Hanf-HypeCBD als Superfood? Wogegen Hanf aus der Drogerie helfen soll

Heimlich und still ist der Hanf in die Regale deutscher Drogerien und Apotheken eingezogen: CBD-Öl gilt als neues Superfood und kann legal gekauft werden. Was ist dran am Hanf-Hype? Wir verraten, wieso immer mehr Stars auf Cannabidiol schwören und wogegen CBD helfen soll.

Inhalt
  1. CBD gegen Schlafstörungen
  2. CBD-Öl bei Stress und Angst
  3. Schmerzstillend: Cannabidiol bei Kopf- bis Menstruationsschmerzen
  4. CBD gegen Muskelkater
  5. Entspannung für den empfindlichen Magen
  6. Adrexol im Test

CBD sind die magischen drei Buchstaben, die plötzlich auf immer mehr Produkten prangen. Die Abkürzung steht für Cannabidiol – einen Bestandteil der Hanf-Pflanze. Moment, seit wann gibt es Hanf in Deutschland zu kaufen? Nein, du hast die Cannabis-Legalisierung nicht verpasst: Nur Schwerkranke können sich medizinisches Cannabis von einem Arzt verschreiben lassen. Hierzulande ist Marihuana für Privatpersonen nach wie vor verboten. Dabei geht es jedoch lediglich um die psychoaktiven Stoffe der Pflanze. Andere Bestandteile erfreuen sich hingegen wachsender Beliebtheit. Hanfsamen reihen sich an Haferflocken im Müsliregal, Hanfkaugummis an Kaubonbons an der Kasse. Nun gibt es in Drogerien und Apotheken ein neues Produkt: CBD-Öl.

Cannabidiol wird aus Nutzhanf gewonnen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft CBD als unbedenklich ein. Keine Sorge: Es macht weder abhängig, noch high – der psychoaktive Stoff THC wurde herausgefiltert, Produkte dürfen höchstens 0,2 Prozent THC enthalten. Dafür verspricht CBD zahlreiche andere Wirkungen auf die Gesundheit. In den USA wird das Öl daher bereits als neuestes Superfood gehandelt, zahlreiche Stars schwören auf die positiven Effekte von CBD. Aber wie und wogegen genau kann Cannabidiol helfen? Das untersuchen Forscher seit geraumer Zeit. 

 

CBD gegen Schlafstörungen

Cannabidiol soll durch seine ausgleichende Wirkung gegen Schlafstörungen helfen. Wer morgens trotz ausreichend Ruhe nicht erholt ist, kann versuchen, die Schlafqualität mithilfe von CBD zu verbessern. Der Pflanzenstoff soll beim Ein- und Durchschlafen helfen und auch die Schlaftiefe verbessern, wie Studien zeigen. Im Gegensatz zu Schlaftabletten besteht jedoch keine Gefahr zur Abhängigkeit und die morgendliche Müdigkeit soll ausbleiben.

Deswegen empfehlen Anwender zum Beispiel, ein paar Tropfen CBD-Öl in die abendliche warme Milch mit Honig zu geben, um den schlaffördernden Effekt zu verstärken.

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CBD-Öl bei Stress und Angst

CBD hat einen ausgleichenden Effekt auf den Körper, wie mehrere Studien herausgefunden haben. Daher kann es helfen, schwierige, stressige oder angsteinflößende Situationen gelassener zu meistern. Die beruhigende Wirkung hilft zum Beispiel vor Präsentationen, ohne zu ermüden oder die geistige Leistung zu beeinträchtigen.

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Schmerzstillend: Cannabidiol bei Kopf- bis Menstruationsschmerzen

Insbesondere bei chronischen Schmerzen können Cannabinoide wirksam sein, wie Studien bereits beweisen konnten. Bei schweren Erkrankungen ist es Ärzten in Deutschland daher mittlerweile erlaubt, medizinisches Hanf zu verschreiben. Aber auch CBD aus Nutzhanf soll eine schmerzstillende Wirkung haben. Das Öl kann insbesondere bei Alltagsbeschwerden wie Kopf-, Rücken- und Menstruationsschmerzen lindernd wirken. Das liegt an den schmerzstillenden, aber auch krampflösenden Eigenschaften von Cannabidiol. Nutzer berichten zudem von der Verringerung oder sogar Abwendung von Migräne-Attacken bei rechtzeitiger Einnahme. 

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CBD gegen Muskelkater

Cannabidiol wurde von der Liste unzulässiger Substanzen gestrichen und gilt daher nicht mehr als Doping-Mittel. Vielmehr soll es den Körper bei der Regeneration nach dem Training sogar unterstützen und Muskelkater vorbeugen können. Das liegt unter anderem an der entzündungshemmenden Eigenschaft von CBD, die kleine Entzündungsprozesse in den Muskeln lindern kann.

