Die armen Kinder

Albtraum-Kita Eichhörnchen: Neue schreckliche Details enthüllt

Was die Kinder in der Horror-Kita Eichhörnchen in Neuruppin erleiden mussten, ist unfassbar. Die betroffenen Eltern schildern traumatisierende Vorfälle.

Trauriger Junge sitzt alleine auf dem Boden
In der Horror-Kita Eichhörnchen waren Misshandlungen an der Tagesordnung (Symbolbild) Foto: kieferpix/iStock

Der Skandal um die Horror-Kita Eichhörnchen bewegt ganz Deutschland. Was den Kindern in der Einrichtung in Neuruppin, Brandenburg zugestoßen ist, ist kaum zu begreifen.

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Horror-Kita Eichhörnchen: Kinder gequält

Von außen sieht die Kita Eichhörnchen im Brandenburgischen Neuruppin wie ein schöner Ort für Kinder aus. Schaukelpferde, Sandkasten, Klettergelegenheiten, eine Rutsche – es ist alles da, was das Kinderherz begehrt. Doch im Inneren der Einrichtung sollen sich dramatische Szenen abgespielt haben.

Die Eltern erheben schwere Vorwürfe. Regelmäßig seien ihre Kinder misshandelt, gequält und gemobbt worden.

"Es geht um Körperverletzung, Nötigung und Verletzung der Fürsorgepflicht", bestätigt Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle (40, SPD) auf einer Pressekonferenz die polizeilichen Ermittlungen im Fall der Horror-Kita Eichhörnchen.

Zum Schlafen und Essen gezwungen

Die "Bild"-Zeitung sprach mit mehreren betroffenen Eltern. Alle schildern Horrorszenarien, die ihre Kinder durchleben mussten.

Immer im Fokus dabei: Zwang. Die Kinder sollen zum Essen, zum Schlafen, zum Leisesein gezwungen worden sein.

An den Stuhl gefesselt, ins Bett gedrückt

Eine Mutter beispielsweise erzählt von ihrem vier Jahre alten Sohn: "Er isst keine grünen Sachen. Beim Essen wurde er aber an den Stuhl festgebunden. Dann wurde sein Kopf genommen und ihm das Essen reingezwungen, bis alles leer war."

Um die Kinder zum Schlafen zu zwingen, hätten ihnen die Erzieherinnen im Bett die Hände auf den Rücken gedrückt, um sie "unten zu halten", wie eine Mutter berichtet.

Ehemalige Mitarbeiterin schildert Dramatisches

Die "Bild"-Zeitung hat ebenfalls eine ehemalige Mitarbeiterin der Horror-Kita Eichhörnchen ausfindig gemacht. Die 30-Jährige schildert dramatische Szenen:

"Ich habe erlebt, wie die Kinder angeschrien, gewaltsam auf den Topf gesetzt wurden. Es gab ein Zimmer, Rollos runter, wo Kinder in vergitterte Betten gesteckt wurden."

Ihre damaligen Kolleginnen hätten einen bitteren Begriff für ihr gewaltsames Verhalten gehabt: "Sie nannten es 'alte Schule'."

Physische und psychische Gewalt: Staatsanwaltschaft ermittelt

Inzwischen wurden die Kita-Leitung und ihre Vertretung gefeuert. Es liegen zwei Anzeigen vor. Die Stadt Neuruppin selbst hat Anzeige erstattet und zusätzlich ermittelt die Polizei von Amtswegen. Eine Anzeige von betroffenen Familien liegt allerdings noch nicht vor.

"Ich möchte an dieser Stelle betonen: Es stehen keine Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs im Raum", betont Nico Ruhle, Bürgermeister von Neuruppin.

Aktuell ist die Kita geöffnet und Eltern geben dort morgens ihre Kleinen ab. Auch die Homepage ist nach wie vor zu erreichen. Hier schreibt sich die Kita "gesunde Ernährung", "musikalische Früherziehung" und "individuelle Schlafenszeiten" auf die Fahne.

Wie lange die Misshandlungen in der Horror-Kita Eichhörnchen an der Tagesordnung waren, weiß niemand genau. Manche sprechen von Jahren, andere von Wochen oder Monaten. Klar scheint nur: Schon vor Jahren hatte es erste Beschwerden über die Einrichtung gegeben, die allerdings ungehört blieben. Erst ein Brandbrief mehrerer Erzieher*innen Ende Juli weckte die Behörden auf.

Bis der Fall um die Horror-Kita Eichhörnchen vollständig aufgeklärt ist, kommen sicherlich noch viele krasse Details ans Licht.

Im Video erfahrt ihr alles das Handzeichen, mit dem man einen Hilferuf bei häuslicher Gewalt absetzen kann!

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Artikelbild & Social Media: kieferpix/iStock

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