Roy Black

Anita Hegerland: „Ohne Roy wäre ich heute ein anderer Mensch“

Anita Hegerland erinnert sich gerne an Roy Black zurück: Mit „Schön ist es auf der Welt zu sein“ wurde sie 1971 als Duett-Partnerin des Schlagerstars († 48) in Deutschland berühmt.

Anita Hegerland erinnert sich gerne an Roy Black zurück.
Anita Hegerland erinnert sich sehr gerne an Roy Black zurück. Foto: IMAGO / United Archives

Anita Hegerland über Roy Black: "Wir verstanden uns sofort"

Wie war Roy Black?

Er war ein wunderbarer Mensch. Wenn er einen Raum betrat, ging die Sonne auf. Und er nahm mich, damals ein zehnjähriges Mädchen, als eigenständige Person war.

War es für Sie damals nicht schwer, im Ausland aufzutreten?

Nein, ich war zu der Zeit bereits in Skandinavien ein gefeierter Kinderstar mit Auslandserfahrung. Und meine Mutter war immer mit dabei. Dann war da ja auch noch Roy. Er half mir, wo er konnte und kümmerte sich rührend um mich. Er achtete darauf, dass ich genug aß, er kochte sogar für mich. Und er brachte mich sehr oft zum Lachen. Wir verstanden uns sofort.

Haben Sie den Kontakt zu ihm gehalten?

Wir sind ja 14 Jahre lang immer wieder gemeinsam aufgetreten, gingen zusammen auf Tournee, drehten Filme. Unsere Stimmen harmonierten perfekt miteinander. Roy und ich freundeten uns daher auch privat an. Wir teilten den gleichen Humor und die Liebe zur Natur und zu Tieren. Er brachte mit sogar das Angeln bei.

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Anita Hegerland: "Roy hat mir den richtigen Weg gewiesen"

Sie wurden vom Kind zur jungen Frau. Hat Roy sie auch in dieser Phase begleitet?

Er gab mir sogar den wichtigsten Rat für mein Leben. Als Teenager haderte ich mit den Dingen, die ich singen sollte und vertraute mich ihm an. Ich wollte nicht mehr über Teddys singen, fühlte mich aber auch noch nicht bereit für Lieder über Liebe und Küsse. Roy lachte mich nicht aus, er nahm mich ernst.

Inwiefern?

Er sagte: „Genieße dein Teenagerdasein. Nimm ein wenig Abstand von der Karriere, lebe lieber dein Leben und folge deinem Herzen. Der Rest ergibt sich dann von selbst.“ Ich bin ihm sehr dankbar für diesen Rat. Ohne ihn wäre ich heute ein anderer Mensch. Roy hat mir den richtigen Weg gewiesen. Ich hatte im Leben immer viel Glück.

Haben Sie Roys Familie kennengelernt?

Ich kannte seine erste Frau Silke und war sehr traurig, als das Paar sich trennte. Sie passten so gut zusammen, und er war als Vater stolz auf den kleinen Torsten. Roys Mutter habe ich noch wenige Monate vor ihrem Tod gemeinsam mit seinem Bruder Gerd besucht. Sie trauerte immer noch um ihren viel zu jung verstorbenen Sohn. Wir sprachen lange über ihn. Aber das ist zu privat.

Autor: Redaktion Retro

Artikelbild & Social Media: IMAGO / United Archives