„Goodbye Deutschland“: Wie geht es Jürgen Ortmann und seiner Familie?
Jürgen will auf Mallorca ein Partylokal eröffnen und zieht alleine los. Seine Familie bleibt vorerst in Deutschland. Wie es den Ortmanns heute geht.
Die heutige „Goodbye Deutschland“-Folge (06.10.2025 um 23:05 Uhr auf VOX oder vorab im Stream bei RTL+) nimmt uns mit ins Jahr 2021. Jürgen Ortmann ist damals ohne seine Familie nach Mallorca ausgewandert, um dort ein Partylokal zu eröffnen. Erfahre, was seitdem mit ihm und seiner Familie passiert ist.
Jürgen Ortmann in „Goodbye Deutschland“: Das ist passiert
Jürgen Ortmanns will seinen Traum, auf Mallorca zu leben, in die Tat umsetzten. Auch wenn er dazu seine Heimat Bad Salzuflen in Nordrhein-Westfalen – und seine Familie – verlassen muss. Seine Frau Nicole und Tochter Charline sollen erst in eineinhalb Jahren nachkommen, wenn Charline ihr Abitur gemacht hat. Sohn Justin will in Deutschland bleiben.
„Ich freue mich für ihn, aber nicht für mich“, sagt Nicole über Jürgens Vorhaben. „Es ist ja sein Traum, den wir mitleben“, erklärt sie. „Das ganze Leben ist verrückt mit ihm.“
Der Plan ist es, auf der Urlaubsinsel eine Spaßkneipe an der Cala Rajada zu eröffnen: das „Anno 66“. Jürgens Konzept beinhaltet eine deutsch-mexikanische Küche und Event-Abende, „von Travestie-Shows bis DDR-Mottoabende“. Während seiner Abwesenheit soll sein Bruder die gemeinsame Kneipe weiterführen, die die beiden bereits vor Jahren gründeten und auch „Anno 1966“ nannten.
Vor seiner Abreise wurde Jürgen von Familie und Freunden bei den Vorbereitungen unterstützt. Doch es sollte sich herausstellen, dass das Namensschilderausschneiden nicht reicht, um eine Bar aufzumachen …
Jürgen fliegt ohne Rückflugticket nach Mallorca. Dort angekommen machen sich Jürgen und sein Geschäftspartner Marcus auf den Weg, die Lokalität zu kaufen. Bisher gibt es keinen Vertrag. Sie kaufen das Lokal für eine „mittlere sechsstellige Summe“. Innerhalb von zwei Monaten soll die Bar eröffnen. Die monatlichen Fixkosten betragen 40.000 Euro. Die Zeit drängt also.
Der Hafen von Cala Rajada ist allerdings keine Partymeile. Wie blauäugig das Vorhaben ist, merken Marcus und Jürgen noch. Die Sanierung wird aufwendiger und teurer als gedacht: Knapp 180.000 Euro statt 60.000 Euro fallen an. Es wurden bereits zehn Mitarbeiter:innen eingestellt. Das, was Jürgen eigentlich an Mallorca reizend fand, wie die Entspannung und Gelassenheit, stört ihn plötzlich stark. Liefertermine werden nicht eingehalten und niemand sei verlässlich. Und dann erhält er auch noch ein Musikverbot. Nichts läuft mit. Und dann kommt auch noch Jürgens Heimweh dazu.
Zur großen Eröffnung im Frühjahr 2022 reisen über 70 Gäste aus Deutschland an. Das Wiedersehen nach drei Monaten ist sehr sentimental und tränenreich. Und nach langem Bangen erhält Jürgen die Genehmigung, die Bar zu eröffnen. Die erste Party in der Bar scheint vielversprechend.
Zweieinhalb Monate nach der Eröffnung besuchen Nicole, Charline und Justin Jürgen wieder auf Mallorca. Der Familienvater will ihnen ihre neue Wohnung zeigen. Die Familie freut sich. Doch erreicht er damit sein Ziel? Wird Nicole doch eher mit Charline nach Mallorca ziehen? Nein, es bleibt beim alten Plan, betont Nicole.
Und wie geht es mit der Bar weiter? Bisher zieht sie Kundschaft an, aber Jürgen ist noch nicht zufrieden. Sein Fazit: „Größte Warnung an alle, die auswandern wollen: Stellt euch das mal schwer vor und dann wird’s schwerer.“
Und er betont auch, dass er sein Vorhaben abbrechen werde, wenn er damit nicht glücklicher werde. Das heißt, wenn seine Familie nicht nachkommt, will er nicht alleine auf Mallorca bleiben. Und dazu kam es 2023 auch. Wie die Mallorca Zeitung berichtete, brach Jürgen sein Projekt ab und zog zurück nach Deutschland. Das „Anno 66“ sei im Frühjahr 2023 geschlossen worden und wurde verkauft.
Bei seinem Traum vom Leben auf Mallorca schien Jürgen nicht genug darüber nachgedacht zu haben, wie sehr es das Leben seiner Familie auf den Kopf stellen würde, geschweige denn, ob seine Frau und Kinder überhaupt einen Platz in seiner Parallelwelt finden wollten.
Und was macht Jürgen Ortmann heute?
Jürgen Ortmann scheint nach seinem Goodbye Deutschland Abenteuer wieder in seine Rolle als Co-Leiter der Kneipe „Anno 1966“ in Bad Salzuflen geschlüpft zu sein, die er zusammen mit seinem Bruder Uwe führt. Nicole wird auf der Website als Buchhalterin aufgeführt.









