„Wie ein Lottogewinn“: Raphael Groß ist Marty McFly in „Zurück in die Zukunft – Das Musical“
Seit März 2026 wird Musicaldarsteller Raphael Groß im Musical „Zurück in die Zukunft“ zu Marty McFly. Wir haben mit ihm über die Vorbereitung für seine Rolle und sein liebstes Zeitreiseziel gesprochen.
Seit dem 22. März 2026 bringt „Zurück in die Zukunft – Das Musical“ die Story des Kultfilms erstmals in Deutschland auf die Bühne. Mehr als 40 Jahre nach dem Kinostart des Films im Jahr 1985 sehen wir das Kultduo Marty McFly und Doc Brown nun in einer Inszenierung mit Special Effects, neuen Songs und jeder Menge Zeitreise-Action.
Wir haben mit Raphael Groß gesprochen, der in Deutschland in die ikonische Rolle des Marty McFly schlüpft und an der Seite von Jan Kersjes als Doc Brown auftritt.
Raphael Groß im Interview über seine Rolle als Marty McFly
Was war dein allererster Gedanke, als du erfahren hast, dass du Marty McFly bist?
Als ich erfahren habe, dass ich diese Rolle spielen darf, war das ehrlich gesagt wie ein Lottogewinn. Ich weiß zwar nicht, wie es ist, wenn man im Lotto gewinnt, aber so ähnlich muss es sich anfühlen.
Wie kann man das Musical „Zurück in die Zukunft“ am besten zusammenfassen? Worauf kann sich das Publikum freuen?
Es geht um Marty McFly, der durch Zufall mit der Zeitmaschine von Doc Brown vom Jahr 1985 ins Jahr 1955 reist. Dort muss er, um sein Überleben zu retten, seine Eltern dazu bringen, sich zu verlieben und auch wieder zurück in die Zukunft kommen.
Es ist ein Riesenspektakel mit noch nie gesehener Bühnentechnik, viel Humor, Herz und natürlich Welthits wie „The Power of Love“.
Gibt es eine Szene, auf die du dich am meisten freust?
Ich freue mich am meisten auf die Szenen mit Doc und natürlich dem DeLorean.
Wie sieht dein Prozess aus, um dich auf solch eine Rolle vorzubereiten?
Neben dem Lernen der Texte und Songs habe ich schon seit zwei Monaten Gitarrenunterricht [Stand: November 2025, Anmerkung der Redaktion] für die ikonische Szene aus dem Film mit dem Song „Johnny B. Goode“. Außerdem mache ich zusätzlich zu meiner Gym-Routine noch mehr Cardio-Einheiten, um eine super Ausdauer zu haben. Denn die werde ich brauchen, da ich in der Rolle eigentlich keine Zeit off stage haben werde.
Gibt es etwas, was du von deinen bisherigen Rollen für Marty McFly mitnehmen kannst?
Ich glaube, jede Rolle ist unterschiedlich und so sollte ich sie auch behandeln. Aber meine Erfahrung, die ich in den anderen Rollen machen konnte, wie es ist, jeden Abend auf der Bühne zu stehen bezüglich Körper und Stimme, kommt mir sicher zugute. Denn all das war wahrscheinlich noch nie in dem Umfang gefordert wie nun für Marty.
Hast du denn eine Routine, die zum Einsatz kommt, wenn die Lichter aus sind und der Auftritt vorbei ist?
Ich habe keine Routine damit umzugehen, aber das Bewusstsein, dass man in die Schuhe dieser Rolle schlüpft und die beste Zeit auf der Bühne hat und das genießt, dann aber als Privatperson wieder „ganz normal“ ist. Ich bin ja auch ganz normal und habe ein ganz normales Leben, in dem ich alle Dinge wie jeder andere Mensch auch mache. Es sind dann eher Pressereisen, Termine und Fotoshootings mit viel Trubel um einen herum, wo man dann manchmal denkt: „Verrückt, wer bin ich denn überhaupt?“ Ich weiß aber auch, wenn ich wieder zurück nach Hause fahre, dann habe ich mein Umfeld, und das ist mindestens genauso wichtig, wie auf der Bühne alles zu geben.
Wenn du in der Zeit reisen könntest, wohin würdest du reisen?
Ich fände die 20er Jahre total cool. Wahrscheinlich habe ich ein zu romantisiertes Bild von den „Roaring Twenties“. Aber irgendwie reizt mich die Atmosphäre, die man aus Filmen kennt, total. Da würde ich mega gern mal schauen, wie das wirklich war.
Vielen Dank für das Gespräch, lieber Raphael!
Über Raphael Groß
Raphael Groß studierte Musical an der Musik und Kunst Privatuniversität Wien. Der gebürtige Recklinghäuser erhielt bereits mit fünf Jahren Klavierunterricht und begann früh mit Gesangs- und Tanztraining, unter anderem an der Summer School des Laine Theatre Arts College in London. Er stand als Alfred in „Tanz der Vampire“ (Wien und Deutschland) auf der Bühne und war in Produktionen wie „Next To Normal“, „Grease“, „Ku’damm 56“ und „Jesus Christ Superstar“ zu sehen. Seit 2021 veröffentlicht er eigene Musik und trat mit seiner Version von „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ vor einem Millionenpublikum in der ARD auf. Zuletzt spielte er Ren in „Footloose“, D’Artagnan in „3 Musketiere“ und Romeo in „& Julia“ in Hamburg.







