Iran-Krieg

Kerosin-Krise: Vorräte nur noch bis Ende Mai - Ist mein Sommerurlaub in Gefahr?

Die Sperrung der Straße von Hormus macht die Kerosin-Vorräte knapp. Jetzt steht fest, wann Europa keinen Treibstoff mehr für die Urlaubs-Flieger hat.

Flugzeuge der Lufthansa und Eurowings stehen am Flughafen.
Das Kerosin in Europa wird knapp: Stehen bald die Flieger still? Foto: Imago / Breuel Bild
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Die Nachricht trifft viele Urlauber:innen mitten in der Planung: In Europa könnte das Kerosin bald knapp werden. Laut Expert:innen reichen die Vorräte nur noch wenige Wochen. Doch was bedeutet das konkret für den Sommerurlaub – und müssen Reisende jetzt wirklich um ihre Flüge bangen?

Energiekrise spitzt sich zu

Auslöser der angespannten Lage ist die Situation rund um die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für Öltransporte weltweit. Werden Lieferungen dort aufgrund des Kriegs im Iran weiter gestört, könnte das direkte Folgen für den Flugverkehr haben.

Fatih Birol, Chef der Internationale Energieagentur, warnt deutlich: „Ich kann Ihnen sagen, dass wir bald die Nachricht hören werden, dass einige Flüge von Stadt A nach Stadt B aufgrund von Treibstoffmangel gestrichen werden könnten.“ Seiner Vorhersage nach reicht das Kerosin in Europa nur noch für rund sechs Wochen. Ende Mai könne es bereits so gut wie alle sein. Die Situation bezeichnet er sogar als „größte Energiekrise, die wir je erlebt haben“.

Erste Airlines reagieren bereits

Auch Fluggesellschaften bereiten sich offenbar auf mögliche Engpässe vor. So hat Lufthansa bereits interne Maßnahmen entwickelt, um auf eine Verschärfung reagieren zu können. Im schlimmsten Fall könnten ältere Maschinen vorübergehend stillgelegt werden, um Treibstoff zu sparen.

Zudem wird geprüft, ob Flüge gezielt so geplant werden, dass Maschinen an gut versorgten Standorten tanken – etwa in Deutschland, wo die Versorgung aktuell stabiler ist.

Was bedeutet das für den Sommerurlaub?

Für Reisende gibt es zunächst keinen Grund zur Panik. Ein kompletter Zusammenbruch des Flugverkehrs gilt aktuell als eher unwahrscheinlich. Allerdings könnten einzelne Strecken betroffen sein – vor allem weniger rentable Verbindungen.

Auch bei Langstreckenflügen könnte es komplizierter werden, da Flugzeuge dort zwingend vor Ort nachgetankt werden müssen. Gleichzeitig müssen sich Urlauber:innen wohl auf steigende Ticketpreise einstellen, da die Kosten für Treibstoff bereits anziehen.

Für den Sommerurlaub bedeutet das: Reisen bleibt möglich – aber teurer und möglicherweise unberechenbarer. Wer flexibel plant und die aktuellen Entwicklungen im Blick behält, ist klar im Vorteil.

Quellen