Es kommt zu „Halluzinationen“

ChatGPT: Besorgniserregende Studie! Jede dritte Antwort ist frei erfunden

Eine aktuelle Studie zeigt: Jede dritte Antwort von Künstlicher Intelligenz ist fehlerhaft – ein alarmierendes Ergebnis! Das kannst du jetzt tun.

ChatGPT Icon
KI weist erhebliche Fehler auf. Foto: IMAGO / NurPhoto
Auf Pinterest merken

Dieses Ergebnis ist alarmierend: Laut einer Studie der Europäischen Rundfunkunion ist jede dritte Antwort von KI-Chatbots wie ChatGPT, Copilot oder Gemini falsch! Was bedeutet das jetzt für Nutzer:innen?

Falsche Informationen und erfundene Quellen

Die Regenwahrscheinlichkeit abfragen, ein Rezept nachschlagen oder eine simple Frage zum aktuellen Tagesgeschehen stellen – inzwischen ist die Google-Suche für viele abgeschrieben: Millionen Menschen benutzen dafür KI. Doch was für uns längst zum Alltag gehört, weist jetzt erhebliche Probleme auf! Die Systeme sollen demnach nicht nur falsche Informationen an ihre Nutzer:innen herausgeben, sondern auch noch mit erfundenen Quellen belegen – und das völlig unabhängig von Sprache oder Plattform.

So behauptet der ChatGPT besteht weiterhin darauf, dass Papst Franziskus noch am Leben ist. Microsoft Copilot, das in Programmen wie Word und Excel integriert ist, hat offenbar nicht mitbekommen, dass Schweden inzwischen Mitglied der NATO ist. Und Google Gemini hält die Wiederwahl von Donald Trump noch für „möglich“ – obwohl sie längst stattgefunden hat.

„Die Systeme klingen überzeugend, auch wenn sie immer wieder vollkommen falsche Dinge behaupten“, erklärt Peter Posch, Wirtschaftswissenschaftler an der Technischen Universität Dortmund. „Das macht sie für ungeübte Nutzer besonders gefährlich, weil die Fehler oft nicht sofort erkennbar sind.“

Warum KI so oft danebenliegt

Die Ursachen für diese Fehler und Fehlinformationen sind vielfältig. Zum einen greifen viele KI-Modelle auf veraltete Trainingsdaten zurück. Sie wurden mit riesigen Mengen an Texten gefüttert, die oft Monate oder sogar Jahre alt sind – ähnlich wie eine Suchmaschine, die seit Langem nicht mehr aktualisiert wurde. Informationen, die einst korrekt waren, können dadurch heute falsch oder überholt sein.

Zum anderen kommt es zu sogenannten „Halluzinationen“: In solchen Fällen erfindet die KI fehlende Fakten, um eine scheinbar schlüssige Antwort zu formulieren. Dabei entstehen statistisch plausible, aber inhaltlich falsche Wortketten – manchmal sogar inklusive fingierter Quellen oder fehlerhafter Verknüpfungen zwischen realen Ereignissen.

Zwar sind moderne Chatbots heute in der Lage, aktuelle Informationen aus dem Internet abzurufen, doch das geschieht nicht automatisch. Nur wenn Nutzer dies in ihrer Eingabe – dem sogenannten Prompt – ausdrücklich verlangen, greift die KI auf das Netz zu und kann so oft genauere Ergebnisse liefern. Viele Anwender wissen das jedoch nicht, was zu falschen oder veralteten Antworten führt.

Genau dieses Problem stand im Mittelpunkt einer aktuellen Untersuchung, die das Fehlerverhalten von KI-Systemen analysierte – mit einem klaren Ergebnis: Selbst die modernsten Chatbots klingen glaubwürdig, liegen aber oft erschreckend falsch.

Die Auswirkungen für die Gesellschaft

Doch welche Auswirkungen hat es, wenn immer mehr Menschen ihre Informationen aus Chatbots beziehen? Die Konsequenzen zeigen sich bereits deutlich: Falschinformationen verbreiten sich in rasanter Geschwindigkeit über soziale Netzwerke, weil Nutzer KI-generierte Inhalte ungeprüft weiterverbreiten. In Schulen und Universitäten landen erfundene Angaben in Hausarbeiten, und auch im Alltag könnten falsche Aussagen das Meinungs- und Wahlverhalten beeinflussen.

