Mineralisch oder chemisch?Sonnencreme für Babys: So schützt du dein Kind

Babys und Sonne vertragen sich nicht allzu gut. Darum solltest du die richtige Sonnencreme fürs Baby haben. Alle Infos rund um den Sonnenschutz für dein Kind bekommst du hier.

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Inhalt
  1. Sonnencreme: Babys brauchen spezielle Pflege
  2. Sonnencreme für Babys: Lichtschutzfaktor, Inhaltsstoffe und Co.
  3. Sonnenschutz für Babys: Mineralischer oder chemischer UV-Schutz?

Ist die kalte Jahreszeit vorbei, wird das Wetter wieder freundlicher. Hast du jetzt aber Nachwuchs bekommen, stellen sich viele Fragen, zum Beispiel die nach dem richtigen Sonnenschutz fürs Baby. Welche Sonnencremes schützen und was du beachten solltest, liest du im Artikel.

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Sonnencreme: Babys brauchen spezielle Pflege

Die Sonne gefällt – nicht nur dir, auch bei Kindern ist schönes Wetter sehr beliebt. Babys sollten dagegen nur wenig direkte Sonne abbekommen – in den ersten zwölf Monaten gar keine, denn die Babyhaut ist sehr empfindlich. Indirekte Sonnenstrahlung im Schatten sollten für den Vitamin-D-Haushalt des Babys ausreichen.

Ab dem sechsten Lebensmonat kann aber für den Schutz der ungeschützten Stellen der Haut Sonnencreme für Babys verwendet werden, wenn sie mit nach draußen genommen werden, da auch im Schatten UV-Strahlen wirken können. Erst ab dem zweiten Lebensjahr kannst du dein Kind dann auch ab und an der Sonne aussetzen, zumindest mit dem entsprechenden Sonnenschutz. Dennoch sind lange Kleidung und ein Sonnenhut Pflicht.

Da die Haut deines Babys noch sehr empfindlich ist und UV-Strahlung nicht so gut abwehren kann, musst du allerdings auf die speziellen Sonnencremes für Babys zurückgreifen. Denn jeder Sonnenbrand bei einem Kind bis in die Pubertät erhöht das Risiko für Hautkrebs enorm. Sonnencreme für Erwachsene wird von Säuglingen nicht gut vertragen und sollte daher nicht verwendet werden. Der Sonnenschutz sollte etwa alle 2 Stunden erneuert werden – Ausnahmen sind, wenn das Baby im Wasser war und abgetrocknet wurde oder wenn es geschwitzt hat, dann muss er direkt neu drauf.

Sonnencreme für Babys und Kleinkinder mit Neurodermitis gibt es auch, allerdings ist es wenig sinnvoll, allgemeingültige Aussagen in diesem Bezug zu treffen. Manche Kleinen vertragen viele Cremes, solange sie keinen Schub haben – aber eben nicht alle. Daher solltest du dies mit deiner Kinderärztin absprechen. Auch UV-Schutzkleidung kann helfen.

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Sonnencreme für Babys: Lichtschutzfaktor, Inhaltsstoffe und Co.

Beim Sonnenschutz für Babys und Kleinkinder ist es wichtig, dass ein ausreichender Lichtschutzfaktor (LSF) der Creme vorhanden ist. Die Sonnencreme sollte mindestens LSF 30, besser noch 40, 50 oder 50+ betragen. Gerade am Anfang ist es wichtig, einen sehr hohen Lichtschutzfaktor zu wählen.

Wichtig ist es außerdem, dass die Sonnencreme für Babys vor UVA-Strahlen (Wellenlänge: 320 bis 400 Nanometer) und UVB-Strahlen (Wellenlänge: 280 bis 320 Nanometer) schützt. Wie gut der UVB-Schutz ist, verrät dir der Lichtschutzfaktor. Der Schutz vor UVA-Strahlen sollte allerdings auch hoch sein – und ist auf der Packung angegeben. Die EU empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des UVB-Schutzes betragen sollte. Zu beachten ist, dass auch Sonnenschirme oder Bäume UV-Strahlen nur teilweise aufhalten und bis zu 40 Prozent der Strahlung den vermeintlichen Schattenspender durchdringt.

Bei den Inhaltsstoffen der Sonnencreme für Babys gehen die Meinungen auseinander – allerdings gibt’s es ein paar Faktoren, die du unbedingt beachten musst. Die folgenden Inhaltsstoffe sollte die Sonnencreme für Kleinkinder nicht enthalten:

  • Alkohol
  • Parfüm
  • Octocrylen (ein chemischer UV-Filter)

Unbedenklich sind vor allem Naturkosmetik-Produke - wie etwa die Sonnencreme aus dem Hause Weleda. 

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Sonnenschutz für Babys: Mineralischer oder chemischer UV-Schutz?

Wichtig ist zudem die Entscheidung zwischen einer Baby-Sonnencreme mit mineralischem oder chemischem UV-Filter. Grundsätzlich ist es deine Entscheidung, welchen Schutz du für deinen Säugling wählst, allerdings können chemische UV-Filter allergieauslösend sein.

Die chemischen Filter werden zudem für Umweltzerstörungsphänomene wie die Korallenbleiche verantwortlich gemacht. Sie sind im Südsee-Staat Palau aus diesem Grund sogar schon verboten. Sonnencremes mit chemischen Filter ziehen in die Haut ein.

Die mineralischen UV-Filter hingegen wirken wie ein Spiegel auf der Haut und reflektieren die Sonne. In diesem Fall musst du dir um mögliche Hautreizungen beim Baby durch die Sonnencreme keine Sorgen machen.

Ob du dich für klassische Sonnencreme, Sonnenmilch oder ein Pumpspray entscheidest, ist deine Sache. Allerdings lässt sich die Sonnencreme im Falle von Babys am einfachsten auftragen, da sie nicht so flüssig ist wie Sonnenmilch und keine Aerosole versprüht, die das Baby einatmen könnte. Zudem ist sie ergiebiger als das Spray, von dem eine Menge in der Luft verloren geht.

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