Gesund schlürfen

Knochenbrühe als Superfood: Wirkung und Rezept

Schon unsere Großmütter kochten Knochen aus. Jetzt ist Knochenbrühe wieder in aller Munde. Wie gesund ist sie und wie kann ich sie selber machen? Das Rezept

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Was macht Knochenbrühe zum heißesten Trend des Winters? Ihre Inhaltsstoffe natürlich: extraviel Gelatine, die vor allem unserem Bewegungsapparat guttut. Denn sie besteht aus Kollagen. Dieses wichtige Protein ist auch Bestandteil unserer Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder sowie von Haut und Haaren.

Mit kräftiger Brühe können wir daher nicht nur den Verschleiß der Gelenkknorpel verlangsamen und Arthrose/Arthritis entgegenwirken. Auch wer bereits an diesen Erkrankungen leidet, kann mit zwei bis drei Tassen Brühe am Tag die Schmerzen in den Gelenken lindern und seine Beweglichkeit verbessern.

Weil Kollagen auch am Aufbau der Knochen beteiligt ist, schützt die Suppe vor Knochenschwund (Osteoporose) und soll die Heilung von Knochenbrüchen beschleunigen. Zudem wird die Haut geschmeidiger und glatter.

Darüber hinaus liefert die Knochenbrühe reichlich Mineralien und Aminosäuren. Diese spielen unter anderem eine Rolle für unsere Darmgesundheit, stärken die Abwehrkräfte und halten den Blutzucker stabil.

Kalzium und Magnesium beruhigen die Nerven, hellen die Stimmung auf und lassen uns nachts gut schlafen.

Oft tragen wir Entzündungen in uns, ohne es zu merken. Doch sie rauben uns leise Energie, machen Muskeln und Gehirn träge. Die Inhaltsstoffe einer Knochenbrühe lindern Entzündungen und helfen beim Regenerieren.

Am besten geht das mit einer Suppen-Kur. Eine Anleitung dazu findest du in unserem Buchtipp (siehe unten). Wer sich grundsätzlich mehr Vitalität schenken will, genießt täglich eine Tasse der Knochenbrühe.

Das Praktische: Die Suppe lässt sich kochen, wenn Zeit ist. Dann einfach einfrieren und portionsweise im handlichen Thermobecher (ab 7 Euro, Drogeriemarkt) für unterwegs mitnehmen. So kannst du etwa zwischendurch anstelle eines süßen Teilchens oder der fettlastigen Bratwurst einen Becher Brühe genießen – egal wo. Der sättigt und belastet die Verdauung nicht. (Unten gibt es ein Rezept, wie du Knochenbrühe selber machen kannst)

Knochenbrühe ist ein uraltes Heilmittel
Knochenbrühe lässt sich ideal vorbereiten. Foto: iStock

Das Rezept für klare Knochenbrühe

Zutaten für ca. 2,5 Liter:

  • 2 kg Bio-Rinderknochen mit Fleisch/Fett (z. B. Querrippen, Ochsenschwanz, 3–4 Markknochen, Gelenke),
  • 3 EL Apfelessig,
  • 1/2 EL Pfefferkörner,
  • 4 Pimentkörner,
  • 4 Nelken,
  • 2 Lorbeerblätter,
  • 3 Stiele Thymian,
  • 1 gr. Zwiebel,
  • 1 Möhre,
  • 1 Petersilienwurzel,
  • 1/4 Sellerieknolle,
  • 1 Stange Lauch.

Zubereitung:

1. Knochen kalt abbrausen, mit 4,5 Liter kaltem Wasser in den Topf geben.

2. Gewürze, Thymian, Essig zufügen. Bei niedriger Hitze aufkochen. 6–7 Stunden bei halb aufgelegtem Deckel köcheln lassen.

3. 2 Stunden vor Ende der Garzeit die Zwiebel halbieren, in der Pfanne anrösten, bis die Schnittfläche dunkel ist.

4. Übriges Gemüse waschen, in grobe Stücke schneiden, mit der Zwiebel zur Brühe geben.

5. Diese durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen, heiß in saubere Gläser füllen. Hält 2–3 Wochen im Kühlschrank.

Buchtipp:

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