Spinnen

7 Mythen über Spinnen: Stimmt das eigentlich?

Wie viele Spinnen isst man eigentlich im Schlaf? Sterben Spinnen im Staubsauger? Wir dachten, wir wüssten die Antworten. Hier die 7 größten Spinnen-Mythen - und wie es wirklich ist!

spinnen mythen
Es ranken viele Mythen um Spinnen, doch was ist davon wahr? Foto: iStock
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Jeder Mensch isst im Laufe seines Lebens im Schlaf 10 Spinnen

Eine sehr beliebte "Urban Legend". Angeblich soll man im Laufe seines Lebens 3 bis 10 Spinnen ausversehen im Schlaf verschlucken. Doch stimmt das? Wie viele Spinnen isst man denn nun?

Die Antwort: Keine. Spinnen können zwar nicht besonders gut sehen, aber sie können sehr gut spüren. Und warum sollten sie in den Mund eines anderen Lebewesens krabbeln?!? Sowie eine Spinne auch nur den kleinsten Hauch eines (menschlichen) Atemzugs spürt, haut sie ab! Lebensmüde sind Spinnen nicht.

Sterben Spinnen im Staubsauger?

Ich persönlich bin kein großer Freund davon, Tiere zu töten, nur weil sie "stören", aber nicht schaden. Und darum verbreite ich gerne den Irrglauben, dass es nichts bringe, Spinnen mit dem Staubsauger aufzusaugen – denn sie krabbeln früher oder später wieder heraus.

Doch leider sterben Spinnen im Normalfall tatsächlich im Staubsauger. Vorausgesetzt, der Staubsauger ist stark genug (min. 1000 W). Denn dadurch erreichen die Spinnen beim Aufsaugen eine Geschwindigkeit von 100 bis 140 km/h und werden mit genau diesem Tempo auch im Staubsauger, oder auch schon im gekrümmten Staubsaugerschlauch, gegen eine Wand geschleudert. Das überlebt niemand, auch keine Spinne.

Und wenn der Staubsauger zu schwach war oder die Spinne wie durch ein Wunder komplett gerade ohne irgendwo gegen zu stoßen im weichen Staub landet und überlebt, dann wird sie spätestens beim Weitersaugen von hereinsausenden Krümeln und anderen Dingen erschlagen oder sie erstickt im Staub. Im Normalfall schafft sie es aber nicht wieder heraus.

Gibt es giftige Spinnen in Deutschland?

Spinnen können in ganz seltenen Ausnahmefällen (!) beißen – auch in Deutschland. Aber giftig sind die hier beheimateten Spinnen nicht.

Die meisten Spinnenarten in Deutschland und Europa, die Gift übertragen könnten, sind (WENN sie mal zubeißen) zu klein oder zu schwach, um überhaupt unsere Haut zu durchstoßen. Selbst wenn zum Beispiel die Gartenkreuzspinne es an einer dünnen Hautstelle schaffen sollte, ist ihr Biss eher mit einem Mückenstich vergleichbar. Solange es zu keiner allergischen Reaktion kommt, sind diese Bisse vollkommen harmlos.

In Mitteleuropa gibt es zwei - recht seltene und versteckt lebende - Arten, die unangenehme Bisse verursachen können (dann eher mit einem Bienen- oder Wespenstich vergleichbar), aber wirklich gefährliche Arten gibt es hier keine.

Stimmt es, dass Spinnenweibchen die -männchen beim Sex fressen?

Ja, aber nur ganz selten. Viele Menschen glauben, dass alle Spinnenweibchen ihre -männchen fressen, doch das stimmt nicht. Hierzulande gibt es nur eine Spinnenart, wo das Männchen die Paarung oft nicht überlebt, und das ist die Wespenspinne.

Bei den meisten Spinnenarten kommt das Männchen heil aus der Nummer heraus und bei einigen Spinnenarten leben Männchen und Weibchen sogar noch eine zeitlang zusammen in einem Netz oder Bau.

Warum legen manche Spinnen ihre Eier in Menschenhaut…?

Das tun sie nicht. Es gibt keine einzige Spinnen-Art auf der Erde, die soetwas tut, nicht mal im tiefsten Dschungel. Keine Spinnenart hat einen Legestachel, mit dem manche Insekten (wie die Dasselfliege - klicken auf eigene Gefahr) ihre Eier in Pflanzen, im Boden oder in anderen Tieren ablegen.

Spinnen sind doch einfach nur überflüssig!

Dass Spinnen störende Insekten fangen und uns so vor nervigen Mücken und Fliegen schützen, weiß eigentlich jeder. Eigentlich.

Doch wie wichtig das ist, weiß nicht jeder: Es gibt wissenschaftliche Berechnungen, die davon ausgehen, dass der gesamte Himmel auf der ganzen Welt unter einer mehrere Zentimeter dicken Schicht von Insekten ersticken würde, gäbe es keine Spinnen mehr!

Es hat doch einen Grund, dass sich Menschen so vor Spinnen ekeln! Das kann doch kein Zufall sein!

Also sagen wir mal so: Es hat zumindest keinen evolutionären Grund.

Die Angst, bzw. der Ekel vor Spinnen ist nicht angeboren, sondern erlernt, sagen Psychologen. Wenn Kinder immer wieder beobachten, wie Mutti oder Vati (oder sonst wer) ängstlich auf Spinnen reagieren, nehmen sie es an. Es muss ja was dran sein.

Wenn es sich allerdings um keinen gängigen Ekel vor Spinnen handelt, sondern um eine echte Arachnophobie, die einen im Leben stark einschränkt, sollte man einen Psychologen aufsuchen.

Was hilft gegen die Angst vor Spinnen? Hier einige Tipps...

Im Video: Warum die Bisse der Hauswinkelspinne wie Nadelstiche sind und andere interessante Fakten über den acht-beinigen Nützling

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