Verletzungen vorbeugen: Diese 5 Tipps sorgen für ein sicheres Rodelvergnügen
Schnee bedeutet für Kinder unbeschwertes Rodelvergnügen. Doch damit es auch sicher ist, solltet ihr diese 5 Regeln beachten.
Glätte, Schnee und Eis sorgen vielerorts für Verkehrschaos, aber eben auch für glückliche Kinderaugen. Denn gerade in den Regionen, in denen es eher selten schneit, können die Kids endlich mal wieder ihre Schlitten rausholen und die lokalen Hügel herunter pesen. Leider bleiben bei dem unbeschwerten Rodelvergnügen Verletzungen nicht aus. Viele könnten aber vermieden werden, wenn Eltern und Kinder folgende Tipps beherzigen.
Rund 2.200 Rodelunfälle pro Jahr - viele lassen sich vermeiden
Zum Glück endet nicht jeder Rodelunfall im Krankenhaus. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (kurz KFV) gab es im vergangenen Jahr in Österreich jedoch rund 2.200 Rodelunfälle, bei denen ärztliche Hilfe benötigt wurde. Betroffen sind Kinder genauso wie Erwachsene. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weiter darüber, da viele Stürze gar nicht erfasst werden. Die Risiken für Rodelunfälle sind in Deutschland vergleichbar und damit auch die geschätzten Zahlen.
Verletzungen kommen meistens zustande, weil die meisten Unfallopfer gestürzt, gestolpert, gesprungen sind oder gestoßen wurden. In rund 25 Prozent der Fälle sind jedoch auch der Zusammenstoß mit statischen Objekten wie Bäumen oder Straßenschildern der Grund für Prellungen oder Brüche. Etwa acht Prozent der Unfallopfer erleiden Kopfverletzungen, rund 176 Personen pro Jahr, in schweren Fällen kommt es zu Schädel-Hirn-Traumata, die tödlich enden können. Daran erkennst du, dass sich dein Kind am Kopf verletzt hat.
Besonders Kopfverletzungen lassen sich durch das Tragen eines Helmes leicht verhindern, doch nur rund 25 Prozent machen davon Gebrauch. „Helme sind eine sehr einfache und wirksame Schutzmaßnahme beim Rodeln. Bereits ein Aufprall mit 10 km/h auf ein Hindernis kann bei Kindern zu schwerwiegenden Verletzungen – insbesondere Kopfverletzungen – führen“, betont Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit beim KFV.
Präventionstipps für ein sicheres Rodelvergnügen
Unfälle und damit verbundene Verletzungen lassen sich beim Rodeln oft vermeiden, wenn ihr und eure Kinder ein paar Tipps beachtet:
Die richtige Grundausrüstung: Helm, festes Schuhwerk, winterfeste Kleidung und Handschuhe sollten bei keinem Rodelausflug fehlen.
Sicherheitscheck: Vor der ersten Fahrt unbedingt den Schlitten auf Schäden prüfen und diese beheben. Sperren und Warnhinweise auf keinen Fall ignorieren. Nur mit Schlitten rodeln, keine anderen Gegenstände wie Backbleche, Plastiktüten, Skateboards etc. zweckentfremden.
Gesundheitscheck: Wie bei allen Sportarten gilt auch beim Rodeln, nur wer fit ist, gehört auf die Piste! Hinweis an alle Erwachsenen: Der Konsum von Alkohol ist vor oder beim Rodeln absolut tabu!
Rodelregeln einhalten: Nicht mit dem Kopf voran rodeln. Sitzt ihr zu zweit auf dem Schlitten, sollte die größere/schwerere Person immer vorn sitzen. Auf Nachtrodelpisten solltet ihr nur mit Stirnlampe und reflektierender Kleidung unterwegs sein. Und am allerwichtigsten: Überschätzt euch nicht!
Richtig bremsen: Laut eines KFV-Tests ist die Art des Bremsens ausschlaggebend. Den kürzesten Bremsweg haben bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h spezielle Rodelhandbremsen (7 Meter), dann folgt das Aufkanten, das Bremsen mit Spikes an den Schuhen (8,7 Meter), erst dann kommt das Bremsen mit regulären Winterschuhen (14,7 Meter). Wer mit Winterschuhen bremst, sollte immer mit dem kompletten Fuß bremsen und nicht nur mit den Fersen. Es gilt also immer die kompletten Fußsohlen dicht neben den Kufen auf der Rodelbahn aufzusetzen.
Wer diese Rodelregeln beherzigt, minimiert das Unfallrisiko auf der Piste um ein Vielfaches.








