Tragisch

Roy Black: Was wirklich in der Todesnacht geschah

Obwohl sich der Todestag von Roy Black († 48) im Oktober bereits zum 30. Mal jährt, sind die Gerüchte um sein mysteriöses Sterben noch immer nicht verstummt.

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Roy Blacks Tod: Nach 20 Jahren brach der Arzt sein Schweigen

Obwohl sich der Todestag von Roy Black († 48) im Oktober bereits zum 30. Mal jährt, sind die Gerüchte um sein mysteriöses Sterben noch immer nicht verstummt.
Roy Black: Was wirklich in der Todesnacht geschah Foto: IMAGO / Rolf Hayo

Wir sprachen mit dem Mann, der den beliebten Schlagersänger so gut wie kaum ein anderer kannte. Der Mann, der seinen leblosen Körper in der Fischerhütte untersuchte und den Totenschein ausgestellt hat: Dr. Fritz Schmidtler. Der Hausarzt und Vertraute von Gerhard Höllerich, wie Roy Black mit zivilem Namen hieß, hat sein Schweigen gebrochen und erzählt, was wirklich in der Todesnacht geschah. „Walter rief mich an. Ich sollte sofort kommen“ - „Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern“, erzählt der Arzt. „Das vergisst man nicht! Es war der 9. Oktober 1991, nachmittags. Walter hat mich angerufen und gebeten, sofort in die Fischerhütte in Heldenstein zu kommen. Er habe dort seinen Bruder tot aufgefunden… „Gerhard lag auf dem Bett, trug nur ein T-Shirt und Boxershorts. Die Leichenstarre hatte bereits eingesetzt und ich entdeckte auch Totenflecke.“ Was war passiert? Dr. Schmidtler tat, was in so einem Fall zu tun war: „Ich habe Walter sofort überzeugt, dass man nicht einfach einen Leichenwagen rufen kann. Da musste die Polizei kommen und aufnehmen, was los ist. Und die Spurensicherung. Es musste einfach ausgeschlossen werden können, dass Fremdverschulden vorlag. “Der Arzt kannte die Hütte, in der Roy Black starb. Er war ja mit ihm befreundet und besuchte ihn öfter dort. Drinnen sah alles aus wie immer. Nichts deutete auf einen Eindringling hin. Deshalb meinte Dr. Schmidtler: „Wir haben uns damals aber auch gefragt, ob er sich vielleicht selbst umgebracht hat.“…

Roy Black: Einige sprachen von Mord

Der Arzt wusste natürlich, dass der Sänger oft unglücklich und deprimiert war. Zum einen lag das wohl an seiner schweren Herzkrankheit. „Er ist zweimal operiert worden, und die Klappen waren nicht mehr richtig dicht. Trotzdem war er immer sehr nachlässig, was seine Medikamente betraf. Doch Selbstmord können wir ausschließen. Das hätte die Gerichtsmedizin anhand des Mageninhalts festgestellt“, versichert der Arzt. Es gab aber auch Fans, die sich mit dem frühen Tod ihres Idols nicht abfinden konnten und sogar von Mord sprachen. Auch das schließt Dr. Schmidtler aus: „Er hatte eine entspannte Haltung, war nicht hingerichtet, sondern wirkte, als würde er sich ausruhen. Es gab also wirklich keinen Anhalt für Suizid oder Fremdverschulden. Das Herz hat einfach versagt. Das war damals meine Diagnose, und das haben mir die Kollegen von der Rechtsmedizin bestätigt.“ Hoffentlich sind damit nun alle Zweifel beseitigt.