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Entspannung für den empfindlichen Magen

Empfindet man eine Situation als belastet, sagt man oftmals, sie schlage einem auf den Magen. Wer einen relativ sensiblen Bauch hat, weiß, dass viel Wahres in der Redewendung steckt. Ein nervöser Magen kann im Alltag sehr unangenehm sein. Da kann CBD helfen, indem es beruhigt und Übelkeit lindert. Sogar bei Erbrechen kann das Öl gegensteuern. In Pennsylvania (USA) wird zudem aktuell die Wirkung von CBD auf das Reizdarmsyndrom untersucht.

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Adrexol im Test

Bei all den positiven Wirkungen von CBD mussten wir das Öl natürlich selbst austesten. Dafür hat ADREXpharma uns ein Test-Paket zugeschickt. Enthalten sind CDB-Kapseln und Öl, bestehend aus Olivenöl und Hanfextrakt. Als das Paket ankam, war das Interesse groß: Was ist das? Merkt man davon etwas? Und: Kann ich auch mal probieren? Nachdem ich mich etwas in das Thema eingelesen hatte, konnte mein Test beginnen. Da das Wirkspektrum so vielfältig sein soll, kann jeder Mensch sein Anwendungsgebiet und entsprechende Dosierung selbst wählen - nur die Höchstdosierung von drei Kapseln oder drei Mal drei Tropfen sollte nicht überschritten werden.

Da ich mich sehr gut kenne und mir stressige Momente zwar nicht immer anmerken lasse, sie aber oft mit innerer Unruhe zu spüren bekomme, entscheide ich mich für die situationsbezogene Einnahme. Ich platzierte also ein Fläschchen mit CBD-Tropfen auf meinem Schreibtisch - stets griff- und einsatzbereit. Tatsächlich ließ der nächste Stress nicht lange auf sich warten. Von dort an tröpfelte ich mir in schwierigen Momenten ein paar Tropfen unter die Zunge.

Der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Wer empfindlich ist, sollte also auf Kapseln zurückgreifen, die Tropfen sollten nämlich einige Sekunden im Mund behalten werden. Dann sollen sie auch am schnellsten wirken. Tun sie das auch?

Nach der ersten Einnahme verspüre ich Kopfschmerzen. Da ich jedoch damit nicht alleine bin, schiebe ich diese Wirkung eher dem Wetter zu. Tatsächlich geht es mir nach den weiteren Einnahmen gut. Die Wirkung selbst lässt sich schlecht greifen. Zunächst einmal: Nein, man wird nicht high. Das ist bei dem geringen THC-Gehalt auch gar nicht möglich. Stattdessen meine ich aber durchaus eine gewissen Gelassenheit und innere Ruhe zu verspüren, die für mich in Stresszeiten eher ungewöhnlich ist. Auch vor wichtigen Terminen fühle ich mich klarer, kann meine Gedanken trotz Aufregung besser ordnen und in Worte fassen. Ob diese Wirkung nun eingebildet oder real ist, kann ich nicht sagen - ist mir aber auch egal. Die Gelassenheit gefällt mir und hilft, auch in stressigen Zeiten einen kühlen Kopf zu wahren

Als zweiten Selbsttest hat mich persönlich die Wirkung gegen Kopfschmerzen interessiert. Da ich zu Verspannungen mit anschließenden Migräne-Attacken neige, hat mich die Erfahrung anderer Nutzer besonders neugierig gemacht. Kann ich mit ein paar Tropfen CBD-Öl tatsächlich einen Migräne-Anfall abwenden und auf Medikamente verzichten? Diese Traumvorstellung ist für mich leider nicht zur Realität geworden. Ob die Tropfen mir jedoch langfristig zu weniger Migräne-Attacken verhelfen könnten, indem sie mich entspannter machen, kann ich noch nicht sagen. Dafür war die Test-Periode zu kurz. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, ob und wogegen sich die Einnahme von CBD lohnt. Da ich jedoch keinerlei Nebenwirkungen verspüren konnte, ziehe ich als Fazit: Ausprobieren schadet nicht. 

Übrigens: Wie Adrexol in einer beiliegenden Pressemitteilung erwähnt, sind Cannabinoide dem Körper nicht unbekannt - sondern wir tragen sie sogar in uns. Forscher entdeckten das Endocannabinoid-System, das körpereigene Cannabinoide produziert. Im Körper reguliert es zum Beispiel das Glückshormon Serotonin, den Schlaf und das Immunsystem. 

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