Nach Seehund-Eklat an der Ostsee: Warum du keine Robben streicheln solltest
Eine Robbe am Strand zu streicheln, wirkt für viele Menschen vielleicht harmlos. Doch der Kontakt mit den Wildtieren kann Folgen haben. Diese Risiken solltest du kennen.
Sie sehen niedlich aus und wirken auf viele Menschen harmlos, doch Robben sind keine Kuscheltiere. Ein aktuelles Video von der Ostsee zeigt, warum der Kontakt mit den Wildtieren problematisch sein kann: Dutzende Menschen näherten sich einer jungen Robbe am Strand und streichelten sie.
Viele vergessen dabei: Auch wenn Robben friedlich wirken, handelt es sich um Wildtiere. Sie brauchen Ruhe und Abstand und können sich wehren, wenn sie sich bedrängt fühlen. Neben der Gefahr von Bissen oder Kratzern können Robben auch Krankheitserreger in sich tragen, die unter bestimmten Umständen auf Menschen übertragen werden können.
Diese Krankheiten können Robben übertragen
Eine Ansteckung ist zwar selten, doch durch direkten Kontakt mit Robben können Krankheitserreger auf Menschen übergehen – etwa durch Streicheln, Bisse, Kratzer oder den Kontakt mit Ausscheidungen.
Zu den möglichen Risiken gehören:
„Seal finger“ (Robbenfinger)
Eine der bekanntesten Infektionen nach Kontakt mit Robben ist der sogenannte „Seal finger“. Die bakterielle Erkrankung kann nach einem Biss oder einer Verletzung durch eine Robbe entstehen und starke Entzündungen verursachen.
Bakterielle Infektionen
Robben können verschiedene Bakterien in sich tragen, die auf Menschen übertragen werden können. Dazu gehören unter anderem Erreger, die Rotlauf (Erysipel) oder andere Haut- und Wundinfektionen auslösen können. Auch Leptospirose gehört zu den möglichen bakteriellen Erkrankungen.
Parasiten
Robben können verschiedene Parasiten beherbergen. Einige davon können auch für Menschen gesundheitlich relevant sein.
Deshalb gilt: Auch wenn eine Robbe hilflos oder zutraulich wirkt, sollte man sie nicht anfassen. Stattdessen sollte man Abstand halten und, falls das Tier krank oder verletzt wirkt, die zuständige Seehundstation informieren.







