Hitzewelle im Herbst: So warm soll es noch werden!
Herbst, oh Herbst, wo bist du nur? Nicht in Deutschland. Warum wir aktuell einen zweiten Spätsommer erleben und wie warm es noch werden soll.
Der Herbst macht in dieser Woche eine unerwartete Pause. Statt grauer Wolken und Nieselregen zieht eine warme Luftwelle über große Teile Deutschlands. Doch die kommt das?
Wann spricht man von einer Hitzewelle?
Von einer klassischen Hitzewelle im Sommer kann zwar keine Rede sein, doch meteorologisch erfüllt das Wetter die Definition durchaus: Laut der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) spricht man von einer Hitzewelle, wenn die Tageshöchsttemperaturen an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen fünf Grad über dem jahreszeitlichen Durchschnitt liegen. Und genau das passiert aktuell überall in Deutschland – jedoch besonders im Norden und westlichen Regionen wie Köln, dem Ruhrgebiet und Teilen von Rheinland-Pfalz.
Bis zu sieben Grad über dem Mittel - warum ist es so warm?
Seit Dienstag steigen die Temperaturen in diesen Regionen konstant über die Norm. In Hamburg gab es so Temperaturen bis 16 Grad, rund fünf Grad über dem Durchschnitt – am Mittwoch (05. November) sogar bis zu sieben Grad. Verantwortlich für die ungewöhnlichen Temperaturen ist eine stabile Hochdrucklage über Europa, die warme Luft aus südlichen Regionen nach Deutschland lenkt. Meteorologen sprechen in diesem Zusammenhang auch vom sogenannten Martini-Sommer*.
Wie sieht es in den nächsten Tagen aus?
Auch in der kommenden Woche hält sich die milde Witterung: 10 bis 12 Grad sind realistisch, vereinzelt sogar noch bis zu 15 Grad. Anschließend soll es dann jedoch wirklich in den Herbst gehen – mit frischen Temperaturen zwischen 1 und 7 Grad.
*Was ist ein Martini-Sommer?
„Martini-Sommer“ bezeichnet in der Schweiz und in Süddeutschland eine volkstümliche Bezeichnung für eine meist auftretende Schönwetterphase gegen Ende der ersten Novemberwoche.







