Wal Timmy: Jetzt streiten sich die Retter – es geht um Millionen
Wochenlang hofften die Retter, dass Timmy in Freiheit leben kann. Doch am Ende starb der junge Buckelwal. Und jetzt streiten sich die Retter. Der Grund: Die Kosten für die Rettung.
Am 2. Mai schienen sie am Ziel: Buckelwal Timmy war endlich in Freiheit. Auf diesen Moment hatten Millionen Menschen gewartet. Denn das Schicksal des Wals hatte sie über Wochen in Atem gehalten. Timmy lag auf einer Sandbank vor Poel fest. Sein Tod schien unausweichlich. Doch eine Initiative gab nicht auf – und schaffte das scheinbar Unmögliche.
Die Rettung soll rund zwei Millionen Euro gekostet haben
Doch das Happy End dauerte nur kurz. Mitte Mai stand fest: Timmy ist tot. Aber sein Schicksal bewegt weiter. So wurde Timmy, auch Hope genannt, zum Bühnenstar. Regisseur Alexander Klessinger inszenierte das Wal-Drama unter dem Titel „Hope stirbt zuletzt“ im Hamburger Ernst-Deutsch-Theater inszenieren. Doch während Zuschauer die Rettung noch einmal erleben, gibt es unter den Rettern Streit. Dabei geht es ums Geld.
Denn: Die Rettung soll rund zwei Millionen Euro gekostet haben. Allein die DLRG soll rund 265.000 Euro für ihre Unterstützung fordern. Und noch heute sollen Rechnungen offen sein, berichtet Bild. Der Grund: Zwischen Karin Walter-Mommert (62), Besitzerin eines der größten Trabrenn-Gestüte in Europa, und „MediaMarkt“-Gründer Walter Gunz (79) kracht es.
„Weitere Zahlungen wird es nicht geben“
Der Vorwurf: Karin Walter-Mommert hätte das Projekt zu einem großen Teil vorfinanziert. Dann stieg auch Walter Gunz ein. Und die beiden waren sich einig, dass sie sich die Kosten teilen wollen. „Doch Herr Gunz hat lediglich 300.000 Euro an mich überwiesen“, so die Unternehmerin zu BILD. „Ich hatte eine Teilung von 60:40 vorgeschlagen. Es bleibt noch eine Summe von rund einer halben Million offen.“
Walter Gunz sieht die Sache dagegen ganz anders. Seine Begründung: Karin Walter-Mommert habe das Geld ausgegeben, ohne die Kosten im Auge zu behalten. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel: „Frau Walter-Mommert hat gehandelt, als hätte sie von Herrn Gunz einen Blankoscheck. Den gab es nie. Es gab nicht einmal eine Vereinbarung. Sie hat eigenmächtig Aufträge erteilt, von denen Herr Gunz nichts wusste und die er weder beauftragt noch freigegeben hat. Trotzdem hat er freiwillig 300.000 Euro beigesteuert. Weitere Zahlungen wird es nicht geben.“
Das heißt: Karin Walter-Mommert bleibt auf den Kosten sitzen. „Das trifft mich menschlich zutiefst“, so die Millionärin zu Bild. „Während der Rettung hat Walter immer zu mir gesagt: ‚Mach, mach, mach!‘Rechnungen wollte er nach Anfrage nicht sehen oder zugesandt bekommen. Jetzt hat er einfach den Kontakt abgebrochen, versteckt sich hinter seinem Anwalt und lässt mich auf der Rechnung sitzen.“







