SternschnuppenregenPerseiden: Sternschnuppen in Hülle und Fülle

Sternschnuppen Sternschnuppenregen Perseiden
Wünsch dir was! Wer eine Sternschnuppe sieht, hat einen Wunsch frei
Foto: urfinguss / iStock
Inhalt
  1. Perseiden: Wann und wo sind die Sternschnuppen zu sehen?
  2. Warum sind jetzt so viele Sternschnuppen zu sehen?
  3. Warum darf man sich jetzt was wünschen?
  4. Woher kommt der Schweif der Sternschnuppen?
  5. Warum heißt es eigentlich Stern-"Schnuppe"?
  6. Was sind Sternschnuppen überhaupt?

Perseiden: Wann und wo sind die Sternschnuppen zu sehen?

Es ist wieder Sternschnuppen-Zeit! Die Perseiden sind ein Meteorstrom, der jedes Jahr in den Tagen um den 12. August bei uns einen Sternschnuppenregen bewirkt.

In der Nacht vom 11. auf den 12. August 2016 ist es wieder so weit: Die Perseiden erreichen ihren Höhepunkt!

Dieses Jahr werden die Perseiden ein besonderes Highlight. Denn alle 12 Jahre lenkt Planet Jupiter mit seiner Schwerkraft besonders viele Sternschnuppen in Richtung Erde. 1992 und 2004 waren bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde (!) zu sehen, die auch noch besonders hell waren. Am 12. August 2016 können wir - einen wolkenlosen Himmel vorausgesetzt - ähnlich viele Sternschnuppen pro Stunde am Himmel beobachten: Also überlege dir am besten schon mal ein paar Wünsche!

Seinen Höhepunkt wird der Sternschnuppenschauer 2016 bei uns leider tagsüber erreichen, gegen 14:40 Uhr am 12. August. Doch ein weiterer starker Höhepunkt wurde auf die Nacht von Donnerstag, dem 11., auf Freitag, den 12. August, zwischen 0 und 2 Uhr morgens (MESZ) errechnet, mit z. T. sehr hellen Sternschnuppen. Etwa 120 bis 130 Sternschnuppen pro Stunde werden erwartet. Auch in der darauffolgenden Nacht werden überdurchschnittlich viele Sternschnuppen erwartet, allerdings "nur noch" etwa 60 pro Stunde.

Tipp: Die besten Chancen, die Sternschnuppen zu sehen, hast du, wenn du in Richtung Ost-Südost blickst.

 

Warum sind jetzt so viele Sternschnuppen zu sehen?

Das liegt am sogenannten Perseiden-Strom (auch Schauer genannt), dessen Flugbahn jährlich von Mitte Juli (dieses Jahr ab dem 17. Juli) bis Ende August (dieses Jahr bis zum 24. August) den Kurs der Erde kreuzt. Das heißt, schon jetzt können wir vermehrt Sternschnuppen am Himmel beobachten! Den Höhepunkt hat der Perseiden-Schauer jedes Jahr in den Nächten um den 12. August.

Der bekannteste und größte Schnuppenschwarm aus dem Sternbild des Perseus besteht aus abgebrochenen Teilen des Kometen "109P Swift/Tuttle" (Durchmesser: 31,2 km), der genau auf der gleichen Bahn seine interstellaren Kreise zieht. Weitere bekannte Sternschnuppenschwärme sind die Lyriden (16. bis 25. April) und die Leoniden (14. bis 21. November).

 

Warum darf man sich jetzt was wünschen?

Bis heute ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, wo dieser Volksglaube seinen Ursprung hat . Eine von mehreren Theorien führt ins antike Griechenland. Dort glaubte man, dass die Sternschnuppen von den Göttern selbst stammten und deshalb heilig waren. Wer das Glück hatte, ein solches Zeichen zu sichten, war deshalb begünstigt und durfte sich etwas wünschen.

 

Woher kommt der Schweif der Sternschnuppen?

Anders, als viele denken, nicht durch das Verglühen der eigentlichen Sternschnuppe. Vielmehr bildet sich durch ihre hohe Geschwindigkeit und die enorme Reibungshitze eine sogenannte Plasmaspur aus Ionen und Elektronen, deren Energie ausreicht, nahegelegene Luftatome zum Leuchten zu bringen. Dieser Effekt wirkt so stark nach, dass man den Schweif oft noch sehen kann, wenn die Sternschnuppe selbst schon längst verglüht ist.

 

Warum heißt es eigentlich Stern-"Schnuppe"?

Als Schnuppe bezeichnete man einst das glühende Dochtende einer Kerze. Es wurde abgeschnitten, damit sie nicht rußte. Daraus leitete sich schließlich im Volksmund der Begriff Sternschnuppe ab, weil sie wie ein "Sternendocht" glühend vom Nachthimmel fällt. Und auch der Spruch "Das ist mir Schnuppe" leitet sich daraus ab.

 

Was sind Sternschnuppen überhaupt?

Sternschnuppen sind Mini-Meteore aus Eisen oder Gestein von oft nur einem bis maximal zehn Millimeter Durchmesser, die mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 70 Kilometer pro Sekunde durchs All reisen - das entspricht einem Tempo von bis zu 252 000 Stundenkilometern! Gewaltige Ströme von ihnen ziehen, wie auch die Planeten unseres Sonnensystems, ihre festen Bahnen um die Sonne. Treffen sie dabei auf die Erdatmosphäre, verglühen sie in der Regel innerhalb von wenigen Sekunden.

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