RTL2-SozialdokuArmes Deutschland: Reinholds Familie will kein Hartz IV und lebt von 450 Euro im Monat

In der RTL2-Sendung „Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“ kämpfen Reinhold und seine Familie um ihr Überleben. Fliegen sie jetzt auch noch aus ihrem Zuhause raus?

Inhalt
  1. Armes Deutschland: Familie lebt von 450 Euro im Monat
  2. Ohne Hartz IV: Reinholds Familie lebt unterhalb der Armutsgrenze
  3. Arme Familie nimmt Nachbarn bei sich auf

Die RTL2-Sozialdoku „Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“ ist mit neuen Folgen zurück. Unter anderem wurde in der letzten Folge der 40-jährige Reinhold porträtiert. Trotz Arbeit lebt er mit seiner fünfköpfigen Familie am Existenzminimum. Der eigene Familienbetrieb, eine Gartenbaufirma, wirft kaum Geld ab. Die Geschäfte laufen schlecht und die Schulden wachsen immer weiter an. Jeden Monat fehlen der Familie 1.000 Euro.

 

Armes Deutschland: Familie lebt von 450 Euro im Monat

Reinhold und seine Familie kämpfen jeden Tag ums Überleben, Hartz IV lehnen sie ab. So leben sie alle zusammen von nur 450 Euro im Monat, damit liegen sie unterhalb der Armutsgrenze. Aus Angst, dass auch die letzten Kunden abspringen könnten, will Reinhold die Preise nicht erhöhen. Viele der Arbeitsgeräte befinden sich zudem bereits im Pfandhaus, so muss die Familie bei der Arbeit oft improvisieren.  

 

Ohne Hartz IV: Reinholds Familie lebt unterhalb der Armutsgrenze

Doch der Familie ging es nicht immer so schlecht. Das zeigt auch die große Küche im Zuhause der Familie. Sie stammt noch aus besseren Zeiten. Damals lief das Familienunternehmen richtig gut. Doch ein plötzlicher Schicksalsschlag änderte alles. Reinhold erlitt eine Hirnnervenentzündung. Seitdem ist seine rechte Gesichtshälfte gelähmt. Durch seinen Ausfall verlor die Firma wichtige Auftraggeber und der soziale Abstieg begann. Aktuell stehen sie drei Mieten im Rückstand und könnten daher jeden Tag vom Vermieter die Kündigung erhalten. Das Inventar der Wohnung hat die Familie beinah vollständig verkauft. Nur das Nötigste haben sie noch. Selbst Sohn Diego (16) hat seinen Fernseher verkauft, um seinen Eltern zu helfen. „Wir müssen gucken, dass wir sparen, sparen, sparen, und dass nicht noch mehr auffällt“, erklärt Maria (47), Reinholds Frau, und gibt vor der Kamera zu: „Von außen her bin ich immer die starke Mama, aber innen zerbreche ich dann daran.“ Kein Wunder, ein Einkauf im Wert von 12,79 Euro muss bei ihnen für sieben Tage reichen. Warm gekocht wird nur zwei Mal in der Woche. Dann bereitet Reinhold für seine Familie oft Pfannkuchen zu.

Reinhold und seine Familie leben am Existenzminimum.
Reihnhold und seine Familie versuchen ohne Hartz Iv übder die Runden zu kommen.
Foto: RTL2
 

Arme Familie nimmt Nachbarn bei sich auf

Trotz allem geht die Familie sehr liebevoll miteinander um. Oft versammeln sie sich vor dem Kamin und singen zur Musik vom Handy. Reinhold und Maria haben zudem Sven (33) aus der Nachbarschaft aufgenommen. Er wurde von seinen Eltern vor die Tür gesetzt und wäre sonst obdachlos gewesen. „Hier fühl ich mich als Mensch und auch als Sohn verstanden“, meint Sven dankbar.

„Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“ läuft dienstags um 20:15 Uhr auf RTL.

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