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Jürgen Drews: Kein Bett im Kornfeld - So hart war seine Kindheit!

Jürgen Drews lebt heute ein gutes Leben, sein sonniges Gemüt ist immer präsent. Kaum jemand ahnt deshalb, wie hart seine Kindheit war...

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Jürgen Drews Kindheit: Es ging ums nackte Überleben

Jürgen Drews lebt heute ein gutes Leben. Kaum jemand ahnt, wie hart seine Kindheit wirklich war...
Foto: IMAGO / Chris Emil Janßen

Kurz vor Kriegsende, am 2. April 1945, wurde Jürgen Drews (76) in Nauen im brandenburgischen Havelland geboren. Sein Vater, ein Arzt, war kurz zuvor mit seiner hochschwangeren Frau aus dem von Bomben bedrohten Berlin aufs ruhigere Land geflohen. Später zog die Familie weiter nach Schleswig. Dort lebte der Schlagerstar mit seinen Eltern und anderen Flüchtlingen anfangs in einer ehemaligen Kaserne.

Eine der größten Anstrengungen der Nachkriegsjahre war – viele erinnern sich noch – ein Dach über dem Kopf zu haben und die Nahrungsbeschaffung. Denn es gab so gut wie nichts zu essen. Jeder bekam zwar eine Lebensmittelkarte, aber dass man alles, was darauf stand, auch besorgen konnte, war keinesfalls sicher. Aus heutiger Sicht ist es nur schwer vorstellbar, aber es ging ums nackte Überleben.

Jürgen Drews: Einfach nur Kind sein gab es nicht

Auch die Kindheit von Jürgen Drews, ein Kind der „Stunde Null“, war geprägt von anstrengender körperlicher Feldarbeit und Hunger. „Mein Vater schickte mich zu einem Bauern in der Nachbarschaft zum Ernten. Das war richtig harte Arbeit“, erinnert sich der Schlagerstar, der seit über 60 Jahren Musik macht. „Da liefen drei, vier Leute gleichzeitig in Reihen über den Acker und sammelten die Kartoffeln auf.“ Tatsächlich war er nicht wohlgenährt, sondern schon von der Arbeit total ausgemergelt, konnte kaum mit den anderen mithalten, wie der heutige Mallorca-König verrät: „Ich musste mich gewaltig anstrengen, habe aber die Zähne zusammengebissen.“

Zeit zum Spielen mit Freunden oder einfach nur Kind sein gab es für den Künstler kaum. Und das galt für die meisten Kinder dieser Zeit. In positiver Erinnerung bleibt für Jürgen Drews aber die Mittagspause: „Vollkommen ausgehungert setzten wir uns an einen Tisch und bekamen Grießbrei mit Apfelmus. Ich habe nie wieder so leckeren Grießbrei gegessen wie damals.“

Autor: Redaktion Retro

Artikelbild & Social Media: IMAGO / Chris Emil Janßen