„Wegen ihr die Person, die ich bin.“

„Niemand sah uns gehen“: Was macht die echte Tamara Saltzman heute?

Was in der Netflix-Serie „Niemand sah uns gehen“ wie ein düsterer Thriller wirkt, war für Tamara Trottner in den 60ern grausame Wirklichkeit. Doch wie lebt die Mexikanerin heute, Jahrzehnte nach dem Albtraum?

Valeria ist völlig aufgelöst und wird von einem Freund umarmt
In „Niemand sah uns gehen“ gab es für Valeria und ihre Kinder ein Happy End, doch wie sieht es im echten Leben aus? Foto: Netflix
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Ohne jede Vorwarnung riss ihr Vater Tamara Trottner - in der Serie Saltzman – und ihren Bruder Isaac aus ihrer vertrauten Welt: weg von der Mutter, dem Zuhause, der Kindheit. Was folgte, war eine jahrelange Odyssee durch mehrere Länder – geprägt von Angst, Ungewissheit und dem völligen Verlust von Sicherheit.

In ihren 2020 erschienenen Memoiren Nadie nos vio partir (dt. „Niemand sah uns gehen“) blickt Trottner schonungslos auf diese traumatische Zeit zurück. „Ich bin gerade fünf geworden. Dies ist der letzte Tag meiner Kindheit“, erklärte sie bereits im ersten Satz des Buches.

„Niemand sah uns gehen“ beruht auf wahren Begebenheiten

Die neue Netflix-Serie „Niemand sah uns gehen“ beruht auf den erschütternden Erinnerungen der Mexikanerin. Während das Buch jedoch die Geschichte aus der Sicht des entführten Kindes erzählt, verlagert die Serienadaption den Fokus: Sie folgt der Mutter Valeria und zeigt ihren verzweifelten Kampf, ihre Kinder wiederzufinden. Die fünfteile Serie endet mit der emotionalen Wiedervereinigung zwischen ihr und ihren Kindern. Doch was geschah nach diesem Wiedersehen? Wie lebt Tamara Trottner heute? Und wie ist das Verhätnis zu ihren Eltern?

Wie geht es Tamara Trottner heute?

„Heute sage ich immer: Ich bin nicht trotz dieser Geschichte, sondern wegen ihr die Person, die ich bin“, erklärte sie 2022 im Interview mit der mexikanischen Zeitschrift Chilango. Gegenüber Que Leer Libros fügte sie hinzu: „Zwei Jahre lang reisten wir um die Welt … und unsere Wahrnehmung von Leben, Kindheit, Liebe und Sicherheit wurde von dieser Erfahrung geprägt.“

Trotz des Erlebten hat sie ein enges Verhältnis zu ihrer Mutter aufgebaut. In einem weiteren Gespräch mit Chilango nannte sie sie eine „großartige Mama“ und sprach davon, wie viel Glück sie gehabt habe. Die letzte Einblendung in der Netflix-Serie offenbart, dass Tamara und ihr Bruder Isaac ihren Vater Leo ganze zwanzig Jahre lang nicht gesehen haben. Ob und wie sich das Verhältnis zu ihrem Vater nach dem Wiedersehen entwickelt hat, ist nicht bekannt.

Tamara hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Es wird jedoch vermutet, dass sie verheiratet ist – ein Foto, das sie Anfang des Jahres in Sri Lanka zeigt, lässt sie mit einem Mann und einem Ring am linken Ringfinger erkennen.

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