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Was taugen Lesebrillen aus dem Supermarkt?

Sie sind zum Schnäppchenpreis überall erhältlich. Aber machen Discounterbrillen den Gang zum Optiker überflüssig?

Frau kauft Brillen
Symbolbild Foto: GoodLifeStudio/iStock
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Diesen Moment erlebt früher oder später jeder – wenn wir merken: Ich kann das Kleingedruckte nicht mehr richtig lesen… Spätestens, wenn die Armlänge nicht mehr ausreicht, um die aufgetretene Altersweitsichtigkeit auszugleichen, ist es Zeit für eine Sehhilfe.

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Viele greifen dann zu Lesebrillen aus dem Supermarkt, der Drogerie oder Tankstelle. Zugegeben, auf den ersten Blick scheint das Modell „von der Stange“ sehr praktisch zu sein. Es ist extrem preisgünstig und tut seinen Dienst: Das Lesen der Zeitung oder Handy-Nachrichten fällt wieder leichter. Aber der Schein trügt. Denn Fertigbrillen haben auf beiden Gläsern eine identische Dioptrienstärke. Doch in der Regel sehen die Augen unterschiedlich gut und benötigen darum entsprechend unterschiedlich starke Unterstützung.

Da die Schnäppchenbrille das nicht leisten kann, können bei längerem Tragen der Lesehilfe trockene Augen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Übelkeit auftreten. Weiteres Argument gegen die günstige Brille: Der Großteil der altersweitsichtigen Menschen ist noch von weiteren Sehfehlern wie einer Hornhautverkrümmung oder Kurzsichtigkeit betroffen. Diese können nur durch individuell gefertigte Brillengläser ausgeglichen werden. Ein anderer Knackpunkt der Fertigbrille liegt in der festen Pupillendistanz. Für optimales Sehen sollte jedoch auch der individuelle Abstand zwischen unseren Pupillen berücksichtigt werden.