Wie schrecklich!

Rolf Zuckowski: "Ich konnte den Selbstmord meines Vaters nicht verhindern!"

Erstmals spricht Rolf Zuckowski über die dunkelsten Stunden seines Lebens ...

Rolf Zuckowski: Ich konnte den Selbstmord meines Vaters nicht verhindern!
Foto: IMAGO / Eventpress

Wenn er auf sein bisheriges Leben zurückblickt, dann sind da vor allem die schönen Momente: das Kennenlernen seiner Frau Monika (72), die Geburt seiner Kinder, sein großer Durchbruch als Sänger. Aber was kaum jemand weiß: Auch Rolf Zuckowski (75, "Du da im Radio") musste schwere Stunden durchleben. Im Gespräch mit NEUE POST erinnert er sich jetzt an die schlimmste Tragödie seines Lebens.

*Triggerwarnung: In diesem Artikel geht es um Suizid. Bei manchen Menschen kann dieses Thema negative Reaktionen auslösen. Bitte sei achtsam, wenn das bei dir der Fall ist!

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Er trank oft und zu viel: Vater von Rolf Zuckowski nimmt sich das Leben

"Mein Vater nahm sich am 23. Mai 1980 das Leben", beginnt er. Werner Zuckowski war als Seemann oft lange Zeit unterwegs und nur unregelmäßig bei der Familie. Und er trank oft und zu viel. "Er hat durch seinen Alkoholismus keine richtige Spur im Leben gefunden", glaubt Rolf Zuckowski. "Er wurde mit sich selbst und dem Alltag nicht fertig. Ich weiß nicht, ob man heute sagen würde, dass er Depressionen hatte. Aber es muss ja eine Verzweiflung da gewesen sein, die er nicht mehr ertragen konnte."

Wie hat es der Sänger geschafft, dieses Drama zu überstehen und trotzdem ein fröhlicher Mensch zu werden? "Ich kann es nicht sagen. Ich brauchte keine psychologische Betreuung. Wir haben uns gegenseitig in der Familie bewusst gemacht, dass wir es nicht verhindern konnten, aber dass wir uns auch nicht schuldig fühlen. Und darum haben wir nach vorn geblickt."

Mutter Gisela war sein Vorbild: Rolf Zuckowski spricht voller Stolz über seine Mutter

Vor allem seine Mutter Gisela war ihm seit jeher ein gutes Vorbild. Sie liebte es, bei der Hausarbeit zu singen. "Sie sang gerne ganz fröhliche Lieder: 'So ein Tag, so wunderschön wie heute.' Sie hat auch gerne auf dem Tisch getanzt, wenn gefeiert wurde', erinnert er sich heute mit einem Lächel. Das Wesen seiner Mutter habe stark auf ihn abgefärbt, glaubt er. "Ganz stark, ja. Sie war eine sehr behütende Mutter, sie sang uns jeden Abend in den Schlaf. Ich höre ihre Stimme noch bis heute." Und sie war immer stolz auf ihren Sohn und seinen Erfolg. Den großen Durchbruch hat sein Vater schon nicht mehr miterlebt ...

Du leidest an Depressionen oder kennst jemanden, der daran leidet? Bei der Deutschen Depressionshilfe findest Du eine Liste von Hilfsangeboten, Telefonnummern und Adressen, an die du dich wenden kannst.

Du hast Selbstmord-Gedanken oder kennst jemanden, der welche hat? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge unter telefonseelsorge.de. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 kannst du außerdem anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern bekommen, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Matthias Reim musste in seinem Leben schon viele Schicksalsschläge verkraften, mehr erfahrt ihr im Video.

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