Interview

Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer: Beziehungskrise im TV, aber privat sieht es so aus!

Im Interview verraten Ann-Kathrin Kramer und Harald Krassnitzer wie ihre wirklich Ehe funktioniert.

Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer
Das Schauspieler-Ehepaar hat im Fernsehen eine schwere Beziehungskrise – privat aber ein Patentrezept gegen Streit. Foto: IMAGO / Horst Galuschka
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Ann-Kathrin Kramer (57) und Harald Krassnitzer (63) standen schon mehrfach gemeinsam vor der Kamera. Für die Film-Reihe „Familie Anders“ (ab jetzt verfügbar in der ZDF Mediathek) begeben sie sich nun in Paar-Therapie – privat scheint das nicht nötig zu sein, wie sie im Interview mit unseren Kollegen der Zeitschrift "Auf einen Blick" verraten…

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Was schätzen Sie am jeweils anderen?

Krassnitzer: Alles an meiner Frau. In diesem Leben ist Ann-Kathrin alles, was ich brauche. Es macht so großen Spaß, ihr zuzusehen im permanenten Wachsen und Toller-Werden. Und es ist ein großes Glück, in ihr jemanden gefunden zu haben, der akzeptiert, dass der andere anders ist.

Kramer: Ich mag in unserer Ehe dieses In-Bewegung-Bleiben. Aber auch mal den Finger auf die Wunde legen, Dinge aushalten können und dann einander mit unendlicher Liebe überschütten. Dieses Im-Prozess-Bleiben, niemals ausharren und an dem Erreichten festhalten wollen, sondern gemeinsam der Entwicklung des Lebens zuschauen und immer genau herausfinden, was man will.

Worüber können Sie sich aufregen oder diskutieren?

Kramer: Es gibt natürlich die kleinen Dinge, über die man sich im Alltag aufregt, wie der klebrige Griff in der Küche. Aber eigentlich beginnt man in dem Moment zu schmunzeln, in dem man feststellt, dass man anfangen will, sich zu ärgern. Es ist nicht wichtig.

Krassnitzer: Alltägliche Dinge, über die man sich aufregt, sind häufig Stellvertreterschauplätze für ein ganz anderes Problem. Der klebrige Griff oder dass man in der Küche im Weg steht, während der andere die Spüle ausräumen will, das alles sind Banalitäten. Wenn sie zu Streit führen, sind sie Platzhalter für ganz andere Probleme. Wir sind jedoch inzwischen so konditioniert, dass wir genau hinhören. Gibt es da irgendwo eine Vernachlässigung, steckt eine Überforderung hinter der Reaktion?

Ann-Kathrin Kramer & Harald Krassnitzer: Darauf würden sie füreinander verzichten

Worauf würden Sie Ihrem Partner zuliebe verzichten?

Kramer: Ein Verzicht würde keinen von uns glücklich machen. Wenn ein Bedürfnis groß ist, hat es ein Recht, befriedigt zu werden. Viel besser ist es, gemeinsam darüber nachzudenken, welchen Weg man jetzt gehen könnte.

In jeder Partnerschaft gibt es Konflikte. Was ist notwendig, um Streit beizulegen?

Kramer: Es braucht eine hohe Empathie. Man muss weg von den eigenen Bedürfnissen und die des anderen sehen und verstehen. Eventuell muss man den eigenen Fokus verändern, reflektieren und eigene Anteile am Konflikt anerkennen.

Krassnitzer: Um Kompromisse zu finden und Konflikte zu lösen, muss man demütig sein können. Seine eigene Verletzbarkeit erkennen und dem anderen und sich selbst verzeihen können.

Auch Schauspiel-Kollegin Adele Neuhauser schwärmt von Harald Krassnitzer. Warum das so ist, erfährst du in unserem Video:

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Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

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