Seltenes Naturphänomen

„Leuchtender Feuerball“: Teile von Meteorit beschädigen Häuser in Deutschland

Ein ungewöhnlich heller Feuerball am Himmel hat am Sonntagabend zahlreiche Menschen beunruhigt und erhebliche Schäden an mehreren Hausdächern verursacht.

Feuerball am Himmel
Der Meteoriteneintritt hinterließ eindrucksvolle Bilder, aber auch Spuren auf den Dächern einiger Häuser (Symbolbild). Foto: iStock / Nazarii Neshcherenskyi
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Am Sonntagabend staunten die Bewohner:innen in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und weiteren Bundesländern über ein seltenes Naturschauspiel. Der Himmel wurde von einem hellen Feuerball erleuchtet. Viele Menschen meldeten das Phänomen bei Polizei und Feuerwehr. Es wurde über einen Flugzeugabsturz oder eine Rakete spekuliert. Tatsächlich handelte es sich um einen verglühenden Meteoriten, dessen Bruchstücke mehrere Dächer beschädigten.

Feuerball löst Großeinsätze in Niedersachsen aus

In Stade bei Hamburg alarmierten Anwohner gegen 19 Uhr die Behörden, nachdem sie eine leuchtende Spur am Himmel entdeckt hatten. Viele vermuteten zunächst den Absturz eines Kleinflugzeugs. Die Feuerwehr rückte gemeinsam mit Polizei, Marine-Hubschrauber und Drohne aus, konnte jedoch vor Ort keine Hinweise auf ein Unglück feststellen.

Auch in Osnabrück und Umgebung gab es zahlreiche Notrufe zu dem auffälligen Lichtphänomen. Aber weder dort noch im naheliegenden Emsland wurden Hinweise auf Flugzeugtrümmer gefunden. Erst später bestätigte sich durch Polizeimeldungen der wahre Hintergrund: Es handelte sich um einen Meteoritenüberflug mit anschließender Fragmentation in der Atmosphäre.

Meteoritenfragmente beschädigen Gebäude in Rheinland-Pfalz

Während das meiste Material beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte, gelangten einzelne Teile bis zum Boden und sorgten für massive Sachschäden in Rheinland-Pfalz. In Koblenz-Güls schlug ein größeres Fragment durch das Dach eines Wohnhauses und hinterließ ein Loch von der Größe eines Fußballs. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, Personen hielten sich zwar im Haus aber nicht im betroffenen Raum auf. Die materiellen Schäden dagegen sind erheblich.

Weitere Schadensmeldungen kamen aus dem Hunsrück sowie anderen Eifel-Ortschaften. Die Behörden warnen ausdrücklich davor, mögliche Fundstücke anzufassen oder mitzunehmen. Stattdessen sollten solche Funde umgehend den Behörden (unter der Notrufnummer 110) gemeldet werden.

Quellen