Andrea Berg schickt „Die weißen Tauben“ – das steckt dahinter
Mit „Du hast mich tausendmal belogen“ hat sich Andrea Berg in den Schlager-Olymp gesungen. Doch jetzt will die 59-Jährige keine Chart-Platzierungen. Mit ihrem neuen Lied „Die weißen Tauben“ möchte sie mehr – Frieden!
Schon viele Musiker haben von Frieden gesungen. Eine Friedens-Hymne ist „Give peace a chance“ von John Lennon und Yoko Ono. Auch der Song “Blowin in the wind” gehört zu den Friedensklassikern. Und in Deutschland haben Nena („99 Luftballons), Udo Lindenberg („Wozu sind Kriege da“) und Nicole („Ein bisschen Frieden“) in Sachen Friedens-Song Maßstäbe gesetzt. Jetzt kommt ein neues Lied dazu: Schlagersängerin Andrea Berg schickt „Die weißen Tauben“ musikalisch auf den Friedensweg.
Immer das Bild: Ein Junge und sein Teddybär
Warum die 59-Jährige, die sonst vor allem von Liebe singt, jetzt dieses ernste Thema aufgreift? „Mir gehen die Bilder der Kriege, die wir aktuell auf der Welt haben, nicht aus dem Kopf“, sagt sie zu Bild. „Kinder in U-Bahn-Schächten, Kellerwohnungen ohne Strom, Familien auf der Flucht. Kinder, die ihre Haustiere zurücklassen müssen. Pure Verzweiflung“, erzählt sie. „Und immer wieder dieses eine Bild: ein kleiner Junge und sein Teddybär. Das Einzige, was bleibt, wenn alles andere weg ist.“
Eine Szene, die sie so beschäftigt, dass sie genau damit ihren Song „Die weißen Tauben“ beginnt: „Du hältst den kleinen Teddybär ganz fest im Arm, dir blieb nur er. Die Augen tränenleer, Dein Papa fehlt dir sehr. Und du verstehst die Welt schon lang nicht mehr.“
Kinder sind größten Leidtragenden
Für Andrea Berg, selbst Mutter einer Tochter, sind die Kinder „die größten Leidtragenden.“ Und sie ist überzeugt: „Es braucht wirklich so einen Song, um einmal den Großen zu sagen: Hey, sei doch mal Mensch. Wo ist denn deine Menschlichkeit geblieben?‘“ Ob sie das mit ihrem Lied erreicht? „Ich glaube an die Kraft der Bilder. Dieses verletzliche Kind mit dem Teddybären. Ich glaube, dass das in die Herzen trifft, und da soll es ja auch hin.“
Und Andrea Berg möchte mehr: Sie möchte mit ihrem Lied den Kindern, die oft nicht gehört werden, eine Stimme geben. Deshalb singt sie aus der Perspektive eines Kindes. Und daher schreibt das Kind auch einen Brief – an die da oben: „Herr Präsident, Du hast doch auch ein Kind. Dann mach doch, dass wir alle Freunde sind.“
Ihren Friedenssong wird Andrea Berg, die vor kurzem bei einer Umfrage Helene Fischer vom Thron gestoßen hat, heute Abend bei der Spendengala „Ein Herz für Kinder“ zum ersten Mal vor einem großen Publikum singen. Und dabei nicht nur an die Mächtigen der Welt denken, sondern an jeden von uns. „„Es gibt keine Streitkultur mehr in unserer Gesellschaft“, sagt Andrea Berg zu Bild. „Auf Social Media wird nur noch Hass und Häme ausgeschüttet. Das müssen wir dringend ändern. Hierbei sind wir alle gefordert.“







