Hans von der Bundesbahn“ und die Matthias-Reim-Parodie „Verdammt, ich schieb dich“.
Kultstatus im Radio & im Fernsehen
Parallel zur Musik etablierte sich Leienbach ab Mitte der Siebzigerjahre als Radiomoderator. Vor allem bei SWF3 wurde er zu einer prägenden Stimme. Dort erfand er nicht nur den legendären Schwarzwaldelch, sondern auch Radio-Comics mit Figuren wie Knut Buttnase oder Herr Schniepelpuhl, die bis heute Kultstatus genießen. Seine Mischung aus Comedy, Satire und Musik machte ihn zu einer festen Größe im deutschen Radio.
Auch im Fernsehen war Leienbach präsent: Von 1981 bis 1984 gehörte er zum Ensemble der ARD-Unterhaltungssendung „Bananas“, in der er als Comedian und Sketch-Darsteller an der Seite von Frank Zander, Olivia Pascal und Herbert Fux auftrat. In späteren Jahren arbeitete er zudem für die Radiosender RPR1 und RPR Zwei.







