GesetzeVerbotene Vornamen: Darum sind bestimmte Namen in diesen Ländern nicht erlaubt

Nicht jeder Vorname ist in Deutschland zugelassen. Und auch andere Ländern haben strenge Regeln, wenn es um die Namensgebung geht. Bei vielen sogar ziemlich verständlich...

Inhalt
  1. Deutschland
  2. Portugal
  3. Schweden
  4. Dänemark
  5. Island
  6. Mexiko
  7. Schweiz
  8. Saudi-Arabien
  9. Frankreich

Die Tochter von Schauspielerin Gwyneth Paltro und Sänger Chris Martin heißt Apple, Reality-Star Kim Kardashian West taufte ihr Mädchen North und Victoria und David Beckhams Sohn hört auf den Namen Brooklyn. Orte, Himmelsrichtungen und Früchte scheinen also sehr beliebt in der Promiwelt zu sein... Die USA halten es in Sachen Vornamen ohnehin nicht so streng, lediglich Zahlen wie "1000" sind verboten, dafür wäre "One Thousand" erlaubt. Verboten sind dort außerdem Titel, wie Judge, King, Duke, Master, Queen, Majesty. 

Welche Namen bei uns und in anderen Ländern verboten sind, liest du hier:

 

Deutschland

Probleme bei der Zulassung eines Vornamens kann hierzulande nur für sehr seltene ausländische Namen geben, für geschlechtsneutrale Namen (die sowohl Jungen als aus Mädchen tragen könnten) und für Namen, die Standesämter als unzumutbar für Kinder empfinden, da sie beispielsweise gehänselt werden könnten. Adolf Hitler, Osama Bin Laden, Kohl, Woodstock, Grammophon, Anakin Skywalker (ja, so wollten Eltern in Essen ihr Kind 2007 nennen), Gucci (nach dem italienischen Luxus-Designerlabel) und Stompie sind bei uns unter anderem verboten. Übrigens sind bei uns maximal fünf Vornamen erlaubt.

 

Portugal

Die Portugiesen kämpfen für den Erhalt ihrer Sprache, weshalb englische Namen, die es in anderer Form in ihrem Land gibt, nicht zugelassen werden. Zudem sind Namen, die mit einem K beginnen ausnahmslos verboten. In einer 82-seitigen Liste stehen alle Namen, die in Portugal verboten sind. Zum Glück haben Eltern ganze neun Monate Zeit um einen passenden Vornamen zu finden... Nirvana, Rihanna, Jimmy sind beispielsweise nicht erlaubt.

 

Schweden

Ein junges Paar erlaubte sich 1996 vermutlich einen Scherz, als es aus Protest wegen der Gesetze zur Namensregulierung ihren Sohn Albin nennen wollte, schriftlich aber so heißen sollte: Brfxxccxxmnpcccclllmmnprxvclmnckssqlbb11116. Diese Namen sind noch verboten: Metallica, Elvis, Superman und - und das können wir irgendwie verstehen - 
Ikea. 

Vornamen: Darum sind bestimmte Namen in diesen zehn Ländern verboteniStock

 

Dänemark

Eltern können aus 7000 Babynamen wählen, wollen sie einen für ihr Kind, der nicht auf der Liste steht, müssen sie diesen vom Ministerium für kirchliche Angelegenheiten und der Kopenhagen Universität genehmigen lassen. Etwa 20 Prozent der Anfragen werden abgelehnt. Monkey, Pluto, Ashleiy und Anus sind beispielsweise verboten.

 

Island

Sehr streng geht es auch bei der Namensgebung in Island zu. Wer einen Vornamen wählt, der nicht auf einer Liste steht, muss sich beim  Isländischen Nationalen Namenskomitee die Genehmigung einholen. Verboten sind Namen mit C, Q und W. Der Grund: Die Buchstaben kommen nicht im isländischen Alphabet vor. Die Sprach-Struktur des Lands muss zudem eingehalten werden, außerdem sollte sie der isländischen gängigen Schreibweise entsprechen. Ein Beispiel: Askja ist erlaubt, da die Endung "ja" besonders willkommen ist. Dagegen würden Carolina oder William abgelehnt werden.

 

Mexiko

Seit 2014 gibt es strenge Auflagen für Eltern, die ihren Kindern Namen verpassen wollen, unter denen sie vermutlich leiden werden. Daher gibt es eine Liste mit 61 Vornamen, die nicht erlaubt sind, darunter Batman, James Bond, Lady Di, Hermione, Traffic und Facebook. Ja, so tauften

ihre Sprösslinge - die Liste entstand nämlich aus einem Melderegister. 

 

Schweiz

Bei unseren Nachbarn sind Ortsnamen, Produkte, biblische Schurken und solche Namen verboten, die keinem Geschlecht eindeutig zuzuordnen sind oder dem Kind schaden könnten. Daher dürfen Eltern ihr Baby nicht Chanel, Mercedes oder Lausanne nennen. 

 

Saudi-Arabien

Linda ist bei uns ein schöner und beliebter Vorname. In Saudi-Arabien ist er strengstens untersagt, da er zu nah an der westlichen Welt sei und die Religion verletze. Weitere verbotenen Namen laut independent.com: Alice, Sandy und Lauren. 

 

Frankreich

Nutella, Prince William, Mini Cooper und Strawberry sind verboten. Wer einen nicht-französischen Namen fürs Baby wählt, muss diesen erst vom Gericht genehmigen lassen. Mit einer Ausnahme: Eltern, die mit Nachnamen Renault heißen, wollten ihrer Tochter vor einigen Jahren den Vornamen Mégane geben. Ist zwar französisch, aber da die Automarke so heißt, wurde der Vorname abgelehnt...

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