Tattoo gegen Vorstellungsgespräch: Warum diese ungewöhnliche Start-up-Aktion für Kritik sorgt
Ein Tattoo gegen ein Vorstellungsgespräch? Was als kreative Idee gedacht war, sorgt für heftige Kritik. Jetzt äußert sich der Mitgründer des Start-ups zu der umstrittenen Aktion.
Ein kostenloses Tattoo im Austausch für ein Vorstellungsgespräch? Was zunächst wie eine kuriose Idee klingt, entwickelte sich für das kalifornische Start-up LemonLime zu einem Aufreger im Netz.
Mitgründer Jordan Zietz hatte auf einer Afterparty angekündigt, allen ein Vorstellungsgespräch anzubieten, die sich dort kostenlos tätowieren lassen. Seine Idee dahinter: Es sollte ein „lustiger, erinnerungswürdiger Weg sein, Leute kennenzulernen“.
Vom kreativen Einfall zum umstrittenen PR-Aufreger
In einem inzwischen gelöschten Beitrag auf dem Karrierenetzwerk LinkedIn hatte Zietz zunächst erklärt, dass alle Personen ein Vorstellungsgespräch bekommen würden, die sich das LemonLime-Logo tätowieren lassen. Die Aktion kam bei vielen Menschen alles andere als gut an. Zietz löschte den Beitrag und veröffentlichte eine Entschuldigung.

Der Gründer rudert zurück, aber es bleiben Zweifel
In seinem Entschuldigungspost erklärte er, dass sich die Teilnehmer*innen das Motiv selbst hätten aussuchen dürfen und niemand aufgefordert worden sei, sich das Firmenlogo tätowieren zu lassen. Ein Screenshot des ursprünglichen Posts lässt allerdings Zweifel an dieser Darstellung aufkommen.

Doch auch unter seiner Stellungnahme riss die Kritik nicht ab. Eine Kommentatorin bezeichnete die Idee als „widerlich“, viele warfen dem Gründer mangelndes Urteilsvermögen vor. Andere verteidigten ihn und verwiesen darauf, dass Fehler gerade bei jungen Gründer*innen vorkommen können.
Tattoo gegen Vorstellungsgespräch: PR-Coup oder Eigentor?
Fest steht: LemonLime ist durch die Aktion vielen Menschen ein Begriff geworden. Ob der ungewöhnliche PR-Schachzug dem Unternehmen langfristig nutzt oder schadet, wird sich allerdings erst noch zeigen.







