Diskussion im Bundesrat

Bald Fahrverbot an Sonntagen für Motorräder?

Das gute Wetter ist da – und damit auch die Motorräder. Weil die vielen zu laut sind, denkt der Bundesrat jetzt über ein Fahrverbot an Sonntagen nach.

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Sobald die ersten Frühlingstage kommen, sind auch sie wieder zurück auf den Straßen: Motorradfahrer. Für die einen ist es eine große Leidenschaft, für die anderen vor allem Lärmbelästigung. Schon seit geraumer Zeit diskutiert die Bundesregierung, wie man beiden Seiten gerecht werden kann.

Bundesrat: Motorräder sollen leiser werden

Die Länderkammer will nun dafür sorgen, dass Motorräder weniger Lärm verursachen. Ein Beschluss des Bundesrates sieht vor, zulässige Geräuschemissionen aller Neufahrzeuge zu begrenzen. Der Maximalwert soll künftig bei 80 Dezibel (db/A) liegen. Von der Lautstärke her ist das ungefähr vergleichbar mit einem vorbeifahrenden Lkw oder einem Rasenmäher.

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Sollte dieser Lärm-Richtwert gravierend überschritten werden, sollen Polizisten das Fahrzeug sofort sicherstellen dürfen. In diesem Zusammenhang soll auch das Tuning der Motorräder härter bestraft werden. Doch das ist noch nicht alles.

Budnesrat denkt über Motorrad-Fahrverbot an Sonntagen nach

Die Bundesländer wollen auch ein beschränktes Motorrad-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen durchsetzen. Ob der Beschluss am Ende Erfolg hat, hängt wiederum von der Bundesregierung ab, die entscheidet, ob und wann der Vorschlag umgesetzt wird.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann sieht im Beschluss des Bundesrates einen deutlichen Fortschritt. "Aber wir sind noch nicht am Ziel angelangt. Auch, wenn Land und Kommunen alles ausschöpfen, was gesetzlich möglich ist, muss deutlich mehr getan werden." Rücksichtsloses Fahren müsse deutlichere Konsequenzen mit sich ziehen, so Hermann.

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Der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) sieht das Problem, kritisiert allerdings die einseitige Betrachtung und wirft dem Bundesrat eine Diskriminierung der Motorradfahrer vor. "Bei Autofahrern, etwa bei den illegalen Straßenrennen in Städten, geht man auch gezielt gegen die Verursacher vor. Hier muss gleiches Recht für alle gelten“, so der Vorsitzende Michael Lenzen.

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