RekordhochStrom wird noch viel teurer - So krass explodieren jetzt die Strompreise!

Keine Überraschung: Strom wird 2020 teurer. Aber schaut man sich die Zahlen in einem Zeitraum von zehn Jahren an, sind die Preise erschreckend hoch gestiegen. 

Schon Ende 2019 war klar: Die Strompreise werden auch 2020 wieder steigen. So hatte das Vergleichsportal Verivox ermittelt, dass etwa 177 örtliche Stromversorger ihre Preise um durchschnittlich 5,4 Prozent erhöhen wollen. Das bedeutet bei einem Haushalt mit etwa 4000 Kilowattstunden Mehrkosten von durchschnittlich 64 Euro pro Jahr. Jetzt kommt raus: Die Energiepreise waren noch nie so hoch wie heute.

 

Strompreise auf Rekordstand

Laut aktuellen Zahlen der Bundesregierung stiegen die Kosten im Bundesdurchschnitt seit 2009 um satte 35 Prozent an. Demnach zahlt ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden heute pro Jahr über 320 Euro mehr. Das berichtet die Augsburger Allgemeine unter der Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion. Damit erreichen die Strompreise 2020 neue Rekordstände. 

"Wir haben hier eine extrem unsoziale Umverteilung", findet die FDP-Abgeordnete Sandra Weeser. "Die schwächsten Bürger werden beim Strompreis genauso belastet wie die starken." Weeser fordere daher die Energiewende künftig stärker über CO2-Zertifikatehandel zu finanzieren, anstatt wie bisher über die Stromkunden. Zudem solle die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß reduziert werden.

Strom Preis-Schock: Alles noch viel schlimmer als befürchtet
Strompreise sind in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gestiegen.
Foto: iStock
 

Stromanstieg fatal für Industrieunternehmen

Nicht nur Privatverbraucher, auch Großunternehmen müssen tiefer in die Tasche greifen: Für einen Betrieb mit einem Jahresverbrauch von 24 Millionen Kilowattstunden bedeutet der Anstieg Mehrkosten von über 20 Millionen Euro.

Die FDP-Politikerin sieht die "Attraktivität des Standorts Deutschland" in Gefahr und warnt vor einer langsamen Deindustrialisierung. Das Problem seien laut Sandra Weeser nicht die direkten Kosten der erneuerbaren Energien. Sie sehe die hohen Zusatzabgaben durch Ökostrom-Umlage, Netzentgelte und Stromsteuer als Problem. Die reinen Erzeugerkosten würden inzwischen über die Hälfte des Strompreises ausmachen, so Weeser.

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