Besonders problematisch ist, dass viele Anwender nicht wissen, dass Künstliche Intelligenz fehlerhafte Inhalte erzeugen kann. Sie vertrauen darauf, dass Chatbots neutral, sachlich und korrekt arbeiten – ein Irrtum mit potenziell weitreichenden Folgen. Zwar weisen die Systeme in ihren Nutzungsbedingungen auf mögliche Ungenauigkeiten hin, doch diese Warnungen werden von den meisten schlicht übersehen oder ignoriert.

Das sollten Nutzer:innen jetzt tun

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) fordert einen bewussteren Umgang mit Chatbots und KI-generierten Inhalten. Ihre Empfehlung ist eindeutig: nicht blind vertrauen, sondern Informationen stets überprüfen. Besonders bei politischen Themen, Gesundheitsfragen oder finanziellen Entscheidungen sollten Nutzer sich auf seriöse Quellen verlassen – nicht auf künstliche Intelligenz.

Auch Schulen und Universitäten stehen in der Pflicht, digitale Medienkompetenz stärker zu fördern. Junge Menschen müssen lernen, KI-generierte Falschinformationen zu erkennen und zuverlässige Quellen von unsicheren zu unterscheiden. Zwar plant die Bundesregierung Aufklärungskampagnen zum Thema, doch Kritiker bemängeln, dass diese zu spät kommen – denn Millionen Menschen nutzen die Technologie längst täglich.

Solange die Systeme noch fehleranfällig sind, sollten Chatbots nicht als Nachrichtenquelle oder Faktenprüfer. Wer sicher informiert sein will, sollte weiterhin auf seriöse Medien setzen, in denen menschliche Redakteure Informationen prüfen, Quellen bewerten und Zusammenhänge einordnen.

Quellen

Smartwatches für Kinder neben einer Schultasche vor blauem Hintergrund. - Foto: Wunderweib//PR
Back2School
Smartwatch für Kinder: Für mehr Sicherheit und Freiheit zum Schulstart

Eine Smartwatch mit ihren hilfreichen Funktionen erleichtert Kindern den stressigen (Schul-)Alltag. Eltern vermittelt sie gleichzeitig ein Gefühl der Sicherheit. Praktisch ist eine Smartwatch für Kinder besonders dann, wenn sie mit dem passenden Tarif kommt.

Frau liegt im Dunkeln auf dem Rücken im Bett und guckt auf ihr Handy - Foto: iStock/Ridofranz
Experten warnen
Machst du diesen Handy-Fehler? So kann er deinen Augen schaden

Viele machen diesen Fehler mit ihrem Smartphone, ohne es zu merken. Warum er deinen Augen schaden kann und worauf du achten solltest, erfährst du hier.

Helene Fischer am 20.08.2022 bei einem Konzert. In einem Fransenkleid steht sie vor zwei hellen Scheinwerfern. - Foto: IMAGO / osnapix
„Das hat leider seinen Preis.“
Helene Fischer in der „Tagesschau“: Sängerin reagiert auf kritische Nachfrage

Helene Fischer spricht in den „Tagesthemen“ offen über die Kritik an den hohen Ticketpreisen ihrer Stadiontour. Mit ihrer Erklärung überzeugt sie jedoch nicht alle Fans.

Außenansicht eines Lidl mit Fokus auf dem Schild - Foto: iStock/tupungato
Gesundheitsgefahr
Verdacht auf Noroviren: Lidl ruft beliebte Bio-Beeren zurück

Wer diese Bio-Beerenmischung bei Lidl gekauft hat, sollte jetzt genau hinschauen: Wegen des Verdachts auf Noroviren wird das Produkt zurückgerufen. Diese Chargen sind betroffen.

Jens Spahn (46) und Daniel Funke (44) bei der Operngala für die Deutsche Aids-Stiftung in der Deutsche Oper in Berlin am 04.11.2017 - Foto: IMAGO / APP-Photo
„Meine Familie ist mir das wichtigste“
Jens Spahn: Sein Baby kostet ihn den Job

Es sollte eine wunderbare News sein: CDU-Fraktionschef Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke zeigen ihr Baby-Glück. Doch das private Glück hat berufliche Folgen, weil sie ihr Kind mit Hilfe einer Leihmutter bekamen: Er trat von seinem Job zurück ...

Eine unerkennbare Frau steht hüfthoch in einem Badesee. - Foto: NetaDegany/iStock
Achtung
Unsichtbare Gefahr in Badeseen: Hier bitte nicht baden!

Die Hitze treibt Mensch und Tier ins Wasser. Doch was eigentlich Abkühlung bringen soll, kann gerade jetzt richtig gefährlich werden!