Buckelwal Timmy: Wird er heute endlich befreit?
Seit Tagen soll die letzte Rettungsaktion für Buckelwal Timmy laufen. Doch immer wieder gab es Verzögerungen. Heute soll er endlich auf seine Reise in die Freiheit gehen...
In den letzten Tagen hieß es immer wieder: Heute ist der entscheidende Tag für Timmy. Der Buckelwal, der seit mittlerweile 20 Tagen auf einer Sandbank vor Poel gestrandet ist, soll gerettet werden. Doch statt Freiheit für Timmy gab es immer nur neue Verzögerungen. Die Retter werden den Behörden vor, dass ihnen ständig neue Steine in den Weg gelegt werden. „Es ist sehr, sehr beschwerlich“, so Millionärin Karin Walter-Mommert zu Bild.
„Wir sind überzeugt: Wir machen das Beste für den Wal“
Doch auch der Plan selbst ist ein Problem. Der Grund: Der ist einzigartig, die Helfer können nicht auf Erfahrungen zurückgreifen. Denn noch nie wurde ein Wal mit Luftkissen und auf einem Netz zwischen Pontons in die Freiheit gebracht. Seit Donnerstag kämpfen sich die Helfer Stück für Stück vorwärts. Teilweise konnte bereits Schlick unter Timmy entfernt werden. Dazu wurden die Pontons gebracht.
Aber auch der Wal selbst sorgte für Verzögerungen. Er schlug mit dem Schwanz, bewegte sich. Die Retter zogen sich daraufhin erst einmal zurück. Mittlerweile betonen die Helfer: Das Tempo der Rettung bestimmt auch Timmy... Die Retter haben trotz der Rückschläge weiter Hoffnung: „Er hat eine Chance draußen“, sagte Tierärztin Janine Bahr-von-Gemmert gestern. „Wir sind überzeugt, wir machen das Beste für den Wal.“

Hoffen, dass Timmy erkennt, dass er Hilfe bekommt
Heute nun soll es endlich wirklich in die entscheidende Phase gehen. Seit um 8 Uhr laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Bagger sollte eine Fahrrinne freischaufeln. Die letzten Meter zu Timmi sollen aber erst ausgegraben werden, wenn der Buckelwal in seinem Transportnetz liegt.
Um 9 Uhr sollte dann die Wal-Rettung beginnen, die Pontons vollständig zusammengesetzt werden. Doch wieder gab es Verzögerungen. Laut Bild liegt es am Schlick: Er ist härter als erwartet, das Baggern dauert entsprechend länger. Trotzdem bleibt MediaMarkt-Gründer Walter Gunz (79), der die Rettungsaktion mitfinanziert, optimistisch.
„Heute geht es los“, sagt er zu Bild. „Nach noch notwendigen Untersuchungen beginnt die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen. Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen. Unser Wal-Flüsterer Sergio Bamberen hat ja schon einen tollen Kontakt zu ihm aufgebaut. Der Wal antwortet ihm. Jetzt brauchen wir halt noch Glück für den gesamten Ablauf.